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Uth versteht Subotic: „Wir hätten mal gefragt werden können“


Neven Subotic hat in der Bundesliga eine Diskussion um die Frage ausgelöst, ob die Spieler der Profi-Mannschaften ausreichend in die Entscheidung über eine Fortsetzung des Spielbetriebs eingebunden wurden. Auch den 1. FC Köln hat diese Diskussion erreicht. Am Donnerstag äußerte sich Mark Uth zu den Vorwürfen des ehemaligen Kölner Innenverteidigers.

Köln – Subotic hatte sich im Interview mit dem Deutschlandfunk enttäuscht über die Berücksichtigung der Spieler-Meinungen zum Liga-Neustart gezeigt: „In Italien und England ist der Spielerverband eine Instanz, die in solchen Krisenfällen konsultiert wird. Hier in Deutschland ist das nicht der Fall.“ Nach Subotic hatten auch andere Spieler, darunter Daniel Ginczek, Kritik geäußert, dass den Spielern keine Stimme zugesprochen worden war.

Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV, hatte diese Kritik daraufhin zurückgewiesen. Im Interview mit Sportbuzzer sagte Baranowsky: „Wir haben mit sehr vielen Spielern ausführlich über die Situation gesprochen, auch mit Neven.“ Bei der Frage, ob die VDV nicht nur mit den Spielern gesprochen habe, sondern ihre Stimme auch bei der Deutschen Fußball Liga Gehör fand, blieben jedoch Zweifel.

Wir machen, was uns vorgeschrieben wird

Das gab auch Mark Uth am Donnerstag in einer Medienrunde zu bedenken. „Als Spieler können wir politisch nicht allzu viel dazu sagen. Wir machen, was uns vorgeschrieben wird“, sagte Uth. „Im Endeffekt haben wir da nicht allzu viel zu sagen. Wir hätten mal gefragt werden können, ob wir die Quarantäne im Hotel hätten haben wollen.“ Es gebe so viele Spieler, „die schwangere Frauen oder Kleinkinder zuhause haben und die es alleine jetzt schwer haben“, dass sich so mancher Spieler eine andere Regelung oder zumindest eine Rückfrage gewünscht hätte.

Uth erklärte, dass er persönlich „keine Angst“ vor dem Coronavirus habe, aber sich als Spieler und öffentliches Vorbild in den kommenden Wochen an alle Regeln zu halten habe. „Denn wenn wir nur so wieder spielen können, dann müssen wir das auf uns nehmen.“ Es gehe um viel Geld und um die Arbeitsplätze im Verein. „Am Fußball hängt mehr als die 22 Jungs auf dem Rasen. Wir machen das, damit die Vereine bestehen können.“ Auch deshalb freue er sich, dass es am Wochenende wieder mit den Pflichtspielen weitergehe. „Die Vorfreude ist groß.“ Wenn auch unter Bedingungen, die nicht jedem gefallen.

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