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2018 wird zum Schlüsseljahr – die Folgen der Rekordbilanz

Vor drei Jahren, im Herbst 2012, drohte dem 1. FC Köln die Insolvenz. 36 Monate später schreibt der Klub nicht nur schwarze Zahlen, sondern fährt das beste Ergebnis der Klubgeschichte ein. Das Geschäftsjahr 2014/15 war finanziell ein millionenschwerer Schritt in eine erfolgreichere Zukunft. Doch damit nicht genug: Alexander Wehrle hat bereits neue Rekorde angekündigt. Wir schlüsseln die aktuelle Finanzsituation des Effzeh auf und erklären, warum in drei Jahren völlig neue Dimensionen erreicht werden könnten.

Köln – Das zurückliegenden Geschäftsjahr brach Rekorde. Insgesamt 89,7 Millionen Euro Umsatz, 5,5 Mio. Euro Gewinn vor Steuern, Eigenkapital auf 2,7 Mio. Euro aufgestockt, dazu die Nettoverschuldung um 2,2 auf 22,0 Mio. Euro reduziert. Und das, obwohl der Effzeh insgesamt 2,1 Mio. Euro an Sondereffekten hatte, alleine 1,1 Mio. Euro als letzte Rückzahlung für Pedro Geromel an Franz-Josef Wernze abdrücken musste. Der Gewinn hätte also noch deutlich höher ausfallen können.

100 Mio. Umsatz – aber viele Grenzen sind erreicht

Kein Wunder also, dass der 1. FC Köln für das laufende Geschäftsjahr 2015/16 mit neuerlichen Rekorden rechnet. Dank der Verkäufe von Kevin Wimmer und Anthony Ujah sowie des Einstiegs mehrerer Großsponsoren (Deutsche Post, HDI) wird der Umsatz „zu 99,9 Prozent“ (Wehrle) erstmals in der Vereinsgeschichte über 100 Millionen Euro liegen. Wie hoch der erwartete Gewinn am Ende sein wird, liegt nun vor allem am sportlichen Abschneiden und an möglichen Winter-Transfers.

Klar ist nach 14/15 aber auch: Die Schallmauer von 100 Millionen Euro Umsatz kann der Effzeh eigentlich nur durch Sondereffekte wie Transfereinnahmen knacken. Denn in vielen Bereichen stößt der Effzeh bereits an seine Grenzen: Der Klub ist in fast allen Segmenten ausvermarktet. Großsponsoren lassen sich nur noch schwer an Land ziehen, da kaum noch Gegenleistungen wie Bandenwerbung übrig sind. Im Merchandising hat Köln mit elf Millionen Euro Umsatz einen neuen Bestwert aufgestellt, zu dem das rot-weiß-diagonal gestreifte Trikot der letzten Saison einen großen Teil beigetragen hat. Es war das bestverkaufte Trikot aller Zeiten beim Effzeh. Die diesjährigen Trikots haben einen solchen Boom nicht ausgelöst, wenngleich sich das rote Auswärtstrikot großer Beliebtheit erfreut. Und zu guter letzt sind bei den Ticketeinnahmen kaum mehr Sprünge drin, da das Stadion fast ausgelastet ist. Kurzum: Im originären Geschäft des Klubs gibt es kaum mehr Luft nach oben, um den Umsatz nachhaltig zu steigern.

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