,

Besser als die Bayern: FC muss zum nächsten Topteam


Der 1. FC Köln muss am Sonntagabend zur Mannschaft der Stunde reisen. Die Frankfurter Eintracht hat in diesem Kalenderjahr bereits mehr Punkte geholt als der FC Bayern und überzeugt durch eine beeindruckende Stabilität und Torgefahr. Nach dem Derbysieg in Gladbach begegnen die Kölner also nun erneut einer Topmannschaft.

Köln – Am Mittwochvormittag hat der 1. FC Köln nach zwei freien Tagen die Vorbereitungen auf das kommende Spiel bei Eintracht Frankfurt aufgenommen. Die Gastgeber sind aktuell das Team der Stunde, dabei schien es lange Zeit eine eher durchschnittliche Saison der Frankfurter zu werden. Nach zwölf Spieltagen lagen die Hessen auf Rang zehn der Tabelle – hatten mit zwei Siegen genauso viele wie der 1. FC Köln gesammelt und standen mit acht Unentschieden nur vier Punkte besser da als die Geißböcke. Seither jedoch hat sich vieles beim kommenden Gegner des FC verändert. Seit dem 19. Dezember haben die Frankfurter kein Spiel mehr verloren, in acht Partien gab es sieben Siege für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter. Einzig beim SC Freiburg gab es ein 2:2-Unentschieden.

Frankfurt ein Anwärter auf die Champions League?

Damit ist die Eintracht aktuell im Kalenderjahr 2021 noch vor den Bayern die beste Mannschaft der Bundesliga, holte 19 von 21 möglichen Zählern und hat zuletzt immer mindestens zwei Tore pro Spiel erzielt. Inzwischen steht das Team auf einem Champions League Platz und hat bereits vier Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach. Ein Einbruch der Frankfurter ist dabei zur Zeit nicht abzusehen, zu stabil präsentiert die sich die Elf aktuell, die aktuell nur im Zwangsfall von Hütter verändert wird.

Aktuell treten die Frankfurter mit einem neuen Selbstverständnis auf, haben sich auch von dem zwischenzeitlichen Ausgleich der TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Wochenende nicht aus der Bahn werfen lassen.  „Wir wissen um unsere Qualität. Selbst wenn wir das 1:2 gekriegt hätten, wäre das noch kein Problem gewesen und wir wären in unserer aktuellen Form zurückgekommen“, stelle Abwehrchef Martin Hinteregger die neu gewonnene Siegermentalität nach dem Erfolg über die TSG unter Beweis. Als nächste Mannschaft wird der 1. FC Köln am Sonntagabend versuchen, die Frankfurter Eintracht zu bezwingen. Zuhause haben die Frankfurter in dieser Saison allerdings noch überhaupt nicht verloren und anders als bei vielen anderen Mannschaften in der Bundesliga, ist man zur Zeit bei der Eintracht auch überhaupt nicht daran interessiert, die aufgekeimte Euphorie zu bremsen.

Jeder Lauf muss einmal enden

Doch nicht nur das Gebilde an sich scheint in Frankfurt aktuell unglaublich stabil, auch die Einzelspieler erreichen fast allesamt ihr Leistungsmaximum. Während Hinteregger die inzwischen auf Dreierkette umgestellte Abwehr stabilisiert, spielt der inzwischen 37-jährige Makoto Hasebe wohl seine beste Saison im defensiven Mittelfeld. Amin Younes und Daichi Kamada überzeugen in der offensive, wohingegen Filip Kostic und André Silva in vorderster Front für Torgefahr sorgen. Silva liegt aktuell mit 17 Saisontoren sogar hinter Lewandowski auf Rang zwei und lässt Winter-Neuzugang Luka Jovic kaum eine Chance auf Startelfeinsätze. Dass die Frankfurter in ihrem starken Lauf den FC nun unterschätzen könnten, dürfte am Sonntag nicht zu erwarten sein. Dafür haben die Geißböcke mit Dortmund, Wolfsburg, Leipzig und Gladbach schon zu vielen vermeintlichen Favoriten ein Bein gestellt. Und auch der Frankfurter 5:1-Erfolg über Arminia Bielefeld zeigt, dass die Eintracht jeden Gegner ernst nimmt. Die FC-Spieler hoffen derweil nun darauf, den neu gewonnenen Teamspirit durch den Derbysieg mit in das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt transportieren zu können und dem Spiel in Gladbach in Sachen Zweikampfhärte und Leidenschaft in nichts nach zu stehen. Zudem haben die Geißböcke mit ihren Siegen gegen Dortmund und Gladbach sowie dem Unentschieden gegen RB Leipzig gezeigt, dass sie den Topteams durchaus etwas Zählbares abtrotzen können. Und sowohl in Köln als auch in Frankfurt wir man auch wissen, dass jeder Lauf irgendwann sein Ende finden kann.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar