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Verlängerung bei Klassenerhalt oder Abschied im Sommer?


Beim 1. FC Köln setzen sie alles auf die Karte Klassenerhalt. Dass die Chancen inzwischen gut stehen, ist den herausragenden letzten Wochen geschuldet. Einen großen Anteil daran hat Jhon Cordoba. Für Sportchef Horst Heldt ist der Kolumbianer gleich doppelt wichtig in den Planungen für die FC-Zukunft. Erst soll der Stürmer den FC zum Bundesliga-Verbleib schießen, dann soll er in Köln verlängern.

Köln – Jhon Cordoba und Noah Katterbach sind nach der Vertragsverlängerung von Jan Thielmann die zwei brennendsten Personalien am Geißbockheim. Der Stürmer und das Linksverteidiger-Talent besitzen beide nur noch Verträge bis 2021. Der 1. FC Köln will mit beiden Spielern verlängern, die Gespräche laufen. Doch die Liga-Zugehörigkeit ist dabei ein wichtiger Faktor. Noch können die Geissböcke den Spielern nicht garantieren, dass sie in der nächsten Saison weiter in der Bundesliga spielen werden.

Während bei Katterbach selbst im Abstiegsfalle denkbar wäre, dass das Talent mit in die Zweite Liga gehen würde, erscheint dies bei Cordoba als ausgeschlossen. Und so warten die Spieler und Berater offenbar noch ab, welchen Weg der FC in den nächsten Wochen in der Liga gehen wird. Die Tendenz ist positiv, und so hoffen alle Beteiligten, dass sich diese fortsetzt. Allen voran Horst Heldt. „Natürlich laufen die Gespräche schon länger, denn es gibt ja einen Kader über die Saison hinaus zu planen“, sagte der Sportchef am Mittwoch. „Es ist nur nicht immer damit verbunden, dass diese Gespräche auch öffentlich werden.“ Bei beiden Spielern laufen die Gespräche bereits seit der Zeit vor Heldt. Der neue Geschäftsführer hat an die Arbeit seines Vorgängers Armin Veh angeknüpft.

Dann würde Jhon Gefallen daran finden, weiter hier zu spielen

Doch Heldt wird sich womöglich in den kommenden Wochen noch mit Vertragsabschlüssen gedulden müssen. Erst der Klassenerhalt, dann die möglichen Unterschriften, so deutet es sich an. Im Mittelpunkt dabei: Jhon Cordoba und seine Tore. „Jhon macht das gerade herausragend gut, das war auch schon im alten Jahr erkennbar. Es ist kein Zufall, dass er das jetzt in Tore ummünzt“, freute sich Heldt und hofft, dass der Stürmer zu einem der entscheidenden Faktoren im Kampf um den Klassenerhalt werden wird – mit schneeballartigen Effekten. „Dadurch, dass er jetzt eine so gute Leistung bringt, hilft er uns bei unserem Ziel die Klasse zu halten. Wenn er einen wesentlichen Teil dazu beitragen würde, würde das wiederum bedeuten, dass er Gefallen daran findet, weiter hier Fußball zu spielen“, sagte Heldt.

Zwar hätte Cordoba auch im Abstiegsfall für 2020/21 noch einmal einen gültigen Zweitliga-Vertrag, doch dürfte der Stürmer wohl kaum zu halten sein. Im Falle des Klassenerhalts hofft Heldt aber auf einen Abschluss. „Die Vertragsinhalte ließen sich dann besser umsetzen“, sagte der Sportchef, machte aber auch keinen Hehl daraus, dass selbst im Falle des Klassenerhalts ein Verbleib des Stürmers nicht gesichert wäre. „Sollte es zu der Situation kommen, dass wir keine gemeinsame Lösung finden, hätten wir einen Spieler, der eine sehr gute Leistung in der Saison gebracht hat und den wir dann entsprechend auf dem Markt platzieren könnten.“ Heißt im Klartext: viele Cordoba-Tore erhöhen die Chance auf den Klassenerhalt, schrauben aber auch seine Ablösesumme für den Fall in Höhe, dass der Stürmer den FC trotz Bundesliga-Verbleibs verlassen würde. „Ich sehe da nur Vorteile für den 1. FC Köln“, sagte Heldt offen. Auch, weil der FC es sich nicht leisten könnte, Cordoba ein Jahr später ablösefrei ziehen zu lassen. Doch die liebste Variante wäre den Geissböcken ohnehin eine Feier für den Klassenerhalt, auf der die Verlängerung mit Cordoba verkündet werden könnte.

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