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FC zufrieden mit dem Punkt: „Hätte festes Siegel drauf gemacht“


Trotz zweimaliger Führung muss sich der 1. FC Köln mit einem 2:2 (2:1)-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg begnügen. Angesicht der Spielanteile und Chancenverteilung vor allem im zweiten Durchgang können die Geißböcke gegen die noch ungeschlagenen Wölfe durchaus zufrieden sein. Das sahen auch die Spieler, Geschäftsführer Horst Heldt und Trainer Markus Gisdol nach der Partie so. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Müngersdorf berichtet Marc L. Merten

Timo Horn: „Es war eine geschlossene Teamleistung. Nach dem Sieg in Dortmund wussten wir, dass wir auf eine starke Mannschaft treffen würden, die noch kein Spiel verloren hat. Wir haben gesehen, dass sie über eine überragende Qualität verfügen. Wir haben es gut gemacht und uns den Punkt verdient. Es war am Ende schon glücklich, wir wussten dass es bis zur letzten Minute ein schweres Spiel wird. Durch das 2:2 unmittelbar nach der Pause hatte Wolfsburg dann auch Rückenwind. Wir haben alles reingeworfen und der Punkt hilft uns auch in der Tabelle weiter. Wir wollen weiter da unten raus kommen, das ist jede Woche das Ziel. Es wird nicht leichter in den nächsten Wochen. Jedes Spiel ist für uns eine große Herausforderung, das wussten wir schon vor der Saison.“

Das Glück muss man auch mal haben

Jan Thielmann: „Wir sind froh, dass wir gegen gute Wolfsburger 2:2 gespielt haben. Den Punkt nehmen wir gerne mit. Es war bei meinem Tor ein bisschen glücklich, dass der Ball noch abgefälscht wurde. Das Glück muss man aber auch mal haben und meine Freude hat man mir dann glaube ich auch angesehen. Ich kann das ganz gut einordnen und relativ schnell abhaken. Jetzt müssen wir den Fokus schon auf die nächste Woche richten. Man versucht immer sein bestes, heute hat es das ein oder andere Mal geklappt. Das gibt mir Selbstvertrauen für die nächste Woche.“

Ismail Jakobs: „Wenn man in Führung geht, will man diese auch immer über die Zeit bringen. Wenn man sich aber das ganze Spiel anguckt, können wir zufrieden sein. Wolfsburg hatte deutlich mehr Ballbesitz, deswegen machen wir viel mehr Meter. Dann lassen am Ende vielleicht auch die Kräfte nach, um die Konter sauber auszuspielen. Wir haben uns inzwischen selbst gefunden, mehr Selbstvertrauen und deswegen ist es ein bisschen einfacher.“

Ondrej Duda: „Ich hätte zu meinem Geburtstag lieber gewonnen als ein Tor zu erzielen, weil wir die Punkt dringend brauchen. Ich bin natürlich trotzdem zufrieden mit dem Treffer. Wir haben kompakt gestanden aber in der zweiten Halbzeit vielleicht zu tief. Dann hat Wolfsburg früh ausgeglichen. Wir hätten einige Konter besser ausspielen können. Unsere jungen Spieler haben viel Potential und wir werden von Spiel zu Spiel besser. Hätten wir heute verloren, hätte der Sieg in Dortmund nicht so gut geschmeckt. Dass wir jetzt auch etwas mitnehmen ist gut, auch wenn ich gerne gewonnen hätte.“

Wir lassen uns den Blick nicht verstellen

Horst Heldt: „Wenn uns vor den letzten beiden Spielen jemand gesagt hätte, dass wir vier Punkte holen, hätte ich das natürlich unterschrieben und ein festes Siegel drauf gemacht. Ich finde heute haben wir wieder eine sehr gute Leistung gegen einen starken Gegner gezeigt. Ich denke es ist ein gerechtes Ergebnis. Beide Mannschaften wollten gewinnen und hatten ihre Chancen. Wir sind froh, dass wir gegen so einen starken Gegner einen Punkt geholt haben. Wir haben es heute auch spielerisch teilweise sehr gut gelöst. Wenn man gewinnt, kann man die Brust rausstrecken. Das hat man heute auch phasenweise gesehen.“

Markus Gisdol: „Wir hatten in Hälfte eins das Gefühl, wir können das Spiel gewinnen. Da haben wir ein richtig starkes Spiel gemacht. In Hälfte zwei hat der Gegner aufgedreht und seine Klasse gezeigt, deswegen können wir mit dem Unentschieden leben. Wir tun gut daran, die Ergebnisse nicht in den Mittelpunkt zu stellen, sondern wie wir spielen. Der Weg, den wir gehen, zahlt sich jetzt in Punkten aus. Wir lassen uns aber den Blick nicht verstellen auf das, was wir erreichen wollen. Im Fußball hängt unglaublich viel mit Selbstvertrauen zusammen. Unsere Mannschaft ist aber auch in einem Top-Zustand. Die Spieler können viel liefern, viel laufen und bis in die 95. Minute dagegenhalten. Das ist der Schlüssel.“

Oliver Glasner: „Es wäre heute etwas mehr möglich gewesen. Wir haben den Sieg aber mit fehlender Konsequenz in der Defensive verschenkt. In dem 3-5-2 machen es die Kölner sehr gut, weshalb sie dem Gegner wenig Räume geben. Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr dominant gespielt und gut abgesichert. Aber wir stellen uns jetzt die Frage, ob wir hier einen Punkt gewonnen oder den Sieg verloren haben. Natürlich ist es eine schöne Randnotiz, dass wir nach zehn Spieltagen 18 Punkte und noch nicht verloren haben.“

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