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Hand, Tor, Pfosten, Pfiff! Köln verliert bei der Hertha


Der 1. FC Köln hat das erste Bundesliga-Spiel seit April verloren. Gegen Hertha BSC mussten die Geissböcke eine 1:2 (0:1)-Niederlage hinnehmen. Obwohl Anthony Modeste erneut traf, reichte es gegen die Berliner nicht zum Punktgewinn. Am Ende gab es sogar noch Ärger mit dem Schiedsrichter.

Berlin – Kann der Effzeh Topspiel? Gegen die Bayern konnten es die Geissböcke, wenngleich erst in der zweiten Hälfte. Gegen den Tabellenvierten wollten die Kölner als Zweiter es von Anfang an beweisen. Trotz mauer Bilanz gegen die Hertha, trotz Vedad Ibisevic. Doch vor 60.576 Zuschauern gelang dies nicht.

Moment des Spiels

Es lief die Nachspielzeit, als sich der eingewechselte Artjoms Rudnevs um Marvin Plattenhardt drehte, den Ball mitnahm und im langen Eck versenkte. Es wäre das 2:2 und der Ausgleich gewesen. Doch Schiedsrichter Frank Willenborg pfiff den Letten zurück. Rudnevs hatte Plattenhardt am Fuß getroffen. Würdig für ein Foul? Eine Szene, die im Nachhinein noch zu vielen Diskussionen führen sollte.

Das Spiel in zwei Akten

Wie schon gegen München hatten sich die Geissböcke die ersten 45 Minuten anders vorgestellt. Die Hertha übernahm sofort die Kontrolle, gewann die deutliche Mehrzahl an Zweikämpfen und knackte die Kölner schon früh über die Flügel. Erst hielt Timo Horn in Weltklasse-Manier gegen Ibisevic. Dann spielte Weiser gegen Jonas Hector Hand – Willenborg pfiff nicht –, eroberte sich so den Ball, zog über rechts davon, passte in die Mitte. Und weil dort Heintz und Mavraj kein Interesse an Ibisevic zeigten, schob dieser zum 1:0 ein (13). Hertha präsentierte sich in Hälfte eins cleverer, taktisch diszipliziert und ließ hinten kaum etwas zu.

Zur zweiten Hälfte kam beim Effzeh Bittencourt für Osako, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Die Umstellung brachte aber zunächst keinen Ertrag. Die Hertha weiter die Mannschaft am Schalthebel. Das änderte sich nach knapp 55 Minuten. Der Effzeh kam besser ins Spiel und für einmal über links gefährlich vor das Tor. Hector, Bittencourt und Rausch kombinierten sich in den Strafraum, Bittencourt tunnelte Jarstein von der Grundlinie und Modeste schob ein zu seinem achten Saisontor. Köln war plötzlich dran, doch Hertha schlug zurück. Dominique Heintz verursachte einen unnötigen Freistoß 30 Meter vor dem eigenen Tor. Weiser flankte weit hinter den langen Pfosten, Julian Schieber brachte die Kugel zurück vor das Tor – doch was dachten sich die Kölner in diesem Moment? Vor Horn standen drei Herthaner blank, davon war einer Niklas Stark, der einköpfte. Und weil Simon Zoller drei Minuten vor Schluss nur den Pfosten traf, Marcel Risse Sekunden später ebenfalls Aluminium-Pech hatte und Rudnevs zurückgepfiffen wurde, ging Köln erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Platz.

Fazit

Nein, der 1. FC Köln hätte beileibe nicht verlieren müssen. Doch die Geissböcke zeigten sich an diesem Samstag in Berlin nicht abgebrüht genug. Defensiv machte der Effzeh weitaus mehr Fehler als zuletzt, offensiv gelang nur selten ein Angriff mit dem nötigen Punch. Und weil dann auch noch Pfosten- und Schiedsrichter-Pech hinzukamen, ging die Elf von Peter Stöger als Verlierer vom Feld.

So spielte der Effzeh

Horn – Sörensen, Mavraj, Heintz (79. Rudnevs), Hector – Risse, Höger, Lehmann, Rausch (68. Zoller) – Osako (46. Bittencourt), Modeste

Tore

1:0 Ibisevic (13.), 1:1 Modeste (65.), 2:1 Stark (75.)


Alles zur Effzeh-Pleite in Berlin


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