Baumgart-Vergleich: „Es gab einen Baumi 1.0, jetzt gibt es einen Luki 1.0“

Lukas Kwasniok am Tag seiner Vorstellung beim FC. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok am Tag seiner Vorstellung beim FC. (Foto: Bucco)

Hat der 1. FC Köln mit Lukas Kwasniok den neuen Steffen Baumgart verpflichtet? Der Vergleich ist naheliegend. Das findet der neue FC-Trainer allerdings nur in Teilen.

Lukas Kwasniok hat sich launig und humorvoll beim 1. FC Köln vorgestellt. Auf der Pressekonferenz am Mittwoch klopfte sich der 44-Jährige Sprüche, nahm sich auch mal selbst auf den Arm, machte aber auch deutlich, dass hinter den Worten auch ein klarer fußballerischer Weg und ambitionierte Ziele stehen sollen.

Vor vier Jahren war mit Steffen Baumgart bereits ein Trainer vom SC Paderborn nach Köln gewechselt. Nun versuchen es die Geißböcke mit Baumgarts Nachfolger beim SCP. Auch in der Hoffnung, dass nach Timo Schultz und Gerhard Struber ein Trainer in die Domstadt kommt, der die Stadt, die Menschen, die Fans und auch die Spieler wieder mitreißen kann.

Kwasniok, das Baumgart-Double?

Zumindest weiß der 44-Jährige schon länger, was ihn in Köln erwartet. „Meine Ur-Oma war hier in Köln ansässig“, erzählte Kwasniok munter. „Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich in FC-Bettwäsche geschlafen hätte. Aber wenn du nicht ganz doof bist, lässt du dich umarmen und von dieser Stadt infiltrieren.“ Es war zu spüren, dass sich Kwasniok auf seine Aufgabe freut. Und sich auch bewusst ist, was von ihm erwartet wird.

Auch, weil ihm auch bewusst zu sein scheint, dass er der eigentliche Baumgart-Nachfolger beim FC ist, nachdem Schultz und Struber gescheitert waren. „Auf den ersten Blick ähneln wir uns“, sagte Kwasniok auf die Frage, ob er eine Art Baumgart-Double sei. „Die Allergrößten sind wir nicht, die sportliche Aktivität ist auch schon ein paar Tage her, wenn man sich zumindest meine körperliche Konstitution anschaut.“

Wenn wir dann am Ende so erfolgreich sind wie unter Baumi, nehmen wir uns alle in die Arme und sagen: coole Zeit

Lukas Kwasniok

Doch da hören die Ähnlichkeiten auch auf, betonte der neue Chefcoach der Geißböcke. „In Bezug auf den Umgang mit der Mannschaft und auf die fußballspezifische Annäherung gibt es schon Unterschiede“, befand Kwasniok und brachte einen Wunsch zum Ausdruck: „Es gab einen Baumi 1.0, und jetzt gibt es einen Luki 1.0. Wenn wir dann am Ende so erfolgreich sind wie unter Baumi, nehmen wir uns alle in die Arme und sagen: coole Zeit.“

Dafür will Kwasniok die Fans und die Spieler gleichermaßen vom ersten Tag an mitnehmen. Er freue sich auf öffentliche Trainingseinheiten („Wer als Trainer das nicht will, soll nicht nach Köln kommen“), er wolle wieder eine besondere Verbindung zwischen Mannschaft und Anhängern herstellen. Und vor allem ist er davon überzeugt, dass der FC und Kwasniok gut zusammenpassen: „Der Club ist emotional, ich bin emotional. Das passt.“ Ab dem 7. Juli zum Trainingsauftakt sollen das alle spüren, damit der FC in der Bundesliga wieder eine gute Rolle spielen kann.

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