Thomas Kessler hat den 1. FC Köln im Sommer generalüberholt. Im Transfer-Ranking des kicker landete der FC deshalb nun auf Platz eins und bekam ein Sonderlob.
Noch hat der 1. FC Köln keine Saisonziele erreicht und dennoch hat der gute Saisonstart der Geißböcke dafür gesorgt, dass die Bundesliga mit anderen Augen auf den FC schaut. Seit 2022 war es beim FC sportlich steil bergab gegangen. Bei der Kaderplanung lag vieles im Argen. Kaum ein Transfer von Ex-Sportchef Christian Keller schlug ein.
Dann kam der große Bruch im Mai 2025 mit dem Keller-Rauswurf und der Entlassung von Gerhard Struber. Seitdem schwingt Thomas Kessler das Zepter bei den Geißböcken und hat bislang ein gutes Händchen bewiesen. Dabei war nicht klar, ob Kessler überhaupt die Nummer eins beim FC bleiben würde. Insbesondere ein Name geisterte immer wieder ums Geißbockheim.
Kesslers Erfolg mit dem FC „kein Zufall“
Jonas Boldt soll in den vergangenen Jahren mehrfach beim ehemaligen Vorstand des FC im Visier gewesen sein. Doch ernst wurde es nie mit dem 43-Jährigen, der zuletzt beim Hamburger SV und zuvor bei Bayer Leverkusen gearbeitet hatte. Der Ex-Sportchef des HSV sprach nun im kicker über Kesslers Arbeit und lobte den Kölner Sportchef in höchsten Tönen.
Im Zuge des Transfer-Rankings des Fachmagazins für die gesamte Bundesliga wurde der FC auf Platz eins eingestuft. „Dass der 1. FC Köln und dessen Sportdirektor Thomas Kessler an der Spitze des Rankings stehen, ist kein Zufall“, sagte Boldt. „Die Aufstiegsmannschaft wurde bewusst da verstärkt, wo es nötig war. Und gleichzeitig wurden Spieler gewinnbringend verkauft oder geräuschlos abgegeben, wenn sie beim FC keine Perspektive mehr hatten.“
Fast alle Transfers schlagen ein
Der große Umbruch im Sommer hat bislang bekanntlich gut funktioniert. Spieler wie Jakub Kaminski und Marius Bülter, Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen sowie Isak Johannesson wurden auf Anhieb Stammspieler und Leistungsträger. Ragnar Ache und Cenk Özkacar deuteten ihr Potenzial an, Rav van den Berg wurde von einer Verletzung getroffen, gilt aber als Mann der Zukunft in der Innenverteidigung.
Lediglich Tom Krauß und insbesondere Alessio Castro-Montes konnten sich bislang nicht wie erhofft in Szene setzen, während Ron-Robert Zieler seine Rolle hinter Marvin Schwäbe nicht nur sportlich ausfüllt, sondern bereits mit Perspektive für den Sprung ins FC-Management verpflichtet wurde. Und schließlich holte Kessler mit Lukas Kwasniok einen Trainer, der einen Gegenentwurf zu Gerhard Struber und Timo Schultz darstellt.
Kessler ist ein guter Typ, der eng mit seiner Heimatstadt verbunden ist – und gleichzeitig weiß, wie der Fußball funktioniert
JOnas Boldt
„Es war zudem früh eine klare Idee zu sehen, nach der das Team zusammengestellt wurde: eine Idee, die hervorragend zu Trainer Lukas Kwasniok passt“, sagte Boldt nun. „Es überrascht mich nicht, dass das funktioniert hat. Kessler ist ein guter Typ, der eng mit seiner Heimatstadt verbunden ist – und gleichzeitig weiß, wie der Fußball funktioniert. Zudem hat er sicherlich davon profitiert, dass in den vergangenen Jahren die finanzielle Basis für den Kaderumbau gelegt wurde.“
Said El Mala holte Kessler bekanntlich nicht als Sportchef, jedoch verlängerte der 39-Jährige im Sommer umgehend mit dem Toptalent – ein echter Coup, der nach dessen Nominierung für den DFB nun umso wertvoller ist. Noch muss sich diese Entwicklung erst im Laufe der Saison bestätigen. Doch der FC steht vor allem dank der Kaderplanung und der Neuaufstellung des Trainerteams nach zehn Spieltagen im gesicherten Mittelfeld.








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