FC-Profi gesteht: „Nicht ganz auf der Höhe“ wegen Transfer-Anfrage

Denis Huseinbasic im Trainingslager in La Nucia. (Foto: Gauer)
Denis Huseinbasic im Trainingslager in La Nucia. (Foto: Gauer)

Nach einem komplizierten Saisonstart gehört Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln zu den regelmäßigen Startelf-Anwärtern – so auch vor dem Re-Start in Heidenheim. Anders als im Sommer, als ihn das Interesse eines anderen Clubs beschäftigt hatte.

Denis Huseinbasic darf sich offenbar berechtigte Hoffnungen machen, in der Startelf zu stehen, wenn am Samstagnachmittag in Heidenheim das neue Bundesliga-Jahr des 1. FC Köln beginnt. Schließlich durfte der Mittelfeldspieler auch bei der Generalprobe gegen Lugano beginnen und Trainer Lukas Kwasniok erklärte nach dem 2:1-Sieg: „Die Tendenz war schon vorhanden, dass die Jungs der ersten Halbzeit ein Stück weiter vorne sind in meiner Gedankenwelt.“

Zu Beginn der Saison hatte Huseinbasic in Kwasnioks Gedankenwelt eine untergeordnete Rolle gespielt. Beim Pokal-Auftakt in Regensburg hatte er es nicht in den Kader geschafft, beim Liga-Star in Mainz dann über die volle Distanz nur auf der Bank gesessen.

Bragas Interesse hat Huseinbasic „beschäftigt“

„Natürlich war ich geknickt und traurig. Aber ich gebe nie auf“; sagt Huseinbasic im Interview mit dem Kicker rückblickend. Er habe seinen „Mund gehalten, hart gearbeitet und auf meine Chance gewartet“. Die kam bereits am zweiten Spieltag gegen Freiburg, als sich der 24-Jährige plötzlich in der Anfangsformation wiederfand.

Dass es zu Beginn nicht für den Kader gereicht hatte, führt Huseinbasic auch auf die damaligen Transfergerüchte zurück. Sporting Braga hatte um ihn gebuhlt. „In den ersten zwei Wochen der Vorbereitung war ich deshalb vielleicht auch nicht ganz so auf der Höhe, weil mich das einfach beschäftigt hat“, gibt der gebürtige Hesse zu, doch: „Ich war mir dann sicher, dass ich in Köln bleiben und mich dort durchsetzen will. Nachdem ich diese Entscheidung getroffen hatte, war ich wieder klarer im Kopf und es lief deutlich besser.“

Am Anfang der Saison hätte aber wohl niemand gedacht, dass ich jetzt im Winter schon so viele Spielminuten habe.

Denis Huseinbasic

Insgesamt sieben Mal durfte er in der Bundesliga beginnen, mit bislang 607 Minuten ist er rein statistisch betrachtet Feldspieler Nummer zwölf. „Am Anfang der Saison hätte aber wohl niemand gedacht, dass ich jetzt im Winter schon so viele Spielminuten habe“, sagt Huseinbasic, wobei „der eine oder andere Scorerpunkt“ fehle. Bisher gelang ihm weder ein Tor noch eine Vorlage.

Huseinbasic: „Bemerkenswert, was zu lesen ist“

Sollte sich Huseinbasic im weiteren Saisonverlauf noch steigern können, könnte als Belohnung die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko warten. Die Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas kämpft in den Playoffs im März in die Teilnahme. Zunächst wartet Wales, dann – im Erfolgsfall – Italien oder Nordirland.

Wobei Huseinbasic, der bis dato siebenmal für das Heimatland seiner Eltern auflief, seit dem Sommer vergeblich auf eine Nominierung wartet. Damals war er aus persönlichen Gründen von der Nationalmannschaft abgereist (der GEISSBLOG berichtete). Es gebe jedoch „kein böses Blut“, wie er klarstellt: „Es ist bemerkenswert, dass in bosnischen Medien immer zu lesen ist, dass ich nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen will. Das stimmt nämlich überhaupt nicht. Wenn ich eingeladen werde, packe ich meine Koffer und reise hin.“ Genau dafür wolle er sich „über gute Leistungen in der Liga empfehlen“. Am besten schon am Samstag in Heidenheim. 

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