Der 1. FC Köln kassiert durch das Oberverwaltungsgericht Münster einen erheblichen Rückschlag. Am Donnerstag sprach Türoff über die Entscheidung des OVG und wie der FC nun weitermachen will.
Das sagte Türoff über…
…sein persönliches Empfinden: „Persönlich bin ich damit gestern schon Holzhacken gegangen. Aber heute muss ich das nicht mehr. Es hat mich und uns natürlich vollkommen überraschend getroffen. Dass am Abend vor so einem Termin eine Absage kommt, damit habe ich beim besten Willen nicht gerechnet. Auch wenn man in unserem Verfahren mit allem rechnen muss. Was mich fassungslos macht, ist, dass so ein total wichtiges Thema für die Zukunft eines Unternehmens in einer Millionenstadt Deutschlands über Jahre hinweg immer wieder solche Wendungen nehmen kann.“
…die Taktik der Gegenseite: „Wir haben um diesen Gerichtsentscheid lange gekämpft. Ein solches Gutachten einzureichen, ist geltendes Recht. Solche Eingaben können erfolgen. Aber wenn etwas so kurz vorher kommt, hat das ein Geschmäckle, nämlich dass es nur die Zielsetzung haben konnte, um den Prozess weiter zu verzögern. Da wissen alle Experten auch bei Gericht genau, was da passiert ist. Begeistert sind wir nicht, aber wir lernen, mit welchen Mitteln sowas betrieben wird.“
…den Zeitrahmen für einen neuen Verhandlungstermin: „Solche Termine werden nicht um ein, zwei oder drei Wochen verschoben. Das ist üblicherweise viele Monate. Da kann man nur gespannt sein. Nichts ist so elend wie ewige Hängepartien. Der FC will auch keinen Rechtsstreit gewinnen. Der FC will Fußball spielen können.“
Sobald wir den Kunstrasenplatz nicht mehr nutzen können, weil er zu einer Baustelle wird, haben wir ein Problem, das gelöst werden muss.
Philipp Türoff
…die weiteren Planungen: „Es ist keine Welt zusammengebrochen. Das verändert nicht alles vollkommen. Nichts, woran wir hier arbeiten, wird deshalb jetzt pausieren. Wir arbeiten daran, den FC besser zu machen. Wir brauchen Fußballplätze. Wir werden den Baubeginn des Leistungszentrums nicht aufschieben. Sobald wir den Kunstrasenplatz nicht mehr nutzen können, weil er zu einer Baustelle wird, haben wir ein Problem, das gelöst werden muss.“
…die fehlenden Fußballplätze: „Die große Relevanz haben die Plätze. Und dafür gibt es eben keine Baugenehmigung auf der Gleueler Wiese. Dafür ist der Bebauungsplan höchst relevant. Wo können die Plätze für uns entstehen? Das ist eigentlich demokratisch mit der Gleueler Wiese in die Welt gebracht worden, wird aber blockiert. Da hätte uns das Urteil neuen Schwung gegeben. Also müssen wir jetzt weiter nach Lösungen suchen, um andere Fußballfelder zu erschließen.“
…die Satellitenplätze: „Da kommt jetzt noch mal ne Schippe Druck drauf, die beiden Plätze (am Fort Deckstein und am Haus am See) zu bekommen. Das läuft nicht erst seit heute. Wir haben die nächste Ratssitzung Anfang Juli vor der Tür. Wenn die Politik will, könnte da was kommen. Den Ascheplatz auf unsere Kosten über den Sommer in einen Kunstrasen umzuwandeln, würde schon mal etwas bringen. Aber dafür müsste auch der Wille da sein.“








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