Der 1. FC Köln wird monatelang auf Timo Hübers verzichten müssen. Die Untersuchungen am Sonntagmorgen haben eine schwere Knieverletzung bestätigt. Womöglich steht der Innenverteidiger in dieser Saison überhaupt nicht mehr zur Verfügung.
Die Vorfreude beim 1. FC Köln und auch bei Trainer Lukas Kwasniok war vor dem Spiel bei Borussia Dortmund groß gewesen. Nach dem Wiederaufstieg wollten sich die Kölner dem Champions-League-Teilnehmer entgegenstellen, Kwasniok sein erstes Spiel als Trainer vor der Gelben Wand genießen. Nach der 0:1-Niederlage hätte der 44-Jährige den Tag jedoch gerne aus seinem Leben „gestrichen“.
Dies dürfte freilich auch für Timo Hübers gelten. Denn als der Abwehrspieler in der 82. Minute zu Boden ging, dürfte ihm bereits klar gewesen sein, dass es für sehr lange Zeit der letzte Einsatz in einem Bundesliga-Spiel gewesen ist. Nach einem Zweikampf mit Serhou Guirassy verdrehte sich Hübers derart unglücklich das Knie, dass auch seine Mitspieler bei der sofortigen Behandlung kaum hinschauen konnten.
Schwere Knieverletzung bestätigt
„Es wird keine sechswöchige Verletzung sein, sondern er wird für uns Monate ausfallen“, hatte Kwasniok bereits unmittelbar nach dem Spiel vermutet. Und der Trainer sollte Recht behalten: Hübers wurde noch am Samstagabend vom Signal Iduna Park direkt mit einem Krankenwagen in die Kölner Media Park Klinik gefahren, wo er am Sonntagmorgen umgehend untersucht wurde. Dort folgte dann die bittere Diagnose: Der Innenverteidiger wird dem FC mit einer Knieverletzung in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die genaue Diagnose gab der Verein nach der MRT-Untersuchung zwar nicht bekannt, sprach jedoch von der Bestätigung der „schweren Knieverletzung“. Die Bilder lassen derweil vermuten, dass sowohl die Kniescheibe als auch Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bereits am Montag soll Hübers von Dr. Peter Schäferhoff operiert werden. „Schon in der Situation selbst war zu sehen, dass es für Timo nichts Gutes bedeutet. Die Diagnose trifft uns alle hart, vor allem ihn selbst“, sagte Sportdirektor Thomas Kessler nach der Untersuchung.
Timo verfügt über eine große innere Stärke und eine bemerkenswerte Mentalität, die ihn durch diese Phasen bringen wird.
Thomas Kessler
Schon 2016 und 2018 hatte sich Hübers mit zwei Kreuzbandrissen zurückgekämpft. „Wir sind sicher, dass er auch dieses Mal seinen Weg gehen wird“, meinte Kessler. „Timo verfügt über eine große innere Stärke und eine bemerkenswerte Mentalität, die ihn durch diese Phasen bringen wird. Wir als FC-Familie stehen eng an seiner Seite, unterstützen ihn auf jedem Schritt und wünschen ihm viel Kraft sowie eine schnellstmögliche Genesung.“ Ob Hübers in dieser Saison überhaupt noch einmal auf den Rasen zurückkehren wird, ist aktuell mehr als ungewiss.








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