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Heldt schießt gegen Söder: „Populistische Scheiß-Ausdrücke“

Sollten Fußballstars auf Teile ihres Gehalts verzichten, um ihren Vereinen und damit der gesamten Fußballbranche in der Coronakrise zu helfen? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einen entsprechenden Aufruf formuliert. Horst Heldt hält davon zunächst nichts. Der Sportchef des 1. FC Köln kritisiert den Politiker scharf.

Köln – Am Montag war Söder in einem Live-Interview mit der Bild aufgetreten und hatte erklärt, ein politisches Eingreifen in den Bundesliga-Fußball sehe er nicht als Aufgabe der Behörden. „Ganz ehrlich: Es ist nicht die wichtigste und vordringlichste Aufgabe jetzt dafür zu sorgen, dass die Profivereine wirtschaftlich überleben können“, sagte Söder. Wichtiger sei die Sicherstellung der medizinischen Versorgung und die Aufrechterhaltung anderer Wirtschaftszweige. Hingegen fände er es in Ordnung, wenn jene Spieler, „die ganz große Gehälter bekommen“, ihre Arbeitgeber durch Verzicht entlasten würden.

Um die Coronvirus-Krise zu überstehen, sei Solidarität nicht nur von den Vereinen und Verbänden, sondern auch von den Spielern gefragt, die von dem gesamten System am meisten profitierten und das Vielfache an Gehältern verdienten wie der allergrößte Teil der Fußballbranche. „Deswegen wäre vielleicht jetzt mal die Idee, dass da jeder seinen Beitrag macht, damit sein Verein, die Liga und der Sport auch dann wieder stattfinden kann, wenn – so hoffen wir – die Krise überwunden wurde.“

Fußballprofis haben ein soziales Gewissen

Am Dienstag trat nun Horst Heldt am Geißbockheim vor die Kameras und Mikrofone, nachdem man beim FC den Trainingsbetrieb nicht nur im Nachwuchs, sondern auch für die Profis vollständig mindestens bis zum 27. März gestoppt hatte (mehr dazu hier). Mit Söders Vorschlag konnte der FC-Geschäftsführer nichts anfangen. „Es wäre jetzt absolut sinnvoll, sich mit populistischen Scheiß-Ausdrücken ein Stück weit zurückhält“, polterte Heldt los. „Meine Erwartungshaltung ist, dass man sich auf das konzentriert, was den Menschen wichtig ist. Die Politik muss jetzt führen, vorangehen und den Menschen einen Plan an die Hand geben und sich nicht in Teilbereiche heranwagen, nur um gut dazustehen. Das würde unserem Land gerade nicht helfen.“

Heldt wollte sehr wohl nicht ausschließen, dass man mit den Spielern über eine Gehaltsverzicht sprechen werde, sobald absehbar sei, wie es um die Bundesliga und die Klubs bestellt sei. Das Fußballgeschäft auf die „Millionäre auf dem Rasen“ zu reduzieren, sei ihm jedoch zu einfach. „Fußballprofis haben ein soziales Gewissen. Ich finde es unverschämt, das öffentlich in Frage zu stellen. Wir setzen uns damit auseinander und werden das in Ruhe besprechen“, sagte Heldt. „Menschen jetzt in eine Ecke zu stellen und ihnen vorzuwerfen, sie würden sich für nichts interessieren, ist nicht meine Erwartungshaltung an Politik.“ Die Deutsche Fußball Liga hatte am Montag beschlossen bis Anfang April mit der Bundesliga auszusetzen. In dieser Zeit müssen die Fußballklubs und damit auch der 1. FC Köln errechnen, wie lange die Vereine im schlimmsten Fall ohne Spiele und damit ohne TV-Gelder überleben könnten. Heldt bestätigte, dass der FC damit nun beschäftigt sei.

44 Kommentare
  1. Bob Brown says:

    Dann sollten die Politiker, Uefa, DFL und und und doch auch mal bitte auf ihr Gehalt verzichten und das in die Betriebe pumpen die am leben erhalten werden sollen, aber dafür wird das Geld ja vom lieben Steuerzahler genommen und die tausende an Monatsgehälter für die Entscheider wird nicht angefasst.

    • Lars Rumpe says:

      Ehm… auch Politiker, UEFA, DFL usw. sind Steuerzahler … warum sollte man sich einbilden, dass Menschen, die etwas entscheiden können, immer nur an sich denken. Wichtig ist eine generelle Solidarität und da man da kaum auf die Einsicht aller hoffen kann, müssen Regelungen (Gesetze) her. Von daher hat Söder Unrecht, wenn er einzelne Berufsgruppen herauspickt. Ebenso wie Fußballer könnte er Aufsichtsräte, Manager, Firmenchefs oder Politiker nennen … und noch viele andere mehr. Im Grunde ist die jetzt geforderte Solidarität eine Form des Sozialismus – der würde uns zumindest vorübergehend weiterhelfen: Gesetzliches Höchsteinkommen und eine Umverteilung der Überschüsse zu einem gesicherten Grundeinkommen für alle.

      • Bob Brown says:

        Ja stimmt die zahlen auch ihre Steuern, die Gehälter von 10.000€ pro Monat, pro Abgeordneten, werden da schon sehr knapp nach Abzug. Ich bin noch in den 70ern hängen geblieben als die noch steuerfrei gelebt haben, Asche auf mein Haupt.
        Aber wieso geht man dann nicht mit gutem Beispiel voran und sagt „Ich greife dem Staat auch unter die Arme und verzichte ebenfalls auf einen Großteil meines Salärs, dann können die Fussballer das auch“ !?
        Es ist in Ordnung von jemandem Solidarität zu fordern, dann sollte man aber bitteschön mitziehen oder den Anfang machen. Aber das ist eben typisch für die deutsche Politik, der harte Knochenjob als Politiker kann nur bis 56 ausgeübt werden und muss reich belohnt werden, alle anderen sollen aber gefälligst bis 70 auf die Baustelle gehen, irgendwoher muss das Geld ja kommen.

  2. Michael H says:

    Ätzend, mit welcher Arroganz Heldt sich da aufspielt. Aber das tut er ja schon länger.

    In der jetzigen Situation muss jeder seinen Teil leisten – sei es finanziell, logistisch oder durch soziale Einschränkungen. Warum das an Fußballern und Führungsfiguren in Verienen und Verbänden (bzw. generell: Unternehmen im Sektor) vorbeigehen soll erschließt sich mir nicht.

    Ich hoffe, solche Aussagen führen bald Mal zu einer Rüge/Abmahnung.

      • Michael H says:

        Selbstverständlich tue ich das. Sich ehrenamtlich zu engagieren ist ja nun auch wirklich nichts ungewöhnliches.

        Aber das sehen Sie anscheinend anders.

        Abgesehen davon sind Profifußballer in der ersten Liga heidenlos überbezahlt und die überwältigende Mehrheit leiste tun wirklich keinen Beitrag zur Gesellschaft, auch wenn das der Herr Heldt anders sieht. Aber es ist halt für viele Menschen schwierig etwas abzugeben.

    • Matthias says:

      Lieber Michael H!
      Ich empfehle, Horst H. Äußerungen richtig zu lesen. Er sagt doch ganz klar, dass die Vereine mit den Profis über Gehaltsverzichte reden.
      Aber wenn man einmal etwas gegen einen Menschen hat, dann liest man eben nur reißerische Überschriften.

    • JuppZupp says:

      Hast du den Knall noch gehört bevor du die Bombe geköpft hast?
      Heldt hat vollkommen Recht dass Brezel Söder da nichts anderes als Populistische Wahlpropaganda von sich gibt, ihm geht es einzig und allein darum sich als Robin Hood darzustellen und Stimmen zu fangen, weil er ja so Sozial ist und die Fußball Millionäre dazu gedrängt hat Soziales verhalten zu zeigen. Der werte Herr Söder kann doch mal anfangen etwas von seinen, aus Steuergeldern erworbenen (Ergaunerten), Millionen abdrücken, also hier redet nur einer Müll, nämlich du!

  3. Dieter says:

    Held spricht von Populismus, allerdings ist der Fußball und seine Sprecher auch damit unterwegs wenn man derzeit überhaupt den Fußball in einen Zusammenhang von Unterstützung DERZEIT von außen rückt. Ich stimme da Söder zu 100% zu das wir derzeit wichtigere und andere Probleme haben und wenn das im Griff ist können wir wieder über Fußball reden. Das hierzu auch die Spieler gefragt sind evtl mit Gehaltverzicht sieht Held aber doch genauso, wie er sagt, warum dann überhaupt der disput. Die Spieler sollten ein zentrales Interesse haben auch mit gehaltsverzicht wenn es sein muss, und Menschen die 7 stellige Gehälter haben sind nicht von sozialem Abstieg bedroht wenn sie mal eine Saison auf 1/4 davon verzichten würden, das steht fest ! Villeicht ist Söder ja nur so drauf weil er neidisch ist das er selbst weniger verdient ? Die Wahrheit liegt wohl wie so oft in der Mitte !

    • Boom77 says:

      Es ist schon richtig, dass Fußball nicht das Wichtigste ist. Zumal die Krise zumindest einen positiven Aspekt haben könnte für den fußball, wenn man ihr überhaupt etwas positives abgewinnen kann, was ich überhaupt nicht so sehe. Es könnte aber dazu führen, dass die Gehälter zukünftig wieder etwas „eingedampft“ und auch die Transfersummen wieder auf ein einigermaßen nachvollziehbares und mit dem gesunden Menschenverstand zumindest ein wenig in Einklang zu bringendes Maß reduziert werden. Aber am Ende wird wohl selbst das wieder nur Träumerei meinerseits sein…

      aber, was die siebenstelligen Gehälter angeht. die gibt es nicht nu im Fußball. Wenn man sich mal anschaut, was die Herren Vorstände beim Daimler, VW und BMW so verdienen, da schlackern einem die Ohren. Da träumt auch so mancher Top-Verdiener bei den Fußnallprofis von. Fragst da einer danach, ob die nicht mal auf ein Teil von deren Salär verzichten? Bishernichts gehört. Stattdessen werden dort Produktionen geschlossen und Menschen in die Kurzarbeit geschickt. Und das nicht etwas, um diese Konzerne von der Insolvenz zu bewahren, sondern um den Jahresgewinn nicht allu kläglich ausfallen zu lassen. So nach dem Motto: „Wenn wir unter 3 Mrd. Gewinn machen (wir sprechen hier immer noch von Gewinn und nicht von Verlust!), dann geht es uns schlecht… Bitte lieber Staat helfe uns mit Kurzarbeit (oder – am besten und – mit einer „Abwrackprämie“ wie schon früher)….“ Daran, dass die mal auf etwas Geld freiwillig verzichten, denkt ja offensichtlich auch kein Mensch. Nicht mal der Herr Söder….

      • Michael H says:

        Auch wenn ich prinzipiell ja vollkommen zustimme, dass achtstellige Saläre nicht akzeptabel sind, ist es nun aber doch ein Unterschied, ob jemand dafür Jahrzehnte lang 70h die Woche arbeitet und für Zehntausende Mitarbeitrr verantwortlich ist – oder ob jemand einen Teilzeit Job hat bei dem das tägliche Playstation spielen schon miteinberechnet ist.

    • Gerd1948 says:

      Der Disput kommt zu Stande,weil Söder es sich da ein wenig einfach macht. Natürlich sind sich zumindest alle einig,dass hier nicht der Fuppes im Vordergrund steht,sondern eben erst einmal jeder einzelne Mensch.Direkt danach müssen aber nicht zwingend die Grossverdiener kommen.Das ist und bleibt populistisch.ALLE sollten/müssten Abstriche machen,warum fangen wir nicht einfach mal bei der UEFA damit an ????? Schliesslich ist es in der Tat so,dass es ohne erfolgreichen Vereinsfussball (der Breite braucht ) keine starken Ländermannschaften geben würde,die dann im Umkehrschluss dafür sorgen,dass die Grossveranstaltungen,wie WM,EM,Nations Cup,Olympiade,Klub WM ,CL und Euro League erst so viel Geld in die FIFA und UEFA Kasse spülen.

      • Dieter says:

        Ein paar von den ganz großen tun ja was , auch gegen solche Viren. Komisch ist , einer davon wir permannet von Menschen verunglimpft die sich als personifizierte Hüter des Fußballgottes auf Erden sehen und leider haben wir auch solche Trottel in der Kurve stehen die sowas nicht erkennen und mehr ihrem ideologisch vergifteten Wahn von bösem Kapitalismus im Fußball nachrennen. Aber mal einfach ausgedrückt, warum sollten die Profis derzeit Gehalt bekommen wo sie zu Hause sitzen und nichts tun dürfen, während die Vereine um ihre Existenz bangen. Menschen am Ende des Montas auf ein neues Gehalt angewiesen sind und in Firmen arbeiten die um ihre Zahlungsfähigkeit kämpfen oder schon Insolvent sind werden gezwungen auf Gehalt zu verzichten. So weit sollte es doch nicht kommen müssen wenn Menschen die im Monat 6stellig immer bekommen mal 1 oder 2 Monate darauf verzichten müssen, so lange halt Pause ist.

        • Gerd1948 says:

          Nee,da kommen wir nicht zusammen. Mir gehts auch relativ gut,allerdings sorge ich mit meinem Handeln auch dafür ,dass ich im Falle des Falles auch passiert,dass ich unterstützt werde,entweder durch Krankengeld oder vom Staat wegen Arbeitslosigkeit. Man kann aber keinem einfach das Geld abnehmen,dass er durch Arbeitsverträge erlöst. Wer jetzt wieviel zu Recht verdient,ist doch gegenstandslos.Da ensteht tatsächlich so etwas wie ein Neidfaktor. Ja,ich bin auch neidisch,dass ich nicht Fussball Profi geworden bin,hätte mir sicher gut gefallen das Leben,aber der eine schafft dies und der andere schafft nen Scheiss,weil er zu blöd ist. Trotzdem ist hier wieder jeder seines Glückes Schmied. Man muss jeden Einzelnen jetzt versuchen zu sensibilisieren,was alleine schon ein fast ausschliesslich unmögliches Unterfangen ist,weil einfach eine negative Grundstimmung in der Gesellschaft herrscht. Es geht ums blanke ICH,weil der schöne deutsche Sozialstaat es des Öfteren übertreibt mit dem sozialen Denken und Handeln,dabei die Schere zwischen Unter-und Oberschicht weiter spreizt. Nein,der Gedanke von Söder ist weder förderlich noch richtig,aber den richtigen Ansatz sollte man in der grossen Familie zu finden bereit sein. Ich hoffe doch,dass man sich dem Druck jetzt auch bereit ist sich zu stellen .

          • Dieter says:

            Gerd ein Arbeitsvertrag regelt die Leistung und Arbeit die ein Arbeitnehmer leisten muss, der Arbeitgeber schuldet dafür u.a. Geld. Die Kicker sitzen aber zu Hause und tun derzeit nix, über diese Zeit reden wird……. in ausertariflichen Arbeitsverträgen ist es durchaus möglich dann auch Zahlung einzustellen……

          • Boom77 says:

            Der Begriff „höhere Gewalt“ wird gerne schnell in den Mund genommen, obwohl rechtlich keine höhere Gewalt vorliegt. Wenn kein positiver Coronafall vorliegt und der Trainingsbetrieb nicht durch das Gesundheitsamt eingestellt wird, ist es keine höhere Gewalt.

          • Dieter says:

            Das ist absoluter Nonsens, weil weder der Verein noch der Spieler das wirklich eintschieden haben, höhere Gewalt ist im Vertragsrecht absolute Grauzone !

  4. Klio says:

    Vollkommen richtige Bemerkung von Horst Heldt. Es geht nämlich nicht um die Frage, wer nun welchen Beitrag leisten soll, sondern darum, dass Söder voll in die Populisten-Kiste greift und Profispieler explizit herausgreift. Mit solchen Aussagen bekommt man erstmal viel Beifall. Das Lustige ist: Wenn man in gleicher Weise „die Politiker“ angeht, funktioniert das genauso gut.

    So billige Bemerkungen sollte man sich einfach sparen, gerade als Politiker, der noch eine ganz andere Verantwortung hat. Dass man sich innerhalb des Profifußballs (wie derzeit in jedem gesellschaftlichen Bereich) Gedanken machen muss, wie es weitergeht und auch wer welchen Beitrag leisten kann, ist doch klar. Das hat Heldt auch formuliert. Einzelne Gruppen rauszupicken und öffentlich vorzuführen, ist im Moment genau das Falsche, denn jetzt geht es darum, gemeinsam den besten Weg zu finden.

    • ichfreuemich says:

      Das stimmt – ich finde nur, dass HH nicht auf populistische Art und Weise hätte reagieren müssen. Von einem Christian Seifert hätte ich mir auch eine andere Reaktion erwartet. In dieser Hinsicht gefällt mir der besonnenere Ton von Uli Hoeneß.

      • Gerd1948 says:

        Man muss nicht mit gleichen Waffen zurück schiessen meinst du,das ist wahr,denn wer im Recht ist,sollte dies auch durch Besonnenheit und Souveränität dokumentieren. Aber wie gesagt,die Nerven liegen langsam blank.

  5. ichfreuemich says:

    Generell finde ich HH ja sympathisch, aber ich finde, dass er sich hier im Ton vergriffen hat. Die Ausführung des bayerischen Ministerpräsidentens empfinde ich jetzt nicht als vollkommen aus der Luft gegriffen oder unverschämt. Natürlich ist Neid kein guter Ratgeber, aber jeder sollte in diesen Zeiten den Beitrag leisten, den er leisten kann und will. Ein Appell an die Solidarität kann da ruhig schon mal geäußert werden.

  6. Lars Rumpe says:

    Heldt sollte vorsichtiger sein mit seinen Aussagen, sonst macht er sich ja fast so unbeliebt wie Watzke – Ich denke vor allem, es geht nicht nur um die „Millionäre auf dem Rasen“, sondern auch um die Millionäre in den Chef- und Funktionärsetagen. Ich glaube, dass noch niemand absehen kann, wie tief der Einschnitt sein wird und wie hart die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie (von den zunächst einmal viel akuteren und wichtigeren gesundheitlichen Folgen und der Lebensbedrohung für immer größer werdende „Risikogruppen“ einfach mal abgesehen) sein werden. Es wird ganze Berufsstände und Branchen erwischen, die garantiert pleite gehen, wenn es keine staatlichen und gesetzlichen Hilfen und Vorgaben gibt, die das verhindern. Der Vorschlag des oft diskutierten bedingungslosen Grundeinkommens wäre jetzt dringend mal wieder auf den Tisch zu bringen. Und bevor jemand höhnisch fragt, wie das denn zu finanzieren sein sollte: In einer Krisenzeit wie jetzt sollte man auch ein gesetzlich vorgeschriebenes Höchsteinkommen festsetzen. Ich nenne mal eine beliebige Zahl, die sicher durch wissenschaftliche Studien leicht zu präzisieren wäre: Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand in Deutschland unbedingt mehr als z.B. 20.000 € im Monat verdienen muss, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Wenn man alle Einkünfte vorübergehend bei solch einem oder einem ähnlichen Betrag kappen würde, wäre eine ausreichende Versorgung der gesamten bundesrepublikanischen Bevölkerung problemlos zu bewerkstelligen. Alle Manager, Firmenbosse und – ja, auch Politiker und eben Fußballstars müssten auf solche Weise ihren Beitrag leisten und Solidarität beweisen. Da man hierzulande meist vergeblich auf Einsicht wartet (siehe die neu erschaffene Spezies der Klopapier-Millionäre), wird sich dies nur gesetzlich regeln lassen.

  7. Klaus Höhner says:

    Wenn Söder überhaupt etwas zu sagen hat, dann in Bayern, dort gibt es auch einen Bundesligaclub dann mal ran ,ich glaube da sitzen die Großverdiener.Die Aussage von Horst Heldt total korrekt nichts auszusetzen. Es könnten auch Löw und seine Lakaien auf Gehalt verzichten die werden im Moment eh nicht gebraucht inc.Bierhoff den braucht auch keiner. Von FC Seite wird im Moment alles richtig gemacht bravourös,der Vorstand arbeitet in Ruhe und alles läuft obwohl einige im Forum vor Weihnachten den Hafen bis hinter die Ohren aufgerissen haben, von mir ein Kompliment an den Vorstand.

  8. Klaus Höhner says:

    Warum denn nur Fussball Millionäre, wenn dann alle Millionäre. Da gewinnt im Münsterland eine Person 90 Millionen das ist der pure Wahnsinn ,diesem Irrsinn muss Einhalt geboten werden .Horst Heldt hat völlig richtig reagiert und ich bin überzeugt das alle Verantwortlichen beim FC die richtigen Entscheidungen treffen,wie man es von ihnen bis jetzt gewohnt ist.

  9. Gerd1948 says:

    Ja DeKa ,wenn es der Arbeitsvertrag hergibt ist es doch alles ok,was nicht geht ist Willkür.Man könnte denn aber auch sagen,dass man den Reservisten den überdotierten Vertrag kürzt,weil sie es nicht in die Mannschaft geschafft haben….

  10. Gerd1948 says:

    Dieter,in meinem Arbeitsvertrag steht wofür ich eingestellt wurde,aber nicht was und wieviel ich leisten muss. Es ist auch absolut nicht so ,dass sie NICHTS tun,denn sie haben was an die Hand gelegt bekommen. Aussertariflich ? Hm ja,die Verträge werden mündlich ausgehandelt,meist vom Berater. Ich kann da erst mal keine Grauzonen erkennen. Der Spieler X verdient ohne wenn und aber ne Summe Y,die er versteuern muss,dazu kommen Prämien,dazu kommen Werbeeinnahmen.Wenn ein Spiel warum auch immer ausfällt,die Saison warum auch immer ruht,einerlei,der Spieler bekommt sein monatliches Salär,bin ich felsenfest von überzeugt.Grundgehalt eben,auch in Sommer-und Winterpause. Schliesslich ist es auch eine finanzielle Sicherheit für den Spieler,gerade wenn er vom Grundgehalt abhängig ist.

    • Dieter says:

      §611 Arbeistrecht: Arbeitnehmer schulden den Einsatz ihrer Arbeitskraft, Arbeitgeber haben die dafür vereinbarte Vergütung zu zahlen (Hauptpflichten). Das sind die Hauptpflichten, was glaubst du warum Firmen derzeit Kurzarbeitergeld leicht beantragen können, wegen Corono Kurzarbeit bedeutet weniger Kohle ! Wie viele haben plötzlich gar kein einkommen mehr weil sie ihre Arbeitsleistung nur direkt verkaufen können, z.B. Freelancer. Ich weiß aber echt nicht ob das die richtige Diskussion ist, ich finde es langsam albern Fußballmillionäre noch in Schutz zu nehmen. warum ? Ein Beispiel: In der Nachbarschaft wohnt eine Leberkrebskranke die vor 4 Wochen aus dem Krankenhaus kam nach einem Schlaganfall, sie lebt alleine in einem seit Jahren mehr und mehr verfallenden Haus mit 500 euro Rente, kein Geld für Hamsterkäufe, keine Chance mehr mit dem Bus in die Stadt zu fahren, viel zu gefährlich, Ansteckkung wäre der Tod. Davon gibt es sehr sehr viele alte Menschen, die brauchen wirklich jemand der sich für sie einsetzt , Prodis brauchen das nicht.

  11. Karim Dietrich Hülse says:

    Vielleicht die beste Verpflichtung des Jahres. Ein Manager der A.seine Arbeit vernünftig macht und B. Sich auch traut unangenehme Wahrheiten anzusprechen und in Kauf nimmt damit auch mal wem auf die Füße zu treten #dankehorst

  12. Holger says:

    Wenn diese Situation etwas Positives hat, dann ist es das Die Welt entschleunigt wird und wir vieles in unserem Leben überdenken werden!
    Das hat diese zu globalisierte kommerzielle Welt auch gebraucht!!
    Hoffentlich fordert dieser Reset nicht zu viele Todesfälle!

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