Felipe „Pippo“ Chavez soll dem 1. FC Köln sofort weiterhelfen. Jedoch wird der Mittelfeldspieler gegen RB Leipzig nicht in der Startelf stehen. Trotzdem ist Lukas Kwasniok vom Neuzugang begeistert.
„Nein!“ So hat Lukas Kwasniok am Freitag auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig auf die Frage geantwortet, ob Neuzugang Felipe Chavez schon ein Kandidat für die Startelf sein könne. Klare Worte des FC-Trainers, nachdem er Anfang Januar bei Jahmai Simpson-Pusey noch anders verfahren hatte.
Doch Kwasniok machte auch klar, dass die Situation im Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim „eine andere“ gewesen war als nun gegen Leipzig. Zunächst, weil der FC gegen Heidenheim in größter Personalnot gesteckt hatte, die Innenverteidigung kaum anders hätte besetzt werden können. Zudem sieht Kwasniok gegen Leipzig den FC nun gänzlich anders gefordert als in Heidenheim.
Darum steht Chavez noch nicht in der Startelf
„Gerade gegen Leipzig wird das Feld sehr groß werden, da wird für uns der Weg zum Tor weit sein“, sagte der FC-Trainer. Leipzig wird mehr Ballbesitz haben als der FC, wird die Geißböcke durch das Tempo, die Tiefenläufe und den ständigen Druck im Pressing und Gegenpressing fordern. Die Mannschaft von Ole Werner gilt, trotz der Niederlage zuletzt gegen Mainz 05, als eine der gefährlichsten Teams der Liga.
„Wir können nicht erwarten, dass wir ein balldominantes Spiel machen werden“, sagte Kwasniok. „Da würde ich dem Spieler keinen Gefallen tun, wenn ich ihn reinwerfe. Felipe kann das Spiel hinten raus für uns ankurbeln.“ Chavez soll als zunächst auf der Bank Platz nehmen und dann als Joker in der zweiten Halbzeit erstmals im FC-Dress auflaufen und Akzente setzen.
Wie Chavez den 1. FC Köln besser machen soll
Immerhin: Kwasniok ist beeindruckt von dem jüngsten Neuzugang. Der 18-Jährige hinterließ im Training direkt einen starken Eindruck, auch geprägt durch seine Ausbildung beim FC Bayern München. „Dass er einen guten linken Fuß hat, sieht auch ein Blinder“, sagte der 44-Jährige und erklärte dann, „was ihn von vielen guten Fußballern unterscheidet: Er hat nicht nur eine Aktivität mit dem Ball, sondern auch, damit er den Ball bekommen kann. Er spielt einen Pass und ist dann trotzdem weiter aktiv.“
Eine Qualität, die beim FC Bayern gesucht, gefordert und gefördert wird, insbesondere unter Vincent Kompany, für den das Positionsspiel auch ohne Ball von höchster Bedeutung ist. Chavez hat das Freilaufen, Räume nutzen und Lösungen anbieten also schon verinnerlicht und soll dem FC damit weiterhelfen. „So kann er trotz seiner körperlichen Nachteile auf Bundesliga-Niveau Akzente setzen“, sagte Kwasniok über den 1,77 Meter großen Mittelfeldspieler.
Felipe Chavez im zentralen Mittelfeld zuhause
Auf welcher Position der FC den Neuzugang einsetzen wird, ließ Kwasniok am Freitag offen. Für die Außenbahnen – ob im Vierer-Mittelfeld, auf den Schienen oder auch in einem Dreier-Angriff – fehlen ihm laut Einschätzung der FC-Verantwortlichen Tempo und Tiefenläufe. Chavez soll eher derjenige sein, der die schnellen Außenbahnspieler in Szene setzt und mit seinen Pässen die Tiefe sucht.
Daher sieht Kwasniok ihn auch im zentralen Mittelfeld. „Es geht um sein Profil und nicht um die Position“, sagte der FC-Trainer zwar, machte dann aber klar: „Zwischen einer offensiven Sechs und defensiven Zehn ist er überall zuhause.“ So dürfen die FC-Fans am Sonntag in Müngersdorf gespannt sein, in welcher Formation Chavez schließlich sein Debüt feiern wird. Dass er es feiern wird, scheint nach Kwasnioks Lob so gut wie sicher.








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