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Hertha-Fans beleidigen Wilde Horde mit Schwulen-Plakat

Die Fans von Hertha BSC haben für den negativen Höhepunkt des Spiels gegen den 1. FC Köln gesorgt. In der Fan-Kurve der Gastgeber wurde ein Plakat mit homophobem Inhalt ausgerollt. Es richtete sich gegen die Wilde Horde.

Berlin – Es ist nicht das erste Mal, dass Fans der Hauptstädter mit solchen Äußerungen und Plakaten auffällig werden. Im Spiel der Herthaner gegen den Effzeh präsentierten die blau-weißen Anhänger den Schriftzug: „WH96: Lieber eine Mutter als zwei Väter.“

Die Worte richteten sich gegen die Kölner Wilde Horde, die Anspielung wenig schwer verständlich mit dem Bezug auf Köln als Stadt mit einer aktiven Homosexuellen-Szene. Der Hauptstadt-Klub verurteilte die Fan-Entgleisung kurze Zeit nach Spielende.

„Lasst doch den Blödsinn!“, twitterte die Social-Media-Abteilung der Berliner. „Hertha BSC distanziert sich seit jeher von jeglicher Form von Diskriminierung!“ Es sei jedoch die Frage gestattet, ob es sich bei offener Diskriminierung nur um „Blödsinn“ handelt…


Alles zur Effzeh-Pleite in Berlin


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1 Antwort
  1. Klio
    Klio says:

    Wie viele Beispiele braucht die Ultra-Szene eigentlich noch, bis sie kapiert, dass dumm-feindselige Aktionen gegen andere Fanlager vor allem den eigenen Verein beschädigen? Zum einen durch mögliche Geldstrafen. Letztlich bewirkt man genau das Gegenteil: Der eigene Verein steht in der Öffentlichkeit dumm da, während der gegnerische Verein noch Sympathien erhält.

    Man denke nur an den unsäglichen Bullenkopf-Wurf von Dresden: Beantragt ist hier eine 55.000-Euro-Geldstrafe und ein Zuschauer-Teilausschluss für Dresden. Zudem aber auch das direkte Medien-Echo: Leipzig hat sehr viel Zuspruch erhalten als Opfer dieser Aktion, die allgemein als „widerwärtig“ bezeichnet wurde. Also: beste Werbung für Leipzig, schlechte Presse und ein wirtschaftlicher Schaden für Dresden. Wer solche Fans hat, braucht keine Feinde.

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