Bitterer Ausfall: „Yuya kann unser Spiel total verändern“

Nach Thomas Kessler hat nun auch Yuya Osako das Verletzungspech ereilt. Der Japaner wird dem 1. FC Köln mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. Der Ausfall ist besonders bitter, denn einen Angreifer der Marke Osako hat der Effzeh kein zweites Mal im Kader. Das weiß auch Peter Stöger.

Kitzbühel – Peter Stöger machte am Dienstagabend nach dem Testspiel gegen den LASK keinen Hehl daraus: Der Ausfall von Yuya Osako wird den 1. FC Köln schmerzen. „Yuya ist ein Spieler, der unser Spiel total verändern kann“, sagte der Österreicher. „Wir fangen nicht an zu jammern, aber wenn mich einer fragt, sage ich natürlich, dass es bitter für uns ist.“

Wie lange Osako ausfallen wird, ist nicht bekannt. Beim Effzeh hatte man sogar Schlimmeres befürchtet, doch eine komplexere Sprunggelenks-Verletzung konnte ausgeschlossen werden, die eine Operation nötig gemacht hätte. Dann hätte der Japaner sogar vor einer monatelangen Pause gestanden. So kann er nun konservativ behandelt werden, wird den Saisonstart aber dennoch sicher verpassen.

Yuya Osako auf Krücken am Mannschaftshotel. (Foto: GBK)

Für Peter Stöger bedeutet das: Nach dem Abgang von Anthony Modeste fehlt nun zunächst auch der zweite, der spielerisch so wichtige Part des letztjährigen Sturm-Duos. Osako hatte sich dank seiner technischen Fähigkeiten und dem Gefühl für die Räume zwischen der gegnerischen Abwehrreihe und dem Mittelfeld als perfekte Ergänzung zu einem Stoßstürmer der Marke Modeste erwiesen. Zusammen mit Jhon Cordoba oder Sehrou Guirassy sollte der Japaner ähnlich gut funktionieren. Die Verantwortlichen trauten Osako sogar zu, sich zum Topscorer und Torjäger der Geissböcke zu entwickeln.

Nun müssen andere einspringen: Cordoba und Guirassy, der gut aufgelegte Artjoms Rudnevs, vielleicht auch Simon Zoller, der zuletzt aber wieder auf die Außenbahnen versetzt worden war. Oder holt der Effzeh gar doch noch einen neuen Angreifer? Hätte Osako ein Ausfall bis in den Winter hinein gedroht, hätte Manager Jörg Schmadtke wohl doch noch einen Joker gezogen. So dürften die Verantwortlichen zunächst den Heilungsprozess abwarten. Bis zum 31. August sind noch über vier Wochen Zeit – für Osako, um gesund zu werden, für seine Sturmkollegen, um sich einzuspielen und für Schmadtke und Stöger, um zu bewerten, ob die Kaderzusammenstellung wie erhofft ausreicht.


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