Thomas Kessler, Christian Keller und Jonas Urbig. (Foto: Bucco)

Thomas Kessler, Christian Keller und Jonas Urbig. (Foto: Bucco)

“Wir führen die Gespräche”: FC intensiviert die Kaderplanung

Zwölf Tage ist Christian Keller nun beim 1. FC Köln im Amt. Wie schnell legt der neue Sport-Geschäftsführer den Schalter um und macht erste Nägel mit Köpfen? Die Kaderplanung ist freilich längst im Gange, doch es kein Geheimnis: Beim FC hatte man auf Keller gewartet, um die wichtigsten Aufgaben nun mit Vollgas angehen zu können. Wann werden die Geißböcke erste Vollzugsmeldungen auf dem Transfermarkt und im Vertragspoker machen können?

Salih Özcan und Luca Kilian avancierten am Samstag gegen Mainz 05 zu den Matchwinnern. Nicht zuletzt, weil der Sechser in der 82. Minute jenen Kopfball in Richtung Mainzer Tor wuchtete, dessen Abpraller der Innenverteidiger über die Linie drückte. Mit beiden Spielern laufen aktuell parallel zum sportlichen Geschehen die Gespräche über die Zukunft der Spieler beim FC.

Gespräche, in die sich nun Christian Keller einschaltet. Der neue Sportchef ist zwar offiziell erst seit dem 1. April an Bord, seine Arbeit leistet er jedoch schon länger. Das hatte er auf seiner Antritts-Pressekonferenz durchblicken lassen. Nicht nur, dass er sich bereits im vergangenen Dezember mit Steffen Baumgart zu einem intensiven Kennenlernen getroffen hatte. Er hatte sich auch schon im März alle wichtigen Vertragsunterlagen schicken lassen, um keine Anlaufzeit am Geißbockheim zu benötigen.

Özcan und Kilian: Investitionen in die Zukunft

Keller weiß um die Kürze der Zeit, in der die ersten Entscheidungen getroffen werden müssen. Mit öffentlichen Auftritten und Äußerungen hält sich der 43-Jährige noch zurück. Erst soll intern die Grundlage für die kommenden Wochen und Monate gelegt werden. Dazu gehören auch die Personalien Özcan und Kilian. Beim Kölner Eigengewächs soll ein Angebot zeitnah übermittelt werden. Lizenzspieler-Leiter Thomas Kessler machte zu Wochenbeginn klar, dass man bereit sei, sich maximal zu strecken. Doch klar ist: Die Entscheidung für Özcan liegt zwischen einer Führungsrolle beim FC und einem deutlich höheren Gehalt anderswo.

Derweil bestätigte Kessler bei Kilian: “Wir führen aktuell die Gespräche.” Was bedeutet: Ob der FC die Zwei-Millionen-Kaufoption ziehen wird, dürfte sich schon bald entscheiden. In der Regel ist eine solche Option zeitlich gebunden, womöglich bis Ende April oder Ende Mai. Daher wird der FC wohl schon bald entscheiden müssen, ob das Geld für den 22-Jährigen in die Hand genommen wird oder nicht. Die Tendenz ist klar: Kilian soll bleiben.

Denn: Genauso wie bei Özcan wäre bei Kilian die Investition eine solche in die Zukunft. Die beiden noch jungen Bundesliga-Profis, so hofft man beim FC, sollen ihren Marktwert in den kommenden Jahren in Köln noch deutlich weiter steigern. Davon würden dann auch die Geißböcke perspektivisch profitieren. Während Altstar Anthony Modeste nicht darauf hoffen darf, dass man ihm sein derzeitiges Jahresgehalt länger zahlen wird als unbedingt nötig, will der FC bei Kilian und Özcan in Zukunft noch ordentlich Kasse machen. Dass dafür erst einmal eine Investition getätigt werden muss, ist das notwendige Übel.

Der FC sucht auf fünf Positionen

Neben den Vertragsgesprächen sollen auch erste Neuzugänge bereits perfekt sein, heißt es im Umfeld des Geißbockheims. Doch die Verantwortlichen hüllen sich in Schweigen. “Wir sind nicht erst seit dieser Woche in Gesprächen für nächste Saison”, sagte Kessler lediglich. “Es geht darum: Welche Spieler könnten uns verlassen? Welche Spieler können wir dazu holen?” Einzig fünf Positionen scheinen klar, auf denen der FC nach neuen Spielern sucht.

Weil Jannes Horn gehen könnte, wird die Linksverteidiger-Position hinter Jonas Hector vakant. Weil weder Kingsley Ehizibue noch Kingsley Schindler konstante Alternativen zu Benno Schmitz sind, wird auch auf der Rechtsverteidiger-Position gesucht. Weil den offensiven Flügeln links und rechts Tempo und Dribbling-Qualitäten fehlen, hat Steffen Baumgart bereits bestätigt, dass hier nachgebessert werden muss. Und die Position des Mittelstürmers ist nicht zuletzt durch die Gerüchte um Modeste und die fragliche Zukunft von Sebastian Andersson neu zu besetzen. Vor allem also sind die Flügel defensiv wie offensiv die wunden Punkte, um die sich Christian Keller, Thomas Kessler und Co. in den kommenden Wochen werden kümmern müssen.

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