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Zehn Punkte unter Funkel: Jetzt braucht’s die Krönung!


Als Friedhelm Funkel sechs Spieltage vor Saisonende den 1. FC Köln übernahm, bestand die Angst, der Trainerwechsel käme zu spät. Inzwischen scheint die Trennung von Markus Gisdol und Funkels Installation gerade noch rechtzeitig gekommen zu sein. Nun können und müssen Trainer und Mannschaft diese Last-Minute-Wende perfekt machen.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Friedhelm Funkel und die Spieler des 1. FC Köln konnten am Sonntag einen Tag durchatmen und den Gegner für die Relegation unter die Lupe nehmen. Das Abschalten dürfte auch nötig gewesen sein. Die Anspannung vor dem Abstiegsfinale gegen den FC Schalke 04 war immens gewesen, die Erlösung dafür umso größer. Diese Erleichterung soll die Geißböcke in den kommenden sechs Tagen zur Rettung tragen.

Grund zur Hoffnung besteht durchaus, denn der Trainerwechsel zu Friedhelm Funkel hat den erhofften Erfolg gebracht. Zehn Punkte haben die Geißböcke in den sechs Spielen unter dem 67-jährigen geholt. In den letzten beiden Partien hat der FC sogar seine Defensivschwäche in den Griff bekommen und ist in Berlin und gegen Schalke ohne Gegentor geblieben. In einer Woche, in der es nur noch um taktische Nuancen, vor allem aber um Mentalität und Selbstbewusstsein gehen wird, sind solche Erfolge von großer Bedeutung.

Der FC hat es doch noch selbst in der Hand

Das weiß auch Funkel, der Chefpsychologe, der den Fußball beim FC nicht neu erfunden hat, sondern sich darauf konzentriert hat, den Spielern wieder Feuer unter dem Allerwertesten zu machen und ihnen den Glauben zurückzugeben, den Klassenerhalt schaffen zu können. Am letzten Spieltag hatten die Geißböcke diese Rettung nicht mehr in der eigenen Hand. Das hat sich jetzt verändert. Die Relegation ist ein Ausscheidungskampf Mann gegen Mann. Wer körperlich und mental bis zum Schluss durchhält, wer die Nerven behält, wird am Ende auch die Oberhand behalten. Dafür soll Funkel sorgen. Dafür sollen die Spieler sorgen. Dann wäre der Trainerwechsel gerade noch rechtzeitig gekommen – und der FC weiter Bundesligist.

14 Kommentare
  1. Truebe Tasse sagte:

    Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass der Wechsel zu spät kam. Eigentlich hätte der Wechsel vor genau einem Jahr erfolgen müssen. Mit Gisdol in die neue Saison zu gehen war stümperhaft. Anschließend wäre die kurze Winterpause ein guter Zeitpunkt gewesen. Der eigentliche letzte Pfeil im Köcher war die letzte Länderspielpause. Mit Funkel wäre das Entscheidungsspiel gegen Mainz garantiert nicht verloren gegangen und wir müssten jetzt nicht mehr über das Thema Relegation sprechen.

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  2. Hennes48 sagte:

    Ich finde es richtig und wichtig, immer wieder daran zu erinnern, dass der Trainerwechsel viel zu spät erfolgt ist! Denn damals nach Stöger hieß es, so etwas dürfe nicht wieder passieren! Ist es aber nun bei Gisdol ein zweites Mal! Ohne wenn und aber-eine ganz schwache Führungsleistung des FC mal wieder…und DAS darf nicht einfach so untergehen…
    Jetzt gilt es natürlich ganz klar, sich zweimal noch mit voller Entschlossenheit auf Kiel einzustellen…bei entsprechendem Einsatz und hoher Laufleistung ist das auch möglich,denn Kiel ist körperlich mit Sicherheit am Limit nach den letzten Wochen…und anders als gegen Hertha sollte dieser Aspekt taktisch in den Spielplan einfließen…come on FC!!!

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    • Kurti sagte:

      Die Frage die ich mir auch immer stelle ist:
      Wenn ich nach der Coronapause aus einer Siegesserie in eine Niederlagenserie taumel
      Unsportlich hoch 10 meine Arbeit verweigere und 6 Tore in Bremen kassiere
      damit dann 4-5 Mio Fernsehgelder fahrlässig verschleuder

      Warum sind dann in unseren Ausschüssen, Räten, Führungen, Vorständen nicht ein paar Leute die diesem Spuk ein Ende bereiten und mit Gisdol in die Saison gehen?

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    • Truebe Tasse sagte:

      Das Zitat des „Dieser Fehler darf kein zweites Mal gemacht werden“ darf man nicht im Zusammenhang sehen. Erstens war der größte Teil der Verantwortlichen halt ein anderer und zweitens waren die Umstände anders. Damals hatten wir einen Volkshelden als Trainer, dem man grundsätzlich alles verzeihen wollte und konnte, aus dem man den kölsche C. Streich machen wollte und der es letztlich „nur“ nicht geschafft hat, die Mannschaft fit zu kriegen. Bei Gisdol war eigentlich alles genau andersrum: ihm schlug nie die Sympathie gegenüber wie Peter Stöger, ein langfristiges Projekt war Gisdol bereits zu Beginn nicht, die Mannschaft war allerdings körperlich fit, dafür haben aber Woche für Woche immer andere Spieler Aussetzer gehabt. Insofern kann man meiner Meinung nach nicht sagen, dass hier derselbe Fehler mit dem zu langen Festhalten erneut gemacht wurde und im krassen Gegensatz zur damaligen Aussage steht. Eine Trainerentlassung ist nie gut und es gibt selten einen richtigen Zeitpunkt dafür. Bei Gisdol hätten es wenn überhaupt dann 2 oder 3 „richtigere“ gegeben, aber niemals DEN richtigen. Letztlich darf man aber auch die Mannschaft nicht zu sehr IN Schutz nehmen, denn wenn dort jeder Spieler zu jeder Zeit vollen Einsatz geliefert hätte, wäre Gisdol noch immer Trainer und die Mannschaft bereits seit 2, 3 Wochen gerettet.

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  3. Oliver Hartmann sagte:

    Nun kann man diskutieren ob der Trainer gut war oder nicht. Man muss auch eines klar sehen. Der 1.FC Köln hat seit Schmadtke einiges an Glaubwürdigkeit verspielt und hat das Problem einen guten Trainer zu finden. Baumgart muss sich auch erst beweisen ob er die richtige Wahl ist. Mal schauen. Denn der Trainer muss es schaffen die junge Talente aufzubauen. Das hatte der Gisdol sehr gut geschafft und uns letzte Saison gerettet. Das darf man nicht vergessen. Die Bundesliga Pause war sehr kurz. Die Talente einzubauen war die Zeit zu gering.
    Funkel war jetzt trotzdem die Rettung wenn Köln oben bleibt. Dann muss man schauen wozu Baumgart in der Lage ist. Ich glaube noch nicht an den neuen Trainer, aber wer möchte in Köln bei dieser Unruhe trainieren?

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    • Norbert Furmanek sagte:

      Deinen Kommi muß keiner verstehen oder ? Gisdol´s Talente ? Überschaubar !! Im Vergleich zu anderen in anderen Klubs —-na ja . Letzte Saison gerettet ? Weil Mannschaften die spielerisch viel besser sind total geschwächelt hatten. Das Momentum war da auf Seiten des FC. Und jeder neue Trainer ist eine Unbekannte. Aber Baumgart hat gezeigt dass er gute Fähigkeiten besitzt.

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  4. Norbert Furmanek sagte:

    Lieber Marc ! Abschalten / Anspannung ? Das Problem haben alle Mannschaften die um Ränge kämpfen —ob Oben oder Unten. Und Kiel ? Stehen auch unter Anspannung. Also , es liegt nicht auf Einseitigkeit !! Und Funkel bitte auch nicht zu sehr über den grünen Klee loben. Ein Sieg mehr und der war machbar dann wären wir durch !! Mehr Mut wagen FC

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    • Truebe Tasse sagte:

      Es wäre möglich gewesen, aber es wäre ebenso möglich gewesen, gegen Leipzig zu verlieren. Unterm Strich sind 3 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen – von denen beide vermeidbar waren – aus 6 Spielen durchaus ein Grund, Funkels Leistung zumindest für diese 6 Spiele zu loben. Nach Mainz hätten wir alle (!) diese Bilanz unterschrieben, vor allem mit Hinblick auf das Restprogramm mit 2 Top-Teams inklusive.

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  5. Daim71 sagte:

    Jetzt haben wir den direkten Abstieg erst Mal verhindert und es wird wieder rum gemäkelt.

    Ich habe vollstes Vertrauen in Funkel.
    Daher bitte alle Daumen drücken.
    Nach der Relagation erfolgt die Planung für die neue Saison.
    Ob die Planung Held noch machen darf, bezweifle ich. Ich denke der Vorstand wird sich von ihm trennen.
    In Kürze erfolgt die Mitgliederversammlung, dann wäre ein Reizthema weniger zu besprechen.

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