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Wolf: „Da vergisst man, dass man FC-Präsident ist“

Der neue Vorstand des 1. FC Köln hat am Samstag seinen ersten Spieltag im Amt absolviert. Werner Wolf, Jürgen Sieger und Eckhard Sauren sahen nicht nur das Derby gegen Borussia Mönchengladbach, sondern mussten auch andere Aufgaben wahrnehmen. Derweil waren auch ihre Vorgänger Toni Schumacher und Markus Ritterbach im Stadion.

Köln – Sie kamen vor dem Spiel auf der Westtribüne zusammen. Eckhard Sauren und Markus Ritterbach, Alexander Wehrle und Armin Veh, später auch Werner Wolf, der neben dem neuen Vorstands-Berater Erich Rutemöller das Spiel verfolgte. Toni Schumacher ließ sich ebenfalls blicken. So verfolgte der alte und der neue Vorstand von der Loge aus die 0:1-Niederlage der Geissböcke gegen Mönchengladbach.

Für Wolf und sein Vorstandsteam eine neue Erfahrung, denn erstmals sahen sie ein FC-Spiel in ihrer neuen Rolle als FC-Bosse. „Während des Spiels war es wie immer als Fan. Man fiebert mit, diskutiert, regt sich auf. Da vergisst man, dass man Präsident ist“, sagte Wolf dem GEISSBLOG.KOELN. „Jetzt ist ein Spieltag aber auch arbeitsreich. Das hat sich verändert, aber wir wussten, was uns erwarten würde.“ Neben vielen Gratulanten zur Wahl standen diverse Gespräche mit Sponsoren vor dem Spiel, in der Halbzeitpause und vor allem nach der Partie an. Wolf erfüllte die Medienanfrage von Sky, darüber hinaus führte der Vorstand diverse Gespräche im Logen-Bereich.

Das weitere Prozedere ist besprochen

Es war das Ende einer arbeitsreichen ersten Woche als FC-Vorstand. Nach der Wahl am vergangenen Sonntag hatte es drei Treffen mit der Geschäftsführung gegeben und ein großes Mitarbeitertreffen am Dienstag am Geißbockheim. Am Ende der Woche stand Wolfs öffentliche Aussage, erstmals als FC-Präsident, dass man mit Armin Veh weitermachen und verlängern wolle. „Wir haben nie etwas anderes gesagt“, sagte Wolf, wissend, dass es jedoch einen Unterschied machte, dass er den Wunsch nach einem neuen Vertrag für den Sportchef am Samstag bei Sky erstmals in der Rolle als FC-Präsident getätigt hatte. „Das weitere Prozedere ist besprochen“, sagte Wolf am Tag danach im GBK-Gespräch und bezog sich damit auf die Abmachung, bis Weihnachten zu einer Entscheidung zu kommen.

Diese Entscheidung liegt nun freilich eher bei Veh als beim Vorstand. Wolf, Sieger und Sauren haben ihren Willen bekräftigt, mit dem 58-Jährigen weiterzumachen. Jetzt liegt es an Veh zu entscheiden, ob er sich eine Verlängerung über Juni 2020 vorstellen kann. Der Sportchef hatte ebenfalls bereits erklärt, dass es gute erste Gespräche gewesen seien, man aber abwarten wolle, ob die Chemie zwischen Geschäftsführung und Vorstand auch tatsächlich stimmen würde. Doch der erste Austausch, den Eindruck vermittelten beiden Seiten, war offenbar konstruktiv und positiv verlaufen.

Nächste Stadion: die Bayern mit Uli Hoeneß

Nur der sportliche Abschluss dieser ersten Woche fiel negativ aus. Das 0:1 war eine Enttäuschung für alle Kölner, auch für die Verantwortlichen. Während Achim Beierlorzer und die FC-Profis nun eine Woche Zeit haben, sich auf die nächste Partie beim FC Bayern München vorzubereiten, wird der Vorstand die nächsten Themen angehen. Laut Wolf steht vor allem im Fokus, mit den Mitarbeitern einen engen Austausch zu pflegen, um Vertrauen am Geißbockheim für die Veränderung in der Führungsetage zu schaffen. Kontinuität in der Geschäftsführung soll da nur ein wesentlicher Bestandteil sein. Die erste Auswärtsreise des neuen Vorstands steht dann zum Auftakt des Oktoberfests nach München an. Wolf, Sieger und Sauren werden beim FC Bayern München um den scheidenden Uli Hoeneß erwartet.

3 Kommentare
  1. major says:

    Eine Story ohne jeden Inhalt. Doch – etwas fehlte.

    „Neben vielen Gratulanten zur Wahl standen diverse Gespräche mit Sponsoren vor dem Spiel, in der Halbzeitpause und vor allem nach der Partie an. Wolf erfüllte die Medienanfrage von Sky, darüber hinaus führte der Vorstand diverse Gespräche im Logen-Bereich.“

    Kein Wort Eures Herrn Präsidenten zu den Verletzten. Kein Bedauern, kein Mitgefühl, keine Sorge. Man nimmt Gratulationen an, und führt „diverse Gespräche in den Logen“ während unten Ordner und Presse durchs Stadion torkeln.

    Ein Grüßonkel ohne jedes Gespür und offenbar auch ohne Gewissen.

  2. Gerd Mrosk says:

    Ok,mit „an die grosse Glocke hängen“ in einem anderen Artikel hier meinte ich natürlich die Hilfe an sich.Die sollte tatsächlich selbstverständlich sein.Da kann (darf nicht) einer mal auf dem Schlauch stehen,aber da wir ja nicht führungslos sind,muss der andere ihm ad hoc auf die Sprünge helfen.Eine kurze Presseerklärung wäre wünschenswert,da sich mittlerweile noch mehr Leute melden,die verletzt wurden.Ein Ende ist da eher auch noch nicht in Sicht.

  3. Franz-Josef Pesch says:

    Das es soweit gekommen ist und auch schon war ist der „Wischi/ Waschi-Fan Politik“ des Vereins zu verdanken. Hier wurden keine radikalen Schritte unternommen um diese Personen draußen zu lassen. Mit immer wieder neuen Kompromissen kommt man leider nicht weiter. Jeder weiß das diesen Personen Fussball nicht interessiert, sie sind nur auf Krawall aus. Das müsste mittlerweile auch beim FC angekommen sein. Warum funktioniert das in vielen anderen Vereinen recht gut, beim FC nicht !! Hier sind
    Fan-Beauftragte und Vorstand gefordert.

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