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Dennis und Meyer: So sieht Gisdol die Neuzugänge


Horst Heldt hat die Wünsche von Markus Gisdol erfüllt. Der 1. FC Köln hat in Emmanuel Dennis und Max Meyer zwei neue Optionen für die Offensive dazu bekommen. Sind beide Neuzugänge direkt Kandidaten für einen Startelf-Platz am Sonntag gegen Arminia Bielefeld? Wohl nur einer von beiden, wie der FC-Trainer am Freitag durchblicken ließ.

Köln – Beim FC ist man davon überzeugt, zwei Spieler verpflichtet zu haben, die das Niveau der Geißböcke auf dem Platz erheblich steigern können. Emmanuel Dennis, ein überdurchschnittlich schneller Angreifer, der im Sturm jede Position spielen kann, soll die Torgefahr einbringen, die dem FC zuletzt abging. Max Meyer, der technisch versierte Mittelfeldspieler, soll im Zentrum für eine bessere Verbindung zwischen Defensive und Offensive sorgen. Aber werden sie auch schon am Sonntag gegen Bielefeld spielen?

Kein Freibrief

Ihre Verpflichtung sei „kein Freibrief“, betonte Horst Heldt am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen den Tabellennachbarn. Auch Dennis und Meyer müssten sich erst einmal beweisen. Doch klar ist auch: Heldt und Gisdol haben die beiden Spieler geholt, weil kein bisheriger FC-Profi nach 15 Punkten aus 18 Spielen glaubhaft einen Stammplatz aufgrund allzu überzeugender Leistungen einfordern kann – nicht einmal Kapitän Jonas Hector. Dennis und Meyer sollen die Qualität sofort erhöhen und zum Saisonziel Klassenerhalt beitragen – egal, wen es dafür den Platz im Team kosten könnte.

„Wir haben lange gekämpft darum, dass wir etwas realisieren können“, sagte Gisdol am Freitag. „Die Eingewöhnungszeit für die beiden Spieler ist in vollem Gange. Beide sind in einem sehr guten körperlichen Zustand. Deswegen gehe ich davon aus, dass sie sofort Optionen für unseren Kader sein werden.“ Alles andere als eine sofortige Nominierung für Sonntag wäre eine Überraschung gewesen. Schließlich hatte der FC sich darum bemüht, die Transfers so hinzubekommen, dass das Duo bereits am Mittwoch und damit zum ersten Training der Woche mit Blick auf der nächste Spiel dabei sein konnten. Dafür hatte man bei Meyer nach GBK-Informationen sogar einen ersten Corona-Test am Montag durchführen lassen, obwohl der Transfer noch längst nicht abgeschlossen war. Es war eine präventive Maßnahme, um nichts dem Zufall zu überlassen und Meyer am Sonntag bereits einsetzen zu können.

Dennis von Beginn an, Meyer als Joker?

Gisdol deutete daher am Freitag schon an, welcher der beiden Spieler sogar schon Startelf-Chancen haben könnte: Emmanuel Dennis. „So einen Angreifer hatten wir als Typen noch nicht, einen Spieler, der den Weg zum Tor mit sehr guter Dynamik sucht. Ich bin froh, dass wir ihn haben.“ Bei Meyer äußerte sich der FC-Coach etwas vorsichtiger, wohl auch deswegen, weil der Ex-Schalker über deutlich weniger Spielpraxis verfügt als der Nigerianer. „Ich kenne Max schon lange Zeit“, sagte Gisdol, der einst auf Schalke mit dem Eigengewächs der Königsblauen zusammenarbeitete. „Er sichert uns in einem ersten Schritt erst einmal mehrere Positionen ab“, deutete Gisdol an, dass Meyer gegen Bielefeld wohl erst einmal als Joker mit dabei sein wird. „Er kann vermutlich schnell spielen, weil er ein hohes Grundniveau mitbringt und wir ihn nicht wochenlang heranführen müssen.“

Dennis von Beginn an, Meyer in der Hinterhand: So könnte es für das Spiel gegen Bielefeld also aussehen. Nicht leicht für jene Spieler, die für die Neuen auf der Bank landen würden. Doch nach den weitgehend enttäuschenden Leistungen im bisherigen Saisonverlauf auch keine Überraschung. Gisdol rührte es daher auch wenig. „Du kannst den Kopf einziehen oder im Training nachlegen“, sagte der FC-Trainer. „Wir müssen für den FC das Bestmögliche tun. Wir haben alle Anstrengungen unternommen, um uns noch mal besser aufzustellen.“ Jetzt müssen sich diese Veränderungen nur noch in Punkte verwandeln. Am besten schon am Sonntag gegen die Arminia.

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