Mainz rüstet auf, Bremen überrascht: So legte die FC-Konkurrenz im Winter nach

Sheraldo Becker stürmt künftig für Mainz 05. (Foto: IMAGO / AFLOSPORT)
Sheraldo Becker stürmt künftig für Mainz 05. (Foto: IMAGO / AFLOSPORT)

Der 1. FSV Mainz 05 bläst zum Angriff im Tabellenkeller. Derweil macht der VfL Wolfsburg auf dem Transfermarkt typisch Wolfsburger Sachen mit sehr viel Geld. Ein Blick auf die Konkurrenz des 1. FC Köln.

Mehr als die Hälfte der Bundesliga-Clubs muss den Blick in der Tabelle auch oder vor allem nach unten richten. Zwischen Platz neun (Union Berlin) und 16 (Mainz 05) liegen gerade einmal sechs Punkte. Der 1. FC Köln hat sich mit fünf Punkten Vorsprung auf die Relegation in den letzten Wochen vielversprechend platziert.

Doch auf dem Transfermarkt hat sich noch einmal viel getan. So mancher Verein hat im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal aufgerüstet. Vor allem Mainz und Wolfsburg haben investiert, aber auch der HSV, während in Bremen die Alarmglocken immer lauter schrillen. Ein Blick auf die Konkurrenz des 1. FC Köln.

Platz 9: Union Berlin (24 Punkte)

Union Berlin hat überrascht. Manager Horst Heldt und Trainer Steffen Baumgart haben sich entschieden überhaupt keine Winterneuzugänge zu präsentieren. Die Eisernen vertrauen ihrem Kader, den sie lediglich minimal verkleinert haben. Keine Neuen bei Union – die Köpenicker sind davon überzeugt, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden.

Platz 10: 1. FC Köln (23)

Der 1. FC Köln entschied sich für zwei Top-Talente ohne große Bundesliga-Erfahrung: Erst kam Jahmai Simpson-Pusey von Manchester City auf Leihbasis mit Kaufoption, dann mit dem gleichen Konstrukt am Deadline Day Felipe Chávez vom FC Bayern München. Simpson-Pusey erwies sich als Soforthilfe, ehe er sich eine Muskelverletzung zuzog und wohl bis Mitte Februar fehlen wird. Chavez hatte zuletzt in München sein Bundesliga-Debüt gefeiert und will beim FC diese Entwicklung fortsetzen. Beide Youngster sollen die Spielstärke der Geißböcke erhöhen.

Platz 11: FC Augsburg (22)

Beim FC Augsburg gab man Philipp Tietz an Mainz ab, holte dafür am Deadline Day den 18-jährigen Mittelstürmer Uchenna Ogundu von Alanyaspor. Dazu kamen zuvor bereits vier Leihen: Michael Gregortisch und Rodrigo Ribeiro für den Angriff, Yannik Keitel für das Mittelfeld und Arthur Chaves für die Abwehr. Zumindest Gregoritsch und Chaves machten sich zuletzt direkt bezahlt.

Platz 12: Borussia Mönchengladbach (21)

Bereits Anfang Januar legte Mönchengladbach mit Kota Takai in der Innenverteidigung nach. Mitte Januar folgte dann der 20-jährige Mittelstürmer Alejo Sarco, der kurioserweise von Bayer Leverkusen kam, wo er überhaupt keine Rolle spielte. Am Deadline Day folgte dann noch Hugo Bolin aus Malmö für das zentrale Mittelfeld. Der 22-Jährige kam auf Leihbasis und ist polyvalent einsetzbar. Dafür gingen aber auch sechs Spieler im Winter, darunter Luca Netz, Oscar Fraulo und Jonas Omlin.

Platz 13: Hamburger SV (19)

Der Hamburger SV hat noch einmal über fünf Mio. Euro für Neuzugänge investiert. Sander Tangvik kam als künftige Nummer eins, bleibt aber erst einmal nur Ersatz. Warmed Omari (kam schon im Sommer) wurde von Stade Rennes fest verpflichtet. Philip Otele kam als Deadline-Day-Neuzugang vom FC Basel für 1 Mio. Euro und übernimmt die offensive Außenbahn für den suspendierten Jean-Luc Dompé. Zudem kam der Zehner Albert Gronbaek nach abgebrochener Leihe aus Genua, spannenderweise gehörte dieser aber auch Stade Rennes. Die beiden Deals mit den Franzosen wickelte der FC innerhalb von zwei Tagen ab. Und dann wurde natürlich noch ein gewisser Damion Downs für das Sturmzentrum aus Southampton ausgeliehen. Der HSV blieb also keinesfalls untätig und legte in der Offensive dreifach nach.

Platz 14: VfL Wolfsburg (19)

In Wolfsburg spielt Geld freilich keine Rolle, weshalb auch sinnvolle Kaderplanungen selten sind. So verwundert es nicht, dass der VfL im Januar mehr Geld ausgab als der 1. FC Köln in der gesamten Saison. Innenverteidiger Cleiton (ablösefrei) und Mittelstürmer Kento Shiogai (10 Mio.) kamen im Laufe des Januar. Rechtsverteidiger Saël Kumbedi (6 Mio.) wurde fest verpflichtet. Und dann wurden am Deadline Day noch mal eben die beiden Innenverteidiger Jonas Adjetey (10 Mio.) vom FC Basel und Jeanuël Belocian (Leihe) von Bayer Leverkusen geholt. Das zeigt: Geld schützt vor Sorgen nicht.

Platz 15: Werder Bremen (19)

Bei Werder Bremen droht gerade das Chaos auszubrechen. Absturz auf Platz 15, Trainer-Entlassung von Horst Steffen, dazu die Absagen von Bo Svensson und Bo Henriksen als Nachfolger und kein einziger Neuzugang am Deadline Day. Stürmer Jovan Milosevic vom VfB Stuttgart blieb somit der einzige Wintertransfer. Bremen geht damit ins Risiko und scheint zu hoffen, dass es schon irgendwie gut gehen wird. Der wichtigste und einzig noch verfügbare Transfer wird der neue Trainer sein.

Platz 16: FSV Mainz 05 (18)

Der 1. FSV Mainz 05 hat die große Keule rausgeholt. Nachdem Urs Fischer schon vor Weihnachten übernommen hatte, wurde im Januar groß eingekauft. Stefan Posch (der auch dem FC angeboten worden war) für die Defensive, vor allem aber Silas vom VfB Stuttgart, Philipp Tietz vom FC Augsburg und ganz zum Schluss Sheraldo Becker von CA Osasuna. Becker ersetzt den schwer verletzten Benedict Hollerbach und folgt dem Ruf seines alten Trainers. Becker und Fischer kennen sich noch aus Union-Zeiten. Mit rund fünf Mio. Euro hat Mainz zum Angriff geblasen und will mit aller Macht die Rettung schaffen.

Platz 17: FC St. Pauli (14)

Der FC St. Pauli legte Mitte Januar mit Mathias Rasmussen (1,0 Mio.) im zentralen Mittelfeld nach, der Norweger stand zuletzt direkt 90 Minuten auf dem Rasen. Das galt auch für Innenverteidiger Tomoya Ando, den Pauli ebenso aus Japan verpflichtete wie dessen Landsmann Taichi Hara, der als letzter Neuzugang am vergangenen Wochenende in Hamburg eintraf. Zudem kam noch Emil Gazdov als weiterer Torhüter aus Montreal. Pauli behielt sein Geld aber weitgehend zusammen, was darauf schließen lässt, dass man sich auf dem Kiez darauf einstellt, dass nächste Saison die 2. Bundesliga realistischer sein dürfte und dort jeder Euro gebraucht wird.

Platz 18: 1. FC Heidenheim (13)

Heidenheim tätigte im Januar mehr Transfers als im ganzen letzten Sommer. In den schnellen Rechtsaußen Christian Conteh investierte man 1,5 Mio. Euro, um den Bruder von Sirlord ebenfalls nach Heidenheim zu locken. Darüber hinaus kam der nicht minder langsame Eren Dinkci auf Leihbasis aus Freiburg, den auch der FC beobachtet hatte. Dinkci hat schon einmal in Heidenheim bestens funktioniert. Zudem kamen Rechtsverteidiger Leonidas Stergiou aus Stuttgart und Linksverteidiger Hennes Behrens aus Hoffenheim. Letzterer ersetzt den am Kreuzband verletzten Leart Pacarada. Heidenheim legte also auf beiden Außenbahnen defensiv wie offensiv nach.

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