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Heidenheim kommt mit dem (statistisch) besten Keeper

Der 1. FC Köln will am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim seinen dritten Heimsieg der Saison einfahren. Mit dem Tabellenachten kommt aber eine Mannschaft ins RheinEnergie-Stadion, die den Kölnern das Leben so schwer wie möglich machen wird. Vor allem an einem Spieler verzweifeln die Gegner des FCH des öfteren. 

Köln – Der Name Kevin Müller wird wohl nur echten Heidenheim-Anhängern oder intensiven Zweitliga-Zuschauern ein wirklicher Begriff sein. Allerdings ist der 27-jährige Torhüter seit der Saison 2016/17 der große Rückhalt im Tor des nächsten Effzeh-Gegners. Am vergangenen Spieltag beim 3:0-Erfolg über den FC Magdeburg sorgte Müller mit acht Paraden für die weiße Weste seines Teams. Zwar blieb der Torhüter gegen den Aufsteiger zum ersten Mal in dieser Spielzeit ohne Gegentor, mit 39 Paraden in dieser Saison hat Müller seine Mannschaft aber so oft wie kein anderer Keeper in der 2. Liga vor einem Gegentreffer bewahren können.

Zwar kann Timo Horn mit zwei zu-Null-Spielen einen besseren Wert aufweisen als Müller, dafür hat der FC Heidenheim in den bisherigen zehn Saisonspielen drei Gegentore weniger kassiert als die Kölner. Nur fünf Mannschaften sind in dieser Statistik besser als die Mannschaft aus dem Osten Baden-Württembergs. Dafür haben bislang nur drei Teams mehr Tore kassiert als der Tabellenführer aus Köln.

Müller mit Terodde in Elf der Hinrunde

Im Jahr 2015 wechselte Kevin Müller von den Amateuren des VfB Stuttgart nach Heidenheim. Den Durchbruch beim Zweitligisten schaffte der Torhüter allerdings erst eine Saison später. Damals hielt Müller in 34 Spielen seinen Kasten 14 Mal sauber und trug mit einer starken Saisonleistung entscheidend dazu bei, dass die Heidenheimer die Saison 2016/17 mit ihrem besten Vereinsergebnis auf dem sechsten Platz abschließen konnten. Damals schaffte es der ehemalige U20-Nationalspieler sogar gemeinsam mit dem heutigen FC-Stürmer Simon Terodde, seiner Zeit noch im Trikot des VfB Stuttgart, in die von transfermarkt.de gestellte „Elf der Hinrunde“.

Heidenheim kommt mit zwei starken Scorern

Doch der Effzeh wird morgen nicht nur seine geballte Offensive-Power auf den Platz bringen müssen, um Kevin Müller im Tor des FCH zu überwinden, auch in der Defensive sind die Geißböcke gewarnt. Mit Robert Glatzel (sieben Tore in neun Spielen) haben die Heidenheimer hinter Simon Terodde den zweitbesten Torjäger in ihren Reihen. Und auch das Heidenheimer Urgestein Marc Schnatterer kommt in dieser Saison mit fünf Toren und drei Vorlagen schon auf acht Scorerpunkte. Damit steht schon vor dem Spiel fest: Eine leichte Aufgabe wartet morgen mit dem FCH nicht auf die seit zwei Spielen sieglosen Kölner.

20 Kommentare
  1. OlliW says:

    Der Druck steigt im Kessel. Und es ist angerichtet.
    Da kommt ein normaler, provinzieller stabiler Zweitligaverein. Nicht mehr, nicht weniger. Aber morgen um 13 Uhr scheint es um alles zu gehen. Heidenheim wird stilisiert als sehr schwer zu bespielen, ist ausgestattet mit zwei mindestens überragenden Offensiv-Spielern, die regelmäßig treffen. Dazu ein schier unüberwindbarer Torhüter, für dessen Überwindung sich unsere schwächelnder Angriff enorm was einfallen lassen muss. Und alle erwarten, dass das ohnehin wieder nichts gibt. Und man wird nahezu psychologisch darauf vorbereitet, dass ein 1:1 angesichts der Misere, in der der FC steckt, als Erfolg angesehen werden muss. Denn – hey – immerhin kommt da Heidenheim! Real Madrid könnte nicht schlimmer sein.

    Das Spiel morgen hat so fast schon die Qualität eines Relegationsspiels. Sollte der FC nicht überzeugend und klar gewinnen, das Stadion ab- und die Fans mitreißen, und zwar 96 Minuten lang, dann wird das empfunden werden wie eine Art sportliches Zugeständnis, sich mit dem Rest der Lebenszeit in der 2. Liga abgefunden zu haben.

    So kommt es mir vor.

    Morgen gibt es drei Punkte. Wie die zustande kommen, ist mir völlig egal. Sollte man auch Heidenheim nicht zuhause schlagen, wird es allerdings langsam bedenklich und die Unruhe, die in den Verein hineingetragen wird, enorm werden.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Sehe ich auch so.
      Zwei kleine Episoden, für diejenigen, die sich nicht damit abfinden können, dass unsere Mannschaft nicht in jedem 2.Liga-Spiel den Gegner locker und flockig an die Wand spielt. Beide Geschichten habe ich vor längerem hier schon einmal erzählt.

      Als Christoph Daum 2008 mit dem FC aus der zweiten Liga wieder in die Bundesliga aufstieg, gab er direkt nach dem letzten Spiel in der Sportschau ein Interview. Er sah völlig fertig aus und sagte sinngemäß, so eine Aufstiegssaison in Liga 2 sei das Stressigste und das Anstrengenst gewesen, was er bisher als Trainer mitgemacht hat.

      Peter Stöger wurde gefragt, was er rückblickend als seinen größen Erfolg beim FC bewertet. Er antwortete: Den Aufstieg 2014 aus der 2. Bundesliga hoch in die Bundesliga.

      Von beiden Trainern hätte man eigentlich andere Aussagen erwartet. Daum hätte irgendetwas von seiner Meisterschaft beim VfB Stuttgart erzählen können und Stöger vom Erreichen der Euro Leaque. Haben sie aber nicht. Für beide war die 2. Bundesliga die größere Herausforderung.

      Das gilt auch für uns Fans! Also: Nerven gehalten!

  2. OlliW says:

    Richtig. Man sollte immer alles richtig einordnen.
    Die Mehrheit der Anhänger ist wohl egal, wer trainiert, Hauptsache wir spielen ganz okay und halbwegs erfolgreich. Die Stimmung kippt allerdings deutlich gegen Anfang und Veh. Man sieht es hier, man sieht es auf Facebook, man hört es in den Sky-Kneipen und auf den Rängen im Stadion. Ich fürchte, selbst bei einem Aufstieg wird es nicht besser. Der Kredit ist aus welchen Gründen auch immer verspielt. Schade. Unnötig. Voreilig und dumm.

  3. Karl Heinz Lenz says:

    „Die Stimmung kippt allerdings deutlich gegen Anfang und Veh.“

    Woran mag das liegen? Am Tabellenplatz unserer Mannschaft kann es nicht liegen. Mehr als Platz 1 geht nicht. Also muss es am Spiel liegen, dass unsere Mannschaft zeigt. Diese Kritik verstehe ich, wenn ich zum Beispiel an die fünf Heimspiele denke: zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen.

    Aber muss deshalb nach 10 Ligaspielen direkt der Kredit schwinden? Eigentlich nicht, finde ich. Kritik ist ja o.k. Nur wenn ich das teilweise exzessive Schimpfen von manchem von uns höre, kommt mir das einfach übertrieben vor.

    Wenn ich die Flöhe richtig husten höre, dann arbeiten ja einige kräftig daran, den amtierenden FC-Vorstand bei der kommenden Wahl aus dem Weg zu räumen. Zu diesem Zweck werden Argumente gesammelt: Der Vorstand ist untätig, inkompetent, autoritär, abgehoben, fanfern, kommerznah, wollen Mündersdorf aufgeben und so weiter und so fort. Armin Veh und Markus Anfang scheinen in dieser Kampagne gegen den Vorstand die Bauernopfer zu sein, denn Armin Veh und Markus Anfang wurden durch den ungeliebten Vorstand zum FC geholt. Also: Wer auf Veh und Anfang einschlägt, der trifft auch und vor allem den Vorstand. Wie es im Sprichwort heißt: „Den Sack schlagen und den Esel meinen!“ Wenn man in dieser Richtung aufmerksam den Geissblog liest, dann fällt einem auf, dass er immer wieder auch in dieser Richtung arbeitet. Ähnlich auch der „Express“. Oder online-Formate wie „effzeh.com“ und andere.

    Zusammen mit der in Teilen ja wirklich berechtigten Kritik am Vorstand und der beschriebenen Wühlarbeit verbreitet sich seit längerem eine Negativ-Stimmung, die mir wirklich Sorgen macht. Nicht unbedingt wegen der Zukunft unserer jetzigen Vorstandsmitglieder. Mehr wegen den Folgen, die das für den ganzen Verein haben kann.

  4. BM says:

    Zum Vorbericht: Wenn man sich mit dem Gegner beschäftigt, sollte man zumindest einigermaßen informiert sein. Die Warnung vor dem Super-Stürmer Glatzel ist unerheblich, er wird mit Sicherheit ausfallen – wie schon in der Vorwoche. Also: Erst Recherche, dann Tippen!
    Oder kalkuliert man beim Geissblog vielleicht mit einer Wunderheilung, wie vor zig Jahren einmal beim FC mit Pierre Littbarski geschehen…

  5. Klio says:

    Zum Teil ist diese Negativ-Stimmung durch überhöhte Erwartungen gefüttert worden – als wäre der Aufstieg wegen der Qualität des Kaders nur ein Spaziergang. Hierzu haben leider auch FC-Verantwortliche beigetragen. In der Euphorie der Saisoneröffnung wurden Sprüche rausgehauen, die man im Interesse der Mannschaft besser gelassen hätte. Hier hat man der Mannschaft nur noch eine zusätzliche Last auf die Schultern gelegt. Der von manchen verbreitete Unsinn, als wäre der FC das Bayern München der 2. Liga, kann nur schaden: Die Qualität der Gegner wird kleingeredet, die Schwere der 2. Liga wird sträflich unterschätzt und eine neu formierte Mannschaft wird vollkommen unnötig unter zusätzlichen Druck gesetzt. Die Erwartung, dass die Mannschaft aufsteigt, reicht vollkommen aus, um ausreichend Druck aufzubauen. Dass es für die Mannschaft zuhause schwerer ist als auswärts, spricht doch Bände.

    Um das Ziel zu erreichen, haben wir 34 Spieltage – und wir sind in einer guten Ausgangsposition. Ich hatte sogar damit gerechnet, dass es zu Beginn noch sehr viel schwerer werden könnte. Wenn die Mannschaft dabei attraktiv spielt, dominant auftritt und souverän gewinnt, ist das gut. Aber der Druck, den Fans zuhause noch etwas Besonderes zu präsentieren, hat eher gehemmt und hat den Ergebnissen nicht gut getan. Die Ergebnisse sind aber das Wichtigste.

    Wenn dann zusätzlich noch von interessierte Seite versucht wird, schlechte Stimmung gegen Veh und Anfang zu machen, um dem Präsidium an den Karren zu fahren, dann wird die Gefährdung des Saisonziels Aufstieg als Kollateralschaden in Kauf genommen. Allein die Sachen, die man hier im Forum so lesen kann: von Neururer bis Thomas Doll war hier an Trainervorschlägen der Hobby-Scouts alles dabei. Man kann sich nur an den Kopf fassen, wenn hier jemand glaubt, auf Platz 1 in der Liga stehend, sollte man den Trainer entlassen. So etwas haben noch nicht mal die Bayern mit all der Überheblichkeit in ihrem Umfeld geschafft. Vielleicht wollen ja einige Fans jetzt wieder wett machen, dass sie zu lange noch Vertrauen in Stöger hatten. Auch ich habe seinerzeit noch zu lange vertraut (man konnte sich diesen Absturz einfach nicht vorstellen mit einem Trainer, der über Jahre eher „überperformt“ hat). Mit geschürter Ungeduld machen wir aber nichts gut, was in der letzten Saison schlecht gelaufen ist.

    Einsatz und Wille stimmen (das hat man in einigen Spielen gut sehen können). Zusätzlicher Druck (wie er z.B. in Heimspielen da ist) hemmt momentan nur. Dieselbe Verkrampfung, die uns in der letzten Saison das ein oder andere Mal den Sieg gekostet hat, sollte man nicht wieder in die Mannschaft tragen. Freude am Spiel hilft am ehesten. Wenn ein Kader dieser Klasse mit Willen, Einsatz und Spielfreude agiert, haben wir die besten Chancen aufzusteigen. Ständiges Herumnörgeln ist kontraproduktiv.

  6. Susanne Lex says:

    Mit Anfang wird das nichts. Basta!! Der FC spielt ein, gelinde gesagt, Mist fussball, der Herr A kann nicht die Truppe gut einstellen und redet manchmal komische Dinge. Alle die den fussball schönreden wegen der tabellensituation kapieren NICHTS. Ich sage jetzt schon das das morgen wieder NICHTS wird. Fussballerisch gemeint. Wäre echt sehr sehr froh wenn ich mich irren würde.. Habe mir HSV gg Magdeburg gesehen. Oohhh mein Gott, was ist das denn für ein müll. Aber HSV erster….. Oh my God

  7. Max Moor says:

    Genau so isses !!! Hamburg hat wieder gewonnen und Köln verbockt es Morgen bestimmt wieder .. und wenn sie dann mal einen mittelmäßigen Club bezwingen dann gabs danach wieder Niederlagen das wäre ja Schalke und der HSV .. und Montagsspiel holt Köln nie was das kennen wir schon . Anfang ist der falsche Trainer beim FC !!!

  8. Max Moor says:

    was nützt ein Sieg Morgen knapp und mit Glück wenn se dann wieder 5 Spiele schlecht spielen .. ich bin echt gespannt wie die Morgen diese 94min Spielen . Alles andere als ein Sieg zu Hause wäre eine Blamage da mit Duisburg und Kiel schon 2 untere Mannschaften in die Hose gingen .. und gegen die stärkeren geht dann erst recht nix :(

  9. OlliW says:

    Na das ist ja eine prima Einstellung! Erstens gewinnen wir morgen nicht und zweitens wäre es eh egal, weil wir danach nur noch verlieren. Gegen die Starken! So wie gegen Pauli und Bochum und Bielefeld, gegen die ja auch nix ging! …Mann Mann Mann….was hat man euch nur angetan?! Wie fühlt sich das an, aus Prinzip und grundsätzlich alles negativ zu sehen?!

    Ja ja ja, der große, nahezu unschlagbare HSV gewinnt tatsächlich auswärts beim Auftsteiger mit einem Törchen, aber mit Glanz und Gloria?! Er steht bis morgen ca. 15 Uhr auf Platz 1. Wow. Verneigt euch in Ehrfurcht, ihr FC Basher!

    • Max Moor says:

      sehen nicht Alles negativ das ist nur die Realität . noch ist Köln in der Tabelle oben aber nimmt man die letzten 2 Spiele als Maßstab und diese 180 Minuten Fussball was da zu sehen war dann gehen eher die Lichter aus statt an !!! Ich hoffe natürlich das Köln Morgen gewinnt aber man darf nach diesen Spiel dann nicht wieder gleich Alles schön und toll sehen wenns danach dann wieder für paar Spiele nicht läuft . Bitte erst richtig lesen !

  10. NICK says:

    Ich frage mich immer noch, kann jemand der in Sachen Effzeh immer nur von „Köln“ spricht, tatsächlich FC-Fan sein??? Auch die Satzbildung hört sich eher nach jemanden an, der in einem Callcenter in Indien sitzt…üverall jit et Fans…

  11. mal im Ernst says:

    Ihr müsst alle super Arbeitgeber haben. Bekommt jeden Monat das gleiche Gehalt ob ihr da seit oder nicht. Leistung egal. Nun, ich muss von der Kohle die ich verdiene einen 5 Personehaushalt ernähren und schauen das etwas übrig bleibt um zum FC zu fahren. Da ist mir die Leistung die da abgeliefert wird nicht egal.

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