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Der Traum der Millionen: Nicht so voreilig!

Der 1. FC Köln ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Die Neuzugänge zeigen bereits ihr Potential oder deuten es zumindest an. Der Kader ist jung und mit Jonas Hector strahlt erstmals seit Lukas Podolski wieder ein Kölner Stern am Himmel der deutschen Nationalmannschaft. Nicht zu Unrecht träumen in der Domstadt bereits einige von künftigen Millionen-Transfers. Doch der Effzeh sollte gewarnt sein. Ein Kommentar.

Köln – Kein Klub weiß das besser als ausgerechnet der nächste Gegner der Geissböcke. Eintracht Frankfurt legte in der Saison 2010/11 eine starke Hinrunde hin, sammelte 26 Punkte in 17 Spielen und lag nur drei Punkte von den internationalen Rängen entfernt. 17 Spieltage später stiegen die Adler aus der hessischen Metropole mit 34 Punkten in die Zweite Liga ab.

Immer wieder hat es Beispiele in der Bundesliga-Geschichte gegeben für Luftschlösser, die während einer überzeugenden Vorrunde entstanden und in einer desaströsen Rückrunde zerplatzten. Niemand in Köln will daran glauben. Zu groß sind die Hoffnungen, zu bestechend die Konstanz, mit der die Spieler genauso wie die sportlich Verantwortlichen in den letzten zwei Jahren agiert haben. Dennoch tut Jonas Hector ebenso gut daran, den Ball beim DFB flach zu halten, wie Jörg Schmadtke und Peter Stöger in Sachen Saisonziele.

Dann werden gute Angebote nicht ausbleiben

Der positive Saisonstart und die verlockenden Aussichten auf künftige Millionen-Transfers sind nur ein Grund mehr, auf nichts anderes als den Klassenerhalt zu schauen. Erst, wenn dieser geschafft ist, kann ein Spieler wie Jonas Hector seinen tatsächlichen Marktwert entfalten. Erst, wenn Anthony Modeste mit vielen Toren den Effzeh in der Liga gehalten hat, würde er nicht mehr nur vier Millionen Euro wert sein. Und erst, wenn Dominique Heintz und seine Nebenleute so wenige Gegentore wie für den Liga-Verbleib nötig zugelassen haben, hat auch er seinen Marktwert um ein Vielfaches gesteigert.

„Unsere Spieler sind jung, talentiert und können noch besser werden. Und wenn sie noch besser werden, sollten wir uns auch als Team weiterentwickeln. Zumindest, wenn ich mit meinem Trainerteam nicht alles falsch mache“, sagte Peter Stöger im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN zuletzt gut gelaunt. Der Effzeh steckt in einer Erfolgs-Spirale – ein Kreisel, der den Klub Stück für Stück nach oben tragen soll. Doch nur, wenn Köln in dieser Spirale bleibt und nicht herausgeschleudert wird, könnten Schmadtke und Stöger ihre Arbeit wirklich vergolden. „Dann wird es wohl nicht ausbleiben, dass gute Angebote für unsere Spieler kommen“, so Stöger. Aber nur dann.

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