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Gerhardt "mit jeder Faser" im falschen Trikot

Yannick Gerhardt hat am Samstag seine Heimpremiere für den VfL Wolfsburg gefeiert. Ausgerechnet gegen den 1. FC Köln lief der 22-Jährige erstmals für die Wölfe in der Volkswagen Arena auf. Er blieb weitgehend blass – und für die FC-Fans wirkte er irgendwie fehl am Platz. 

Wolfsburg – „Wolfsburger. Mit jeder Faser.“ Dieser Slogan ist überall zu sehen, wenn man durch die Autostadt läuft. Am Hauptbahnhof, am Kino, an der Überführung vom Outlet Village zum Stadion und natürlich am Stadion selbst. Zu sehen auf diesen Bildern: alle Stars des VfL Wolfsburg. Auch Yannick Gerhardt.

Im Stadionheft prangte eine ganzseitige Anzeige, die für das neue grüne Kleid der Wölfe warb. Yannick Gerhardt hatte für das Motiv posiert, so, wie es sich für einen Neuzugang gehört. Werben für den Klub, für den man spielt, gehört in der Branche dazu. Der Slogan dort: „The Extra Mile“. Den FC-Fans muss es so vorgekommen sein, als läge die eigentliche Wahrheit meilenweit davon entfernt.

Erst nach dem Spiel noch einmal Kölner – mit jeder Faser

„Mit jeder Faser“ Wolfsburger, das konnte Gerhardt am Samstag sportlich noch nicht untermauern. Das Eigengewächs des 1. FC Köln musste bereits nach 62 Minuten für Maximilian Arnold vom Platz, nachdem Gerhardt zwar einige gute Aktionen, aber keine prägende Rolle im Mittelfeld übernommen hatte. Sein Antritt, seine Ballbehandlung – die Effzeh-Fans erkannten die Bewegungen wieder und fragten sich doch, warum dieser Mann jetzt Grün-Weiß trug. Sobald Gerhardt in Richtung Kölner Tor kam und vornehmlich auf Matthias Lehmann oder Marco Höger traf, war allerdings schnell Endstation. Erst hinterher wurde er durchgelassen – in die Kabine der Kölner. Für einen Moment durfte der Kölner noch einmal Kölner sein. Mit jeder Faser.


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