,

Daun sauer: „Die Jungs müssen lernen erwachsener zu spielen“

Die U21 des 1. FC Köln hat im zweiten Heimspiel der Regionalliga-Saison den ersten Sieg leichtfertig verspielt. Nach dem 3:3 (2:1) gegen den TV Herkenrath war Trainer Markus Daun bedient. Seine Mannschaft hatte eine 3:1-Führung in der letzten halben Stunde noch weggeschmissen und das Spiel fast noch verloren. (Hier geht’s zum Spielbericht)

Köln – Ein früher Rückstand, danach die erhoffte Reaktion, eine Zwei-Tore-Führung eine halbe Stunde vor Schluss, dann der Einbruch und zum Schluss fast noch die zweite Saisonniederlage in Unterzahl: Die U21 des 1. FC Köln hat gegen Herkenrath ein Auf und Ab der Gefühle erlebt. Markus Daun sprach hinterher über…

…den schwachen Start ins Spiel

„Wir haben zu Beginn in Sachen Aggressivität nicht dagegen gehalten und nicht das gebracht, was wir Trainer vor dem Spiel eingefordert hatten. Das hat gefehlt. Wir sind erst mit viel Ballbesitz ins Spiel gekommen, haben es aber nicht geschafft, dem Gegner im letzten Drittel auch mal weh zu tun. Wir haben es zu selten geschafft, unsere Aufbauspieler auch mal hinter die erste Kette zu bekommen, um im Mittelfeld mal Überzahl zu schaffen. Das 0:1 war zwar ein Slapstick-Tor, aber man kann es sich eben auch erarbeiten, dass einem mal der Ball vor die Füße fällt. Damit hat sich Herkenrath auch belohnt.“

…den Verlust der Spielkontrolle nach 3:1-Führung

„Nach dem 3:1 hätte ich von meiner Mannschaft erwartet, dass sie erwachsenen Fußball spielt, dass sie den Ball laufen lässt, ihre technischen Fertigkeiten einbringt und dem Gegner nicht noch mal die Chance gibt an etwas zu glauben. Ich habe keine Erklärung dafür, dass wir plötzlich leichte Fehler gemacht und im Zentrum die Bälle verloren haben. Das sind Basisdinge. Wenn wir wissen, dass ein Spieler gerne von außen mit seinem starken Fuß in die Mitte zieht, um abzuschließen, dann müssen unsere Jungs diesen Spieler doppeln. Nach dem Anschlusstreffer zum 3:2 hat man gemerkt, dass die Jungs damit nicht umgehen konnten. Sie haben wieder an das letzte Spiel gegen Bonn gedacht, wo das am Ende noch schief gegangen ist. Sie waren ängstlich, haben leichte Fehler und waren nicht schnell genug in Umschaltsituationen. So kam es, wie es kommen musste und wir kassieren das 3:3. Danach mussten wir froh sein, dass wir das Unentschieden noch über die Zeit gerettet haben.“

…die Lehren aus dem 3:3 gegen Herkenrath

„Die Jungs müssen aus diesem Spiel lernen. Sie sind noch jung, auch so ein Spiel ist Teil ihrer Entwicklung. Sie müssen die Souveränität ausstrahlen, die sie brauchen werden, wenn sie einmal dahin kommen wollen, wo man im Fußball hin will. Wer weiter oben spielen will, muss diese Ruhe und Cleverness finden und erwachsener spielen. Daran werden wir weiter arbeiten.“

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar