Der 1. FC Köln muss im Saison-Endspurt dringend an seiner Torgefährlichkeit arbeiten. Gegen Preußen Münster könnten dabei erstmals wieder die beiden erfolgreichsten FC-Stürmer gemeinsam in der Startelf stehen.
Auf den Tag genau sechs Monate ist es her, dass Damion Downs und Tim Lemperle zuletzt gemeinsam in der Startelf des 1. FC Köln standen. Damals gingen die Kölner mit 1:5 beim SV Darmstadt 98 unter. Die herbe Niederlage am Böllenfalltor war jedoch nicht der Grund, warum das Duo danach kein einziges Spiel mehr gemeinsam von Beginn an absolviert hat.
Vielmehr musste Downs im Anschluss an das Spiel aufgrund einer Erkältung passen. Nach der Umstellung von Trainer Gerhard Struber auf die Dreierkette war dann zunächst kein Platz für einen zweiten Stoßstürmer, Lemperle agierte zunächst zwischen Linton Maina und Dejan Ljubicic als alleinige Spitze. Dann jedoch verletzte sich Lemperle gegen Jahn Regensburg und Downs kehrte in acht der folgenden neun Spiele in die Startelf zurück.
FC-Duo an über der Hälfte der Tore beteiligt
Beim Auswärtsspiel in Paderborn feierte Lemperle schließlich sein Comeback in der Anfangsformation – zu diesem Zeitpunkt fehlte dann jedoch Downs aufgrund seiner Handverletzung. Erst gegen die Hertha feierte der 20-Jährige sein Comeback und stürmte in der Schlussphase wieder neben Lemperle. Zuletzt gegen Greuther Fürth absolvierte das Duo zumindest die zweite Halbzeit Seite an Seite.
Am Sonntag gegen Preußen Münster könnte es nun zum Startelf-Comeback des erfolgreichsten FC-Duos kommen. Downs hat im laufenden Wettbewerb neun Tore und vier Vorlagen erzielt, Lemperle kommt auf acht Treffer und ebenfalls vier Assists. Die beiden Angreifer waren gemeinsam also an über der Hälfte aller FC-Tore (43) direkt oder indirekt beteiligt.
Dass beide wieder mehr gemeinsame Spielzeit erhalten, wäre für die Kölner dabei mit Blick auf die eigene Torgefahr von enormer Bedeutung. In den bisherigen zwölf Rückrunden-Spielen hat der FC überhaupt nur elf Tore erzielt – viel zu wenig für die Ansprüche der Kölner. Zum Vergleich: An den ersten neun Spieltagen, an denen das Duo zusammen in der Startelf stand, hat der FC 21 Treffer erzielt, von denen 18 fielen, wenn beide noch gemeinsam auf dem Feld waren. Wobei die Mannschaft von Trainer Gerhard Struber zugegebenermaßen gerade an diesen Spieltagen noch deutlich offensiver agiert hatte als seither.
Downs-Rückkehr für Rondic?
Im Fall einer Startelf-Rückkehr von Damion Downs am Sonntag gegen Preußen Münster dürfte derweil Imad Rondic auf die Bank rutschen. Der Winter-Neuzugang hatte in Abwesenheit von Downs zuletzt vier Mal in Folge in der Startelf gestanden. Wirklich überzeugen konnte der Stürmer allerdings nur gegen den SC Paderborn, insbesondere in Fürth hatte Rondic mehr als unglücklich agiert und war zur Pause für Downs ausgewechselt worden.
Am Donnerstag im Training agierten Lemperle und Downs über weite Strecken nebeneinander, wobei Struber vier Tage vor dem Duell mit Münster die Trainings-Teams noch munter durchmischte. Konkrete Hinweise auf eine mögliche Startelf am Ostersonntag dürften erst die nächsten Einheiten liefern – diese jedoch finden wie gewohnt hinter verschlossenen Türen im Franz-Kremer-Stadion statt.








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