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Verfolger machen Druck: Köln rutscht auf Platz drei ab

Für den 1. FC Köln und den Hamburger SV gibt es in dieser Saison nur ein Ziel: Den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Bislang ließen die beiden Schwergewichte daran kaum einen Zweifel aufkommen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Das haben der FC St. Pauli und Union Berlin am Montagabend eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Köln – Leichter Regen, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt: Tristes Wetter am Geissbockheim. Dort bereitet sich der FC akribisch auf das anstehende Topspiel am den FC St. Pauli vor. Am Freitagabend empfängt die Mannschaft von Trainer Markus Anfang die Kiez-Kicker. Die Hamburger haben sich im Verfolger-Duell gegen Union Berlin in letzter Sekunde durchgesetzt und stehen zusammen mit dem HSV in der Tabelle aktuell vor dem 1. FC Köln. Jetzt müssen die beiden Top-Teams liefern.

Die Konkurrenz macht Druck

Schon die verdiente Niederlage bei Union Berlin hat dem FC eines ganz deutlich gemacht: Das Aufstiegsrennen ist noch lange nicht entschieden. Auch der Hamburger SV musste nach dem 0:2 bei Arminia Bielefeld Federn lassen. Neben den beiden Bundesliga-Absteigern mischen auch Union Berlin und der FC St. Pauli kräftig im Kampf um die begehrten Aufstiegsplätze mit. Durch den Last-Minute-Sieg der Hamburger im direkten Duell mit den Eisernen hat sich Pauli sogar an Domstädtern vorbei geschoben – zumindest bis Freitag.

Die Kölner haben durch das abgesagte Aue-Spiel zwar eine Partie weniger absolviert, dennoch hat der Druck der anderen Klubs spürbar zugenommen. Denn neben Pauli und Union sind auch Holstein Kiel und der 1. FC Heidenheim aktuell nur drei Punkte vom FC entfernt. Nach zwei Pleiten zum Start in die Rückrunde hat sich der Druck auf die Kölner vor dem Spiel gegen St. Pauli nun noch einmal deutlich erhöht.

Kölner Heimsieg kann für Ruhe sorgen

Bei einer erneuten Niederlage wäre Platz zwei für den FC nicht nur außer Reichweite. Sogar der Absturz auf Rang sechs wäre möglich. Andererseits könnte das Anfang-Team mit einem Dreier gegen den direkten Konkurrenten und einem Sieg im Nachholspiel gegen Aue (Termin noch offen) der Konkurrenz wieder etwas davon ziehen – und somit wieder für etwas mehr Ruhe am Geissbockheim sorgen. Das Spiel am Freitagabend ist für den FC also von enormer Bedeutung.

15 Kommentare
  1. Ottla says:

    Die Tatsache, dass der FC keine stabile und sichere Grundspielweise besitzt, auf die er sich zurückziehen kann und aus der heraus er dann schon irgendwie 1-2 Tore macht, das/die zum Sieg reicht/en, muss Anlass zur Sorge für dieses Spiel geben. Als gegnerischer Trainer wüsste ich schon genau, wie ich meine Spieler gegen den FC einstelle, denn das, was vom FC kommen wird, ist ja immer das Gleiche. Da kann sich der FCSP drauf verlassen. Aber wie wäre es denn mal mit 4er-Kette und Doppel 6 ? – um auch mal dem FCSP das Spiel zu überlassen und dann den Platz bei Ballgewinn für einen schnellen Gegenstoß zu nutzen ? Wie wäre es denn mal mit etwas Überraschung und Unberechenbarkeit ?!? – können wir das nicht ? – nein, wir haben die Arroganz zu sagen, wir spielen immer UNSER Spiel – das setzt sich schon durch – tut es aber nicht. Es ist von Tagesformen der Offensiv-Spieler abhängig. Es hat kein stabiles Gerüst.

  2. Susanne Lex says:

    Dafür ist der Trainer verantwortlich. Er ist ueberfordert! Das gezappel an der Linie ist so dumm und zeugt von Unsicherheit. Ich glaube das wir mit dem Trainer, wenn überhaupt, nur die Relegation mit Glück erreichen. Und die laufleistung der Mannschaft ist ein Zeichen von fehlender Fitness. Fast 6 bis 10km weniger ist so, als würde man mit nur 10 Mann spielen.

  3. Anti Raute says:

    Doppel 6 bei den ganzen Ausfällen, guter Witz. Warum sollten wir uns denn vor einem Gegner in die Hose machen und alles verändern, was eigentlich gut funktioniert, wenn man seine Torchancen nutzt? Wir haben doch genügend Torchancen in jedem Spiel, aber die muss man eben verwerten, egal in welchem System. Die Systemfrage würde sich stellen, wenn man gar keine Chancen rausspielen würde. Unser Problem Nummer 1 ist die mangelnde Chancenverwertung, wenn diese stimmen würde, dann würde die Qualität der Spieler den Unterschied ausmachen und wir würden die Spiele auch gewinnen.

    Gegen Bochum hat uns der Schiri einen Strich durch die Rechnung gemacht dazu unsere mangelnde Chancenverwertung. In Berlin hatte man auch reichlich Chancen zum 1:1 zu kommen, aber man hat klare Torchancen nicht genutzt, Union hat aus wenig viel gemacht. Gestern beim Pauli Spiel war es anders herum, Pauli durfte das Spiel doch nie gewinnen bei den ganzen Chancen von Union und dieser Elfer in der Nachspielzeit war doch auch ein Witz, 2 geschenkte Punkte für St. Pauli.

    Nochmal: ruhig bleiben, wir können uns nur selber schlagen, in dem es jetzt unruhig wird. Die Presse versucht nun Druck aufzubauen, lasst sie schreiben, es kann alles passieren, aber wahrscheinlicher ist ein FC Heimsieg am Freitag. Wir haben gegen St. Pauli schon mit viel schlechteren Mannschaften gewonnen, die liegen uns. Ich glaube fest an einen (deutlichen) FC Sieg am Freitag. Unser Trainer wird die Mannschaft schon richtig einstellen und Jonas ist auch wieder mit an Bord. Das wird ein wichtiger Faktor sein.

    Es ist nicht alles schlecht, weil wir 2 Spiele verloren haben und 1 Spiel abgesagt worden ist. Dass man in der Tabelle damit etwas zurückfällt, ist normal. Solange wir den Aufstieg in der eigenen Hand haben, ist alles OK.

    • Susanne Lex says:

      47 Tore geschossen. Schlechte Chancenverwertung? 20 mehr als der HSV 13 mehr als Pauli usw. Erfolge werden mit einer starken Abwehr gewonnen. Hinten stimmt es nicht. Das Abwehrverhalten in Berlin war kreisliga!! Guck mal genau hin, das war echt krass. Stellungsspiel?? Da ist eine riesen Baustelle. Mal sehen ob es der Trainer schafft das zu ändern. Hoffen wir mal. Und dann kommt der Meier Freitag… Wird interessant…

    • Ankerdensin says:

      Widerspruch.
      Unser Problem ist nicht die Chancenverwertung sondern das Abwehrverhalten.
      Pauli 3, P‘born 5, Duisburg 2, Bochum 3, Berlin 2 …
      Ist nicht das Abwehrverhalten einer Spitzenmannschaft. Und es muss auch mal 1 Tor zum Sieg reichen. Und in Berlin hätte ein Spiel ohne die Katastrophenfehler
      wenigstens zu einem 0:0 gereicht.
      Ich kann nicht sagen was es ist, aber wir bekommen zu viele Tore. Befürchtung: alles muss offensiv denken und spielen. Und das fordert vielleicht überfordert es auch.

  4. FC-Freund says:

    Man kann es drehen und wenden wie man will, am Freitag stellt sich (mal wieder) die Charakterfrage!! Es gibt keine Ausreden, wir sind stark und qualitativ gut besetzt! Die Fans sind die besten in Deutschland! Das sollte für diese 2. Liga eigentlich locker reichen um aufzusteigen. Bin mal gespannt!

  5. Gerd Mrosk says:

    Was ist denn los Susanne? Bist doch sonst eher optimistisch?Ich verweise noch mal blank auf den Punkteschnitt vom FC,ich verweise erstmal völlig auf ne blanke Statistik das man mit 63,64 Punkten immer aufsteigt Wird sich definitiv dieses Jahr nicht ändern,erst recht wenn mehrere mitmischen wie derzeit Pauli,Kiel oder Heidenheim Respekt allerdings besonders was Kiel leistet Anti Raute hat wieder in den wesentlichen Punkten Recht Es ist die Einstellung wichtig,die Chancenverwertung und die Souveränität mit Misserfolg umgehen zu können wie im Oktober Systeme sind der grösste Bullshit,weil sie sich im Spiel zig Mal ändern je nach Spielverlauf und Ergebnis Der FC braucht schlapp gerechnet 8 Siege für den Aufstieg,also sorry,was soll ich mir da,wo ich eh immer aus Überzeugung Optimist bin Sorgen machen Ich bin froh oft,das der FC so spielt,hopp oder topp wie in Pauli oder gegen Paderborn Unentschieden sind tödlich wenn man aufsteigen will Wird Berlin vllt schmerzlich erfahren Bin da auch bei Anti Raute Das Spiel durfte eigentlich nur einer gewinnen und das sicher nicht Pauli Hätte mich natürlich diebisch über das zwischenzeitliche Remis gefreut

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