„Seitdem hakt es“: Privates Glück führt zu Tor-Krise beim FC

Marius Bülter ist aktuell nicht in Top-Form. (Foto: Bucco)
Marius Bülter ist aktuell nicht in Top-Form. (Foto: Bucco)

Seine Tore bescherten dem 1. FC Köln einen glänzenden Auftakt in die Saison. Doch seit einigen Wochen kommt Marius Bülter nicht mehr an seine Top-Form heran. Laut FC-Trainer Lukas Kwasniok führt privates Glück zur sportlichen Durststrecke.

Marius Bülter hatte riesigen Anteil am starken Saisonstart des 1. FC Köln. Mit zwei Toren und zwei Vorlagen war er der Garant für die Siege in Mainz (1:0) und gegen Freiburg (4:1). Auf diese vier Scorerpunkte folgten in zehn Bundesliga-Einsätzen jedoch nur noch zwei weitere.

Der Grund? Er ist zweieinhalb Monate alt und gewiss niedlich. Bülter und seine Frau Theresa wurden im Oktober Eltern eines Sohnes. „Seitdem er Papa geworden ist, hakt es ein wenig“, sagt Lukas Kwasniok über den Angreifer, der sich in seiner neuen Rolle abseits des Platzes erst einmal zurechtfinden muss.

Kwasniok: „Bin keiner, der etwas schönredet“

Der FC-Trainer hat hierfür vollstes Verständnis: „Für jeden, der Papa geworden ist, verändert sich das Leben. Der Schlaf wird weniger, die Verantwortung wird größer.“ Doch Kwasniok muss auch mit den Folgeerscheinungen umgehen: „Ich bin keiner, der etwas schönredet. Bülti war zu Beginn der Saison in einer besseren Verfassung. Das sieht jeder, das spürt er.“ Erschwerend hinzu kommt, dass Bülter rund um die Geburt seines Sohnes aufgrund einer Achillessehnenreizung pausieren musste.

Er muss sich an diese neue Lebenssituation gewöhnen, dann wird er wieder ganz jung und frisch unterwegs sein.

Lukas Kwasniok über Marius Bülter

Kwasniok ist allerdings überzeugt, dass Bülter auch als Familienvater wieder zu alter Verfassung finden wird. „Er muss sich an diese neue Lebenssituation gewöhnen, dann wird er wieder ganz jung und frisch unterwegs sein“, schmunzelt der Kölner Coach, der in dem aus Hoffenheim verpflichteten Stürmer trotz der aktuell fehlenden Leichtigkeit einen „ganz wichtigen Spieler“ sieht.

Sein bislang einziges Tor als Papa schoss der 32-Jährige bei der 3:4-Niederlage gegen Frankfurt – als Joker. Und genau diese Rolle wird Bülter wohl auch am Samstag beim Jahresabschluss gegen seinen früheren Verein Union Berlin einnehmen. Am vergangenen Wochenende in Leverkusen hatte der Routinier begonnen und war zur Pause ausgewechselt worden. Mit Blick auf Union sagt Kwasniok über Bülter und den für ihn eingewechselten Ragnar Ache: „Bülti ist ein wichtiger Faktor, aber Ragnar ist eine Startoption.“

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