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Wirtz‘ Wechsel zu Bayer ist auch das Erbe von Armin Veh

Florian Wirtz wechselt vom 1. FC Köln zu Bayer 04 Leverkusen. Der Effzeh bestätigte am Montagnachmittag auf GBK-Nachfrage den ablösefreien Transfer des 16-Jährigen zum rheinischen Rivalen. Dass der Kapitän der U17 den FC im Sommer verlässt, war keine kurzfristige Entscheidung des Talents. Wirtz und seine Familie hatten sich rund anderthalb Jahre lang Gedanken gemacht, wo der Spieler die größten Chancen auf eine Profikarriere haben würde. Diese Chance sahen sie beim FC lange nicht. Als es soweit war, war es zu spät.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Beim 1. FC Köln muss man zwingend zwischen der sportlichen Führung der Profi-Abteilung und der sportlichen Führung des Nachwuchsleistungszentrums unterscheiden. Diese Trennung ist für die Causa Wirtz essentiell. Denn bekanntlich wurde die Profi-Abteilung von Dezember 2017 bis November 2019 von Armin Veh geleitet. Es war diese Zeit, in der Florian Wirtz entschied, den 1. FC Köln zu verlassen.

Wir erinnern uns: Einen Großteil seiner Amtszeit hatte der ehemalige Sportchef Veh den Nachwuchs der Geissböcke links liegen gelassen. Die Zweitliga-Saison plante er ohne Talente, Kaderplätze für den Nachwuchs wurden durch externe Neuzugänge verbaut. Vehs Ansage lautete damals, es zähle nur das kurzfristige Ziel der Rückkehr in die Bundesliga. Zwar redete der einstige Erfolgstrainer gerne davon, man müsse den FC perspektivisch Bundesliga-tauglich aufstellen. Er selbst schien sich darin aber keine Rolle zuzuteilen. Sein Abgang sprach für sich.

Vehs Fernbleiben vom U17-Finale als fatales Signal

Veh überließ also den Kölner Nachwuchs seit seinem Amtsantritt im Dezember 2017 anderthalb Jahre sich selbst. Die NLZ-Bosse Matthias Heidrich und Carsten Schiel machten das Beste daraus, formten die U19 und die U17 zu Top-Mannschaften in ganz Deutschland. Unterstützung aus der Chefetage bekamen sie aber nicht. Der Tiefpunkt: Als die U17 im vergangenen Juni im Finale um die Deutsche Meisterschaft in Dortmund auf den BVB traf, war dies für den 1. FC Köln zwar ein Riesenereignis. Für Armin Veh aber offenbar nicht. Der Sportchef hielt es nicht für nötig, zum Finale zu kommen. Es war dieses fatale Signal, das den größten FC-Talenten mit ihren Familien und Beratern verdeutlichte, welchen Stellenwert die nächste FC-Generation in den Planungen des Sportchefs Armin Veh einnahm.

Erst als der Meistertitel feststand, schien die sportliche Führung der Profis aufzuwachen. Der Wandel dürfte nicht von ungefähr gekommen sein. Erstens redete die Kölner Öffentlichkeit mehr denn je über den erfolgreichen Nachwuchs des FC. Und zweitens hatten die Geissböcke deutschlandweiten Ruhm erlangt. Die sportliche Leitung konnte sich also jetzt einen Erfolg auf die Fahne schreiben, auch wenn man selbst herzlich wenig dazu beigetragen hatte. Da war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen. Eine Zweitliga-Saison ohne ein einziges Talent bei den Profis, dazu Vehs Abwesenheit in Dortmund – schon im Sommer 2019 verließen mit Can Bozdogan und Dominik Becker zwei hoch gehandelte Talente die Geissböcke.

Veh hatte Glaubwürdigkeit verspielt

Bei Florian Wirtz hatte der FC gehofft, dessen Abschied verhindern zu können. Auch Veh hatte begonnen sich für einen Verbleib des U17-Kapitäns einzusetzen. Doch welche Glaubwürdigkeit in Sachen Durchlässigkeit zu den Profis konnte der damalige Sportchef noch an den Tag legen? Noah Katterbach hatte es aufgrund seiner Qualitäten von ganz alleine geschafft. Ismail Jakobs sollte Ende Mai eigentlich noch an Paderborn verkauft werden, ehe Achim Beierlorzer in einer seiner ersten Amtshandlungen in letzter Sekunde sein Veto einlegte. Salih Özcan hingegen wurde von Veh fortgeschickt, obwohl Beierlorzer ihn behalten wollte. Ernsthafte Talentförderung sah auch im Sommer noch anders aus.

Florian Wirtz und seine Familie dürften sich dies gemerkt haben. Und als Mitte November mit dem neuen Sportchef Horst Heldt, mit dem neuen Trainer Markus Gisdol, mit der Förderung von Katterbach und Jakobs sowie der Beförderung von Jan Thielmann im Dezember richtig Zug in die Talentschmiede am Geißbockheim kam, war es zu spät. Selbst ein Treffen vor Weihnachten mit Präsident Werner Wolf konnte den Spieler nicht mehr von seinem Entschluss abbringen. Angeblich hatte Wirtz da Bayer Leverkusen die Zusage längst gegeben. So ruhen die Hoffnungen der Kölner nun darauf, dass die anderen großen Talente erkennen, dass es unter dem neuen Sportchef Horst Heldt anders laufen soll – wenn auch ohne Florian Wirtz.

33 Kommentare
    • Norbert Neuheisel says:

      Aber: Man muß heutzutage auch gewisse Standards bieten, was Trainingsgelände, physiotherapeutische Anlagen und sanitäre Einrichtungen betrifft. So umweltbewußt die heutige Jugend auch sein mag – darauf möchte sie nicht verzichten.

    • Geissbockfernglas says:

      Und wer hat damals Veh durchgesetzt und zugeschaut, als der erst den Trainer Ruthenbeck demontierte und dann Anfang?

      Wer hat zugeschaut, als Veh Klünter als angeblich technisch zu schwach vom Hof jagte und dann einen nicht besseren, aber langsameren Schmitz für fast das gleiche Geld aus Leipzig holte?

      Wer schaute bei all den Veh-Einkäufen zu, obwohl die nicht zusammen passten?

      Wer war dicht an Schmattke dran und hat von all dem Versagen angeblich nichts gemerkt?

      Wer hat sich jetzt wieder einen Vertrauten geholt und wird den genauso einfach machen lassen und lässt gleichzeitig solche Talente laufen?

      Richtig, der völlig überhöhte Herr Wehrle. Für Finanzen sicherlich ok – aber er muss dringend in seinen viel zu weit gehenden Kompetenzen beschnitten werden. Leider ist dieser Vorstand auch schon wieder auf einem anderen Weg. (Übrigens, nur noch mal zur Erinnerung: Wo war die angebliche sportliche Kompetenz von Schumacher bei alledem?)

      Alles, was in den letzten Monaten hier wieder geschah, ist Kapitalvernichtung der besonderen Art! Und da hat Wehrle zumindest zugeschaut. Auch er hätte sich im übrigen viel früher mal aktiv um Wirtz bemühen müssen. Daran ändern auch die zuletzt eingesetzten jungen Spieler nichts und wir können nur hoffen, dass Katterbach gehalten wird.

      Am Ende fehlt nur noch, dass wir in einem Relegationsspiel gegen den VFB ein Gegentor durch Churlinov (angeblich ja charakterlich nicht geeignet – sagt man in Köln ja meistens wenn gute Nachwuchsspieler gehen) bekommen.

    • Stephan Kuhl says:

      Es ist eine Schande, dass man den Jungen hat gehen lassen.
      Veh hat immer über allem gestanden und anscheinend den Überblick verloren, in was für einem tollen Verein er arbeitet. Anstatt, überall seinen Senf dazu zu geben, hätte er sich besser mit der Base beschäftigt und bei 3 Meistertitel der Jugend mal dort ein förderliches Konzept hingelegt, wie man die Jungs hält. Mit etwas Interesse für die Jugend hätte man bestimmt den Jungs hier halten können. Die Arroganz der 80 hat der FC teilweise, trotz 6 Abstiegen nie ganz abgelegt. Wir sind nicht mehr der grosse FC, sondern eine Fahrstuhlmannschaft, das ist die Realität. Da muss man schon mal was tun um junge Leute vom Bleiben zu überzeugen. Veh war doch schon Monate mim Kopp woanders, schnell fott he bevor mein Name leidet. Er hat einigen Mist eingekauft, aber auch 2 Gute Bornouw und Skhiri, das wars,den Karren ziehen die Jungs jetzt aus dem Dreck, 3 Spitzenjungs von unten und da ist noch mehr Potenzial, jetzt sollte Heldt schnell gucken die zu halten, die jetzt so auftrumpfen und auch die Jugendabteilung zu einem guten Standort zu gestalten, wie leider in Leverkusen oder Hoffenheim, wir haben früher immer mit Talenten aus der Umgebung gearbeitet und das war ein guter Weg und erfolgreich. Ich hoffe der FC geht seinen Weg jetzt so weiter. Herr Gisdol Respekt hätte ich nicht gedacht, aber anscheinend sind sie ein guter Trainer. Come on FC wir gehören in diese Liga, dann fightet weiter so dafür.

  1. Helmut Klöckner says:

    Unglaublich, was dieser Armin Veh in Köln angerichtet hat.
    Den hätten wir besser nie gesehen.
    Mit einem anderen Sportchef und einem anderen Trainer wäre nach meiner Meinung auch der Abstieg noch verhindert worden.
    Hoffen wir nur, dass Horst Heldt und Markus Gisdol eine glückliche Hand haben und der FC in der 1. Bundesliga verbleibt.

  2. Dieter Müller says:

    Das ALLEINE Veh in die Schuhe zu schieben ist einfach , aber ganz sicher nicht alleine der Grund, die Jungs von Bayer und FC kennen sich doch alle genau und tauschen sich aus, und man vergleicht ganz sicher. Außerdem die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen, vom Trainingsplatz, Trainer, Gehaltsstrukturen bis zur Durchlässigkeit hoch bis zur Champions League, was davon soll für den FC sprechen ? Ganz nüchtern gesehen kann man das gut verstehen ! Die Entscheidung war also bei diesen Argumenten nicht Bayer oder FC, sondern Bayer, Bayern oder Liverpool. Und da war sicher die Schule und das zu hause das entscheidende Argument. Was man beim FC alles an Argumenten hört schlägt einem manchmal den Boden aus, da hört man von FFF , Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Menschenrechte als Argument für den FC, neee, echter Gag nimm ich an, ich hoffe das hat niemand ernst gemeint !

    • willi wagner says:

      Dem kann ich nur zustimmen.es wird noch Zeit brauchen bis unser FC so weit ist wie Lev. und andere Clubs. Es gibt viele Erwartungen, aber auch noch viel zu tun. Dazu müssen alle vom ersten bis zum letzten alles tun was für unseren FC gut und richtig ist. Damit meine ich nicht nur die erste Mannschaft sondern auch unsere Damen sowie den Nachwuchs.

    • Norbert Neuheisel says:

      Der Vorsitzende des Mitgliederrats und einige Kölner Kommunalpolitiker haben das schon ernst gemeint und deshalb ist es auf dem Tisch. Vielleicht wird Fußball demnächst noch als „umweltschädlich“ verboten. Ihr habt am 13. September die (Kommunal-) Wahl.

    • Christ Walker says:

      Für den Effzeh spricht die deutlich bessere Jugendarbeit bzw. das bessere Spielermaterial in der Jugend. Zudem sollte eigentlich auch der Übergang in Köln leichter sein als bei einem CL-Team. Zumindest in der Theorie. Leverkusen hat keine 2. Mannschaft. Wenn die Karriere also stockt, wird es in Leverkusen deutlich schwerer im Profifussball Fuß zu fassen.
      Seit 2016 haben es aus der Leverkusener Jugend Havertz und Handwerker geschafft sich zum Profi in Liga 1 oder 2 zu entwickeln.
      In Köln sind es im Vergleichszeitraum Thielmann (hat ja jetzt nen Profivertrag), Churlinov, Katterbach, Jakobs, Risa, Ananou, Özcan und Quahim.
      Spieler wie Bartels, Goden, Szöke, Ostrak und noch viele mehr mal nicht eingerechnet, die zumindest mal kurz in Liga 2 waren oder in kleineren Ligen so semi viel spielen. Da käme aber noch 1-2 auch auf Seiten von Bayer dazu.

      Die Wahrscheinlichkeit in Leverkusen ganz zu scheitern ist wesentlich höher als in Köln und das sollte in den Verhandlungen ein starkes Argument sein, zumal die Kölner Jugend besser ist. Zumindest wenn man sich die Mühe gibt richtig zu verhandeln, so wie es eben Leverkusen getan hat.

  3. Paul Paul says:

    Man fragt sich, was unser toller sportkompetenter Vorstand eigentlich die ganze Zeit gemacht hat? Frauen NIX, Jugend NIX, den arroganten Gladbacher angestellt, der als erste Amtshandlung des Abstieg für unvermeidbar erklärt hat, damit ca. 50 Millionen Euro Verlust in Kauf genommen hat usw. usw.

    Was bin ich froh, dass der Schumacher endlich weg ist!

    Menger raus! Krahl rein!

  4. Jose Mourinho says:

    Tja, so war die visionäre Zukunftsplanung von Veh: gemessen am Profifußball alten Säcken Rentenverträge geben und die Talente vernachlässigen. Aber da, wo es auf Erfahrung wirklich ankommt – beim Trainer – hat er dafür immer dem Nachwuchs (gegen satte Ablöse natürlich) eine Chance gegeben. Dieser Typ hat uns leider nachhaltig geschädigt.

  5. Marcel says:

    Schon ulkig, wie man mal wieder ein Bauernopfer für das gesamte Leid um einen „großen“ :-))) Klub wie den FC verantwortlich macht. Man kann es wohl noch 1000 mal schreiben: diesmal war es Herr Veh, der „alles zerstört“ hat, davor Herr Spinner, davor Herr X und davor Herr Y. Bauernopfer, Bauernopfer, Bauernopfer!!!

    Dass die wahren Probleme dieses Vereins darin liegen,
    dass er eine Nutte des Pöbels auf der Südkurve ist und deshalb keine infrastrukturell sinnvollen Entscheidungen trifft,
    dass sieben Menschen, die noch nie gegen einen Fussball getreten haben, darüber entscheiden, wer denn für die nächsten 6 Monate die sportlichen Belange leiten darf,
    dass Menschen wie Herr Mertens, Herr Werner und Herr Haubrichs, die selbst nie gegen einen Fußball getreten haben, über den FC „berichten“ (man könnte auch sagen „Unruhe stiften“) dürfen und
    dass dies seit Jahren DIE EINZIGEN KONSTANTEN !!!!!!!!!!! in diesem erfolglosen Verein sind, thematisiert freilich niemand.

    Der Kicker weist explizit darauf hin, dass den Verein kein Verschulden am Abgang dieses jungen Talents trifft. Der Grund sei vielmehr die sportliche Perspektive.

    Ja genau, ihr Träumer und Traditionalisten – der Spieler geht, weil der FC ein Fahrstuhl-Verein ist – schwankend zwischen Zweit- und Erstklassigkeit. Der FC ist ein durchschnittlicher bis schlechter Bundesligaverein, das ist FAKT!!!
    Glaubt ihr ernsthaft es interessiert einen jungen Spieler, ob ihr bei der Hymne eine Gänsehaut habt, ob er auf einem beschissenen Karnevalswagen durch Köln fahren darf oder ob sich die Opfer aus der Südkurve für die besten und größten halten!? Das ist ihm SCHEISS-EGAL!!!
    Er geht nach Leverkusen, wo keine Stimmung herrscht, wo keine „Folklore“ stattfindet, aber ERFOLGREICH FUßBALL gespielt wird!!!

    Ein junger Spieler möchte eine möglichst GUTE Karriere bei einem möglichst ERFOLGREICHEN Verein starten. Das Problem: WIR SIND KEIN GUTER / ERFOLGREICHER VEREIN!!! Und wir werden es auch nicht, solange man sportliche (bei Poldi zum Glück nicht), strukturelle (100% Mitgliedergeführt und darauf hole ich mir jeden Abend einen runter) und vor allem infrastrukturelle (Geißbockheim, Stadionneubau) Entscheidungen von ein paar dummen Spruchbändern der Maler und Anstreicher in der Südkurve abhängig macht. Schade, dass wir keine MÄNNER mit EIERN an der Spitze haben (wie Watzke & Höneß), welche die für den SPORTLICHEN ERFOLG notwendigen Schritte auch gegen die Widerstände einzelner Gruppierungen durchsetzen!

    Man muss sich schon entscheiden – entweder man trifft unpopuläre Entscheidungen (zieht weg vom Bökelberg und baut ein eigenes, hochmodernes Stadion samt Trainingsgelände und Hotel mitten ins Feld; fährt nach Katar ins Trainingslager; holt einen russischen Gaslieferanten als Geldgeber heran usw.) und kriegt dafür Haue von den Fans (die sich aber über die nächsten CL-Spiele sicher nicht beschweren und trotzdem weiter ins Stadion kommen…),
    oder man bleibt ein durchschnittlicher bis schlechter Buli-Verein – dem Spieler, die ERFOLGREICH Fußball spielen wollen (wie Wirtz), den Rücken kehren.
    Man muss sich entscheiden, denn beides gleichzeitig funktioniert dauerhaft einfach nicht, das ist die Realität!!!

    Viele „Traditionalisten“ werden den zweiten Weg bevorzugen, ich als ebenfalls stimmberechtigtes und meinungsbildendes Mitglied dieses Vereins bevorzuge den ersten, denn im Fußball geht es letztlich um ERFOLG, und um NICHTS ANDERES!!!

    • Jose Mourinho says:

      Ich kann Dir bei vielem Recht geben. Aber Du bist halt nur ein einziges stimmberechtigtes Mitglied und ich auch. Die Mehrheit sieht offenbar nicht den Erfolg als das letztlich Entscheidende an, sonst würden ja nicht regelmäßig Steigbügelhalter der Südkurve wie Herr MüRö gewählt, mit denen Geschäfte in China, eine moderne Arena und Infrastruktur außerhalb und und und nie zu machen sein werden. Folglich muss man das Beste aus dem Vorhandenen machen und das war nun sicher nicht Veh. Denn es steht ja außer Frage, dass man auch mit bescheideneren Mitteln als den hiesigen besser aussehen kann, als der Effzeh in den letzten Jahren.

      • Bönnscher Bock says:

        Die Frage ist doch: Was ist die Mehrheit?
        Ich wage stark zu bezweifeln, daß die Mehrheiten der letzten 3 JHV’s in der Lanxessarena die wirkliche Mehrheit aller ca. 85ooo stimmberechtigten Mitglieder widerspiegelt.
        Und wer trommelt seine „Truppen“ in die Halle, um die Mehrheit von 3000-6000 Anwesenden herzustellen und gewünschte Abstimmungsergebnisse bei MR- und Vorstandswahlen zu erhalten???
        Genau! ;)

    • Boom77 says:

      Ich gehe da auch voll mit. Ich habe auch gar nichts dagegen, wenn andere Mitglieder oder Fans eine andere Ansicht haben… egal, ob sie in der minderheit oder Mehrheit sind… Seine Meinung auch in diesem Punkt darf jeder haben. Dann soll man aber auch seinen Schnabel hatlten, wenn daa so etwas wie bei Wirtz passiert. Das hat man als „Traditionalist“ dann klaglos hinzunehmen, weil, ist dann halt so.

  6. Ali Perez says:

    VERMUTUNGEN! Die Geschichte des Herrn Merten ergibt zwar einen logischen Sinn, aber sie bleibt Spekulation. Wenn man bedenkt, in welchem Zustand sich der Verein damals in der Öffentlichkeit präsentiert hat und in welchem Zustand sich der Verein generell befindet und das mit den interessierten Clubs vergleicht, dann ist so ein Junge nicht zu halten. Es ist doch nicht so, als würden in unserer Jugend lauter idealistische Effzehfans kicken. Es wird die Wechsel immer wieder geben. Zieler ist auch mit 16 nach England abgehauen. Jetzt kann man immer versuchen, einen Schuldigen zu finden. Aber ich denke, dass es immer eine Summe von Gründen ist, die zu so einer Entscheidung führen.
    Und wenn die aktuell großen Clubs anfragen, kommt jeder ins Grübeln. Da braucht es Charakter, um widerstehn zu wollen. Vielleicht erfüllt sich für Wirtz auch gerade sein Traum? In Pulheim/Brauweiler hält man es auch schon mal gerne mit Bayer.
    Niemals lese ich hier davon, dass Fussball ein Scheissgeschäft ist, indem Loyalität nichts zählt. Keiner von euch, prangert die kleinen Ich-AGs an, die auf die Clubs scheissen. Wie kann man denen hinterher trauern? Verstehe ich nicht. Nee; da zerfleischen wir uns doch lieber selbst.

    • Gerd Mrosk says:

      Marcel hat generell natürlich Recht. Der Spieler X will als erstes Erfolg. Hector ist da eine absolute Ausnahme,Horn mit Abstrichen auch.In diesem Fall hier muss man sich aber schon fragen warum Wirtz erst in die Jugend des FC wechselt und nicht direkt nach Leverkusen. Seis drum,richtig ist auch,dass man viele Wechsel nicht verhindern kann als 1.FC Köln.Aber vllt macht man ja gerade erste Schritte in die richtige Richtung.

      • Boom77 says:

        Vielleicht wollte ihn die Bayer-Jugend damals nicht? Es ist ja auch nicht so, dass die jeden nehmen, der mit seinen Eltern an der Geschäftsstelle klingelt. Damals war der Fc vielleicht seine einzige oder beste Option. Heute ist sie das nicht mehr.

    • Jose Mourinho says:

      Genau so ist es. Eine Summe von Gründen. Deswegen muss man an den Stellschrauben, die man beeinflußen kann auch super arbeiten, damit sich die Chancen erhöhen, dass die wirklichen Talente bleiben und im besten Fall auch mal Werte generieren. Und ich glaube nicht, dass jeder 16 jährige eine von Dir sog. Ich-AG ist. Natürlich gibt es die auch und sicher nicht selten. Aber selbst die müssen sich ja fragen, ob es dem Grunde nach nicht einfacher ist, hier in der Bundesliga Fuß zu fassen als bei den Pillen oder anderswo. Je erfolgreicher gespielt wird, um so schwieriger ist es ja in der Regel dort direkt von der Jugend in die erste Elf zu kommen. Außer Havertz als Ausnahmetalent fällt mir da auch nicht die Menge von Spielern ein, die es drüben gepackt haben.

    • Christ Walker says:

      Wirtz ist 16. Es wird ihm in den nächsten Jahren in erster Linie um nächsten zwei Jahre im Jugendfußball gehen und im Anschluss um den Übergang zu den Profis. In beiden Bereichen hätte der Effzeh gute Argumente, sowie die Tatsache, dass er ja bereits bei uns ist. Die Überzeugungsarbeit ist bei einem Wechsel sicher höher als bei einem Verbleib. Beide Jahrgänge in seiner Klasse präsentieren sich beim Effzeh besser als in Leverkusen. Den Ausschlag wird also die bessere Profiperspektive bei Bayer gegeben haben. Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für einen Verein, der sich als Ausbildungsverein verstehen müsste.
      Es ist sicher kein Zufall, dass in den letzten 6 Monaten wirklich reihenweise hoffnungsvolle Talente den Verein verlassen haben. Die Außendarstellung unseres ehemaligen Sportchefs war katastrophal. Ich will nicht wissen, wie er nach Innen gearbeitet hat.

      • Bönnscher Bock says:

        Wirtz wird im Mai 17J alt, hätte bei uns nächste Saison U19 spielen können. Mein Eindruck aus letzter U17 Saison bis zum Endspiel in Dortmund war, dass dort ein gut ausgebildetes Juwel im Mittelfeld heranwächst was sowohl Technik als auch Spielintelligenz betrifft. Bei gradliniger Entwicklung ohne Rückschläge durch Verletzungen etc. war meine Hoffnung und Prognose, ihn schon mit 18 in der 1. Mannschaft zu sehen, was mir noch im Oktober im Gespräch mit einem unserer Co-Trainer bestätigt wurde. Da war Beierlorzer noch Cheftrainer.
        Wenn er es schafft, sein riesiges Potenzial weiterzuentwickeln,
        werden wir sehen, was für ein Ausnahmetalent uns da verloren gegangen ist. Sehr schade für uns, gerade auf seiner Position im Mittelfeld hätten wir viel Freude an ihm gehabt.

  7. Gerd Mrosk says:

    Trotzdem muss ich wohl zugeben,dass ich Wirtz‘ Werdegang wohl mit dem von Thielmann verwechselt hab.:-) Sorry dafür,aber ja Jose,“ gut beraten“ sind da wohl die wenigsten sofort zu einem Klub wechseln zu wollen bei denen es Pflicht ist,in den Europapokal einzuziehen. Da steht nochmal jeder Trainer und die dahinter hinter nem ganz anderen Erfolgsdruck.Man muss ja nur bei Bayer bleiben und sehen wen die da jedes Jahr hinzuholen,meist aus Südamerika.Das mit Havertz als deutsches Ausnahmetalent ist da auch der grosse “ Zufall“ die Ausnahme.

  8. Klaus Höhner says:

    Bei den Jungen Spielern ist die Findungsphase doch ganz einfach. Die Entscheidenden nichts die Rangfolge ist Berater,Berater, Eltern und dann der Spieler.Die Vereinsfindung ist auch einfach, Real,Barcelona, Liverpool und dann vielleicht Bayern genau in der Reihenfolge. Das ein Jungerspieler vereinstreu bleibt, Vogts,Overath, Seeler usw.gibt es nicht mehr. Die Jungs werden gefragt, in welcher Bettwäsche schläfst du ,vielleicht FC,und wo spielst du in Lverkusen bitte dann ist es so.Und eines noch alle kommen nicht nach oben, dann bricht für die Eltern eine Welt zusammen nicht für den Spieler der spielt dann Regionalliga oder vielleicht 3.Liga.Und wir machen uns über solche Pfeifen Gedanken, es gibt Schöneres.

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