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„Wir müssen 10:3 gewinnen“: Lob für Risse, Schmitz und Bader

Der 1. FC Köln hat am Donnerstag einen letzten Trainingsreiz vor zwei freien Tagen gesetzt, ehe es am Sonntag nach einer Einheit am Geißbockheim zur Mitgliederversammlung gehen wird. Trainer Achim Beierlorzer zeigte sich nach dem Testspiel beim PSV Eindhoven (0:1) zufrieden mit dem Auftritt der zweiten Reihe.

Köln – Gesehen haben den Test beim PSV Eindhoven nur die Spieler und Verantwortlichen der beiden Klubs. Insofern, das wusste auch Achim Beierlorzer am Donnerstag, blieb es dem Trainer überlassen, den Verlauf des Spiels am Tag danach noch einmal zu schildern. Weder waren Medienvertreter oder Zuschauer zugelassen, noch wurde das Spiel von einem der Klubs per Stream übertragen.

So schlüpfte Beierlorzer in die Rolle des Nachberichterstatters. „Es war ein seltsamer Test“, sagte der 51-Jährige am Tag nach dem 0:1. „Wenn man die Großchancen aufrechnet, müssen wir eigentlich 10:3 gewinnen. Auch Mark van Bommel (PSV-Trainer, Anm. d. Red.) hat gesagt, dass es seltsam war.“ Beierlorzer und van Bommel hatten eine klar überlegene Kölner Mannschaft gesehen mit vielen Ballgewinnen im Mittelfeld, vielen Flankenläufen über beide Seiten und mit einer Fülle an vergebenen Torchancen. „Wir waren drei, vier Mal alleine vor dem Tor“, berichtete Beierlorzer. „Lasse Sobiech hatte eine riesige Kopfballchance. Auch Jan Thielmann muss den Ball aus einem Meter eigentlich nur noch über die Linie drücken.“

Doch es blieb dabei, dass nur Eindhoven eine der wenigen echten Torchancen nutzte. Aus einem Konter heraus konnte PSV schließlich den einzigen Treffer des Tages erzielen. Doch Beierlorzer beklagte das Ergebnis nicht. „Am Ende brauchen wir Zählbares, ja, aber es wäre fataler, wenn wir keine Torchancen gehabt hätten.“ Gegen ein personell gut aufgestellten Gegner hatte der FC-Coach mehrheitlich die zweite Garde eingesetzt, im Mittelfeld neben dem zuletzt verletzten Marcel Risse rechts und dem eigentlich gesetzten Dominick Drexler links im Zentrum die beiden Reservisten Vincent Koziello und Niklas Hauptmann gebracht. Im Sturm sollte Simon Terodde sich Selbstvertrauen holen, was nicht gelang. Neben ihm stürmte zunächst Kingsley Schindler, später Thielmann.

Besonders das Flügelspiel hatte Beierlorzer an diesem Tag aber gefallen, vor allem, weil die beiden Ersatz-Außenverteidiger Benno Schmitz rechts und Matthias Bader links ihren Job gut machten. „Beide haben einen Angriff nach dem nächsten angeschoben und ihre Seiten zubekommen. Das hat mich gefreut“, sagte Beierlorzer und lobte auch Marcel Risse, der Mitte August nach einer Muskelverletzung wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt war, aber zunächst keine Chance im Konkurrenzkampf hatte. „Für Cello war der Test auf diesem Niveau enorm wichtig. Er hat eine tolle Vorbereitung gespielt und sich dann verletzt. Jetzt konnte er wichtige Spielpraxis sammeln.“ Mit Schmitz hatte Risse laut Beierlorzer eine aktive und starke rechte Seite gebildet, Bader auf links ebenso im Zusammenspiel mit Drexler.

Nach dem Sieg in Freiburg werden jedoch die meisten Ersatzspieler zunächst weiter auf ihre Chance warten müssen. Gegen Borussia Mönchengladbach dürfte Beierlorzer zum größten Teil auf die erfolgreiche Elf vom 2:1-Auswärtssieg beim SC zurückgreifen. Einzig Jhon Cordoba, zuletzt verletzt, dürfte zurückkehren. Der Kolumbianer fehlte in Eindhoven noch, wird aber nächste Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren.

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