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"Ich mache kein Fass auf" – Stöger bleibt ruhig

Vier intensive Trainingstage liegen hinter den Spielern des 1. FC Köln. Vier Einheiten am Geißbockheim, dazu zwei Testspiele: Trainer Peter Stöger hat seine Profis in der Länderspiel-Pause schwitzen lassen, ehe es am Freitagmittag ins freie Wochenende ging. Zufrieden war der Österreicher nach der arbeitsreichen Woche nicht vollends.

Köln – Das 0:3 im Testspiel gegen den VfL Bochum wirkte am Freitag noch etwas nach. Schlechte Laune hatte der 49-Jährige zwar nicht. Er deutete aber an, für sich einige Lehren aus der Partie gezogen zu haben. „Ich hatte zwar nicht das Gefühl, dass nicht jeder alles probiert hätte. Aber es war bei dem einen oder anderen überschaubar, was wir gesehen haben.“

Für Stöger dürfte die Pleite aber auch etwas Gutes haben. Sie hat einmal mehr gezeigt: Rufen seine Spieler nicht alles ab und halten sich nicht klar an die taktischen Vorgaben, geht selbst ein solches Spiel gegen Bochum verloren. Und das, obwohl der Tabellenführer der 2. Liga mit zwei A- und gar einem B-Jugendlichen in der Startelf begonnen hatte und später drei weitere A-Junioren einwechselte.

Was für den Weltmeister gilt…

Stöger betonte zwar: „Da mache ich jetzt kein Fass auf.“ Womöglich war das Spiel aber eine Warnung zur rechten Zeit. Schließlich hat der 3:0-Erfolg auf Schalke am vergangenen Wochenende dazu geführt, dass nach 14 Punkten aus acht Spielen das Gefühl erneut erwächst, Köln könne bereits auf Europa-Kurs liegen. „Der Test gestern hilft vielleicht dem einen oder anderen zu erkennen, dass wir uns noch weiterentwickeln müssen“, so Stöger.

Zumal ein weiteres Spiel am Donnerstag Stöger in seiner Meinung bestärkte, dass nicht einmal Top-Mannschaften davor gefeit seien, trotz großer Überlegenheit und uneingeschränkter Favoritenrolle zu straucheln. Das 0:1 des DFB mit Jonas Hector in Irland hatte offenbart, warum es so schwierig ist, gegen tief stehende Mannschaften zum Erfolg zu kommen. „Was für den Weltmeister gilt, das trifft auch auf den FC zu.“

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