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"Es kam einem vor wie in einer Kneipe mit Raufereien"


Der 1. FC Köln muss sich beim FC Ingolstadt 04 mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Die Geissböcke spielen schwach und können eine zweimalige Führung nicht zum Sieg nutzen. Das Positive: Timo Horn und Matthias Lehmann feierten ihre Comebacks.

Ingolstadt – Beide sprachen hinterher über ein schwieriges Spiel, Horn nahm zudem Stellung zum 2:2-Ausgleichstreffer, bei dem er nicht gut aussah. Auch die Trainer äußerten sich nach dem Samstagabend-Spiel im Audi-Sportpark. Die Stimmen zum Spiel.

Das tut mir leid für die Jungs

Timo Horn: „Wir haben zuletzt nicht viel gepunktet, deswegen wäre ein Dreier für das Selbstbewusstsein gut gewesen. Wir haben nach der Führung nicht gut gegengehalten, haben um den Ausgleich gebettelt. Das war nur eine Frage der Zeit. Im Endeffekt aber mit zwei Torschüssen einen Punkt mitzunehmen, ist okay. Trotzdem ist es für mich sehr bitter, dass ich den Ball zum 2:2 nicht abwehren konnte. Ich habe versucht, mir freie Sicht zu verschaffen. Deshalb bin ich mit dem Körper nicht mehr rechtzeitig hinter den Ball gekommen. Der Moment danach war sehr bitter und im Endeffekt hat uns das zwei Punkte gekostet. Das tut mir leid für die Jungs, weil eine solche Szene den Rest des Spiels überschattet.“

Matthias Lehmann: „Anstrengend war’s! Ich krieche hier nicht raus, aber klar fehlt mir noch die Spielpraxis. Das kommt wieder, da mache ich mir keine Sorgen. Heute war das kein schönes Spiel, es war sehr hektisch, sehr kampfbetont. Es war permanent Tumult und Palaver auf dem Platz und auf den Bänken. Es kam einem so vor wie in einer Kneipe mit Raufereien. Wir hatten heute keine Ruhe am Ball, haben es erst in der zweiten Hälfte besser angenommen und härter gespielt. Wir haben nicht das größte Selbstbewusstsein und hätten deswegen gerne gewonnen, um mit breiter Brust in die nächste Woche zu gehen. Jetzt müssen wir uns im Training das Selbstvertrauen erarbeiten, damit es gegen Hertha besser wird.“

So holst du normalerweise gar keinen Punkt

Peter Stöger: „Normalerweise muss man in Ingolstadt gewinnen, wenn man zweimal in Führung liegt. Aber so, wie wir aufgetreten sind, war das unter dem Strich nicht möglich. Das war nicht gut genug, wir hatten keine spielerischen Lösungen. Auf der anderen Seite war das Zweikampfverhalten nicht konsequent genug. So holst du dann normalerweise gar keinen Punkt, weil wir wenig Dinge gesehen haben, die wir gut gemacht haben. Deshalb bin ich mit dem Punkt zufrieden, aber nicht mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind.“

Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt 04): „Es war eine intensive Partie, man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sie unbedingt den Heimsieg holen wollte. Wir haben mutig gespielt, hoch verteidigt, hoch gepresst. Für uns war es schwierig mit dem 0:1 umzugehen. Auch nach dem zweiten Rückstand sind wir wieder zurückgekommen. Das war große Moral, das war großer Charakter. Das hat mir gut gefallen. Wir haben nicht nur leidenschaftlich gekämpft, sondern auch leidenschaftlich Fußball gespielt. Ich hätte mir drei Punkte gewünscht. Aber es hat leider nicht gereicht.“


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