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„Der Transfermarkt zieht an“: Wann wird der FC aktiv?


Für einen Moment hatte es am Donnerstag so ausgesehen, als würde der 1. FC Köln mit Ron-Robert Zieler womöglich am Samstag einen ersten Neuzugang präsentieren können. Doch außer dem Interesse der Geißböcke ist an Eile derzeit von den Kölnern noch nichts geboten. Horst Heldt sieht jedoch ein zunehmendes Tempo auf dem Transfermarkt, das auch dem FC zugute kommen könne. Markus Gisdol geht derweil mit zwei internen Neuzugängen in die Vorbereitung.

Köln – Am Donnerstag war die Zeit des personellen Abarbeitens: Horst Heldt und Markus Gisdol stellten sich erstmals in der Vorbereitung den Fragen der Kölner Medien. Neben der Bestätigung der Schindler-Ausleihe nach Hannover und dem Interesse an Ron-Robert Zieler ging es vor allem um Jhon Cordoba und Mark Uth. Der Stand: unverändert. Heldt bestätigte, dass der FC dem Kolumbianer ein Angebot unterbreitet habe, das dessen Berater jedoch als nicht akzeptabel zurückgewiesen habe. „Das ist ein ganz normaler Vorgang“, sagte Heldt. „Es hat bislang kein weiteres Angebot gegeben.“ Darüber hinaus bestätigte der Sportchef, dass Köln weiter Mark Uth verpflichten wolle, man mit dem Spieler in Kontakt stehe, mit Schalke aber nicht. „Mark ist in der Vorbereitung verpflichtet beim FC Schalke 04 Gas zu geben.“ Alles andere werde die Zeit zeigen.

Die Zeit jedoch spielt natürlich eine Rolle. Heldt sagte zwar, dass es aktuell bei keinem Spieler eine Deadline gebe, betonte aber auch, dass sich dies mit fortschreitender Vorbereitung verändern werde. Kurzum: Noch hat der FC Zeit, noch hat sich auf dem Transfermarkt nicht viel getan, noch sind die Spielsteine auf dem internationalen Feld der Wechsel nicht in arge Bewegung geraten. Doch so langsam scheint etwas zu passieren. „Der Transfermarkt zieht gerade an“, sagte Heldt. „Zur Zeit ist die Situation aber noch nicht so, dass wir einfach so zuschlagen könnten. Wir verfolgen weiter die Vorgabe den Kader zu reduzieren. So müssen wir im ersten Schritt agieren. Dieser ist noch nicht abgeschlossen.“ Sieben Abgänge sind es, weitere sollen dazu kommen (Queiros, Koziello, Schaub, Sobiech).

Gisdol kennt Özcan und Horn noch nicht

Keine einfache Situation für Markus Gisdol, der sich bereits neue Gesichter zum Trainingsauftakt gewünscht hätte, jedoch wusste, dass sich dieses Jahr die Transferaktivitäten weit in die Vorbereitung hinein verschieben werden. „Wir werden während der Vorbereitung mehr Veränderungen im Kader haben“, sagte Gisdol. „Das ist sicher eine total außergewöhnliche Situation. Dadurch ist alles anders.“ Fünf Wochen sind es noch bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal. Erst einmal wird Gisdol nur mit jenen Spielern arbeiten können, die ihm im Hier und Jetzt zur Verfügung stehen.

Dazu zählen immerhin zwei Spieler, die der 50-jährige bislang noch nicht kennt: Jannes Horn und Salih Özcan, die beiden Rückkehrer aus Hannover und Kiel. „Sie sind für mich Neuzugänge“, sagte Gisdol. „Salih kann auf der Sechs, Acht und Zehn spielen. Jannes ist ein Linksverteidiger mit viel Tempo. Es wäre fahrlässig gewesen, ihm hier keinen Neustart zu ermöglichen.“ Özcan könnte sogar, da er sich in Kiel zu einem torgefährlichen Mittelfeldspieler entwickelt hat, ein Kandidat für die Uth-Position werden, soll aber auch Ellyes Skhiri und Jonas Hector Konkurrenz machen. Horn dagegen soll sich mit Noah Katterbach hinten links duellieren und auch als Option für die Position des offensiven Linksaußen getestet werden. Beide kommen mit Selbstvertrauen zu einem FC, der sich merklich gewandelt hat seit ihrem Abgang im letzten Sommer. Und dann wäre da auch noch Jens Castrop aus der U19, ein Perspektivspieler für das defensive Mittelfeldzentrum. Eigentlich also sogar drei Neuzugänge. Beim FC muss man dieser Tage genügsam sein. Die dicken Jahre sind erst einmal vorbei.

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