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Spinner zum Zoff mit Overath: "Türen sperrangelweit offen"


Und dass Sie ihn indirekt als Sonnenkönig bezeichnet haben?
Ich habe Overath damit nicht beleidigen wollen, sondern ein Synonym dafür gesucht, dass jemand an der Spitze steht und das meiste selbst entscheidet. Die Satzung war, wie sie war. Das Präsidium konnte viel alleine entscheiden. Und wenn man viel alleine entscheiden kann – in einem Verein oder in einem Unternehmen, das spielt keine Rolle – dann ist man so etwas wie ein König. In der Wirtschaft sind schon viele Leute als Sonnenkönig bezeichnet worden, die ihr Unternehmen sehr hierarchisch geführt haben. Und das war von der damaligen Satzung des FC so gewährleistet.

Ich finde, es ist genug Zeit vergangen

War diese Äußerung respektlos?
Noch mal: Ich verstehe die Kritik an diesem Ausdruck von mir. Aber ich habe das, wie gesagt, auf die Satzung bezogen, nicht auf seinen persönlichen Führungsstil. Die Satzung hatte aus Sicht von vielen im Verein, nicht nur von mir, einen Sonnenkönig-Paragraphen. Insofern hat sich Overath mit seiner Führung satzungsgemäß verhalten. Aber genau das wollten wir ändern in der neuen Satzung.

Wie ist der Konflikt zu lösen?
Ich finde, es ist inzwischen genug Zeit vergangen, um Differenzen, die es zwangsläufig geben musste, hinter uns zu lassen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das gelingt, kann ich zwar nur daran messen, was mir Wolfgang Overath in der Vergangenheit gesagt hat – und das war ein klares Nein. Ich hoffe trotzdem weiterhin, dass wir das endlich beilegen können und bin für jede Vermittlung dankbar. Nur hilft es sicher nicht, das Thema ständig öffentlich neu aufzuwärmen.


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