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FC aus dem Rennen? Gerhardt will Klarheit „bis Ende Januar“


Der 1. FC Köln will Yannick Gerhardt im Sommer 2021 ablösefrei zurückholen (GEISSBLOG.KOELN berichtete). Doch den 26-jährigen vom VfL Wolfsburg wieder für die Geißböcke zu gewinnen, könnte eine fast unmögliche Aufgabe werden. Zumindest, wenn der Mittelfeldspieler sich an die Aussage seines Beraters Stephan Engels hält. 

Köln/Wolfsburg – Es ist der Traum vieler FC-Fans: Wenn der 1. FC Köln in der Bundesliga bleibt und im Sommer den geplanten Umbruch im zentralen Mittelfeld vollzieht, soll Yannick Gerhardt dabei eine wichtige Rolle einnehmen. Bislang haben auf der Position der Sechs bzw. Acht nur Jonas Hector und Ellyes Skhiri gültige Verträge für die nächste Saison. Salih Özcan soll verlängern. Elvis Rexhbecaj jedoch gilt aktuell als nicht finanzierbar, Marco Höger wird keinen neuen Vertrag mehr erhalten.

Und so will Sportchef Horst Heldt nach GBK-Informationen Yannick Gerhardt als künftige Leitfigur im Spiel der Geißböcke verpflichten. Ein Transfer des Kölner Eigengewächses ist jedoch mit vielen Fragezeichen versehen: Zwar wäre der vielseitig einsetzbare Linksfuß ablösefrei, sein Gehalt für den FC jedoch wohl nur über eine lange Vertragslaufzeit zu stemmen, wie dies bereits in der Vergangenheit häufiger praktiziert wurde. Vor allem aber, und das bestätigte nun Gerhardts Berater dem kicker, will der Spieler offenbar schon bald Klarheit über seine Zukunft: „Es wäre schön, wenn wir bis Ende Januar wissen, wie es weitergeht“, sagte Stephan Engels.

Was kann der FC Gerhardt bieten?

Engels und Gerhardt würden es aufgrund ihrer persönlichen Bande zum FC zwar gerne sehen, wenn die Geißböcke das Rennen machen würden. Doch Gerhardt würde unter keinen Umständen mit dem FC in die Zweite Liga gehen. Die Kölner müssten ihrem Ex-Spieler also eine Erstliga-Perspektive bieten können. Und dies scheint bis Ende Januar kaum machbar. Der FC müsste in den kommenden Partien schon einen außergewöhnlichen Lauf hinlegen, um in den wenigen Wochen bis zu Gerhardts Entscheidung zumindest gute Aussichten auf den Klassenerhalt zu haben. Nicht unmöglich, aber eben doch nur schwer vorstellbar.

Gerhardt nur Ersatz in Wolfsburg

Und so droht die Rückholaktion des 26-jährigen in einige Ferne zu rücken. Ein Hoffnungsschimmer bleibt freilich: Zwar kann sich der VfL Wolfsburg eine Vertragsverlängerung mit Gerhardt vorstellen. Doch die letzten anderthalb Jahre haben den Wölfen kaum Argumente geliefert, denn unter Trainer Oliver Glasner war der umworbene Mittelfeldspieler meist nur Ersatz: In 19/20 stand er nur sieben Mal in der Anfangsformation (elf Einwechslungen), in 20/21 sind es bislang vier Startelf-Einsätze (fünf Einwechslungen). Wenig spricht dafür, dass Gerhardt diesen Weg weitergehen wird. Das Problem aus FC-Sicht: Hertha BSC buhlt ebenfalls um den bislang einmaligen Nationalspieler.

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