Der FC verlor in Leverkusen trotz guter Leistung. (Foto: Bucco)

Kölner Chancenwucher: Bittere Derby-Pleite für Funkel-Elf

Der 1. FC Köln hat trotz einer der besten Leistungen in dieser Saison das Trainer-Comeback von Friedhelm Funkel mit 0:3 (0:1) verloren. Die Geißböcke machten eigentlich vieles richtig, ließen aber zahlreiche Großchancen liegen und schliefen zweimal jeweils zu Beginn der Halbzeiten. Was in vielen Belangen eigentlich Mut machen könnte, war ein weiterer Rückschlag im Abstiegskampf.

Aus der BayArena berichtet Marc L. Merten

Friedhelm Funkel hatte sich mit seiner Mannschaft so viel vorgenommen. Der FC-Trainer hatte wie erwartet Emmanuel Dennis als Sturmspitze gebracht, dahinter Max Meyer für den gesperrten Ondrej Duda, dazu in der Viererkette Sebastiaan Bornauw für Jorge Meré und Jannes Horn für Noah Katterbach. Die Kölner wollten mutig spielen, den Favoriten ärgern, torgefährlicher werden und besser verteidigen. Doch dann ging alles schief, was schief gehen konnte.

Moment des Spiels

Nach nur fünf Minuten bekam Friedhelm Funkel einen ersten Geschmack der großen Probleme des 1. FC Köln in dieser Saison: Jannes Horn, Kingsley Ehizibue und Timo Horn verweigerten ihre Aufgaben. Moussa Diaby ließ Horn nach nicht einmal fünf Minuten auf der linken Kölner Abwehrseite ins Leere grätschen, flankte und fand den von Ehizibue alleine gelassenen Leon Bailey am langen Pfosten. Der elf Zentimeter kleinere Leverkusener hatte keine Probleme das Kopfballduell mit seinem Kölner Rivalen zu gewinnen. Und weil Timo Horn nicht einmal versuchte den wenig wuchtigen Kopfball zu halten, sondern zögerte und schließlich stehen blieb, lagen die Geißböcke wie schon im Hinspiel früh mit 0:1 zurück.

Pfiff des Spiels

Es lief die 36. Spielminute. Der FC konterte. Marius Wolf zog in den Strafraum und wurde dabei von Charles Aranguiz gefoult. Schiedsrichter Sören Storks entschied auf Strafstoß. Doch dann intervenierte VAR Daniel Siebert. Das Foul hatte um wenige Zentimeter vor dem Sechzehnmeterraum angefangen. Und so zog Storks seine Entscheidung zurück und entschied auf Freistoß. Den Freistoß zog Jonas Hector mit links auf das Tor und jagte die Kugel an die Unterkante der Latte. Von dort sprang der Ball aus dem Kasten. Es brauchte keine weitere Szene, um das Pech der Geißböcke in diesem Spiel zusammenzufassen.

Fazit

Jonas Hector mit zwei Großchancen, dazu zwei Lattentreffer von Hector und Kainz sowie ein zurückgenommener Elfmeter – der 1. FC Köln hatte am Samstagabend alles, nur kein Spielglück. Den Geißböcken war nicht einmal viel vorzuwerfen: Ja, das 0:1 war dilettantisch verteidigt, das 0:2 war die Folge fehlender Restverteidigung nach einer eigenen Ecke, das 0:3 die Folge von alldem. Doch der FC war in diesem Derby über 90 Minuten die weitaus bessere Mannschaft. Kämpferisch, fußballerisch, taktisch – nur eben nicht in den entscheidenden Situationen. Die Funkel-Elf hatte mehr Ballbesitz, kontrollierte die Partie, arbeitete verbissen, kam zu Chancen, doch Bayer machte die Tore. Das war die Krux – und sie führte zu einer unverdienten Niederlage, die im Ergebnis aber nichts änderte. Der FC steht weiter auf einem direkten Abstiegsplatz. Es sind nur noch fünf Spiele, in denen die Geißböcke den Klassenerhalt schaffen können.

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