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Heintz auf der Sechs: Griff in die Kiste für Notfälle

Dominique Heintz hat am Samstag gegen den FC Bayern München eine ungewohnte Rolle beim 1. FC Köln ausgefüllt. Der Innenverteidiger spielte neben Marco Höger auf der Sechs und machte seine Sache ordentlich. Von den Verantwortlichen bekam er ein Lob.

Köln – Als sich auch Salih Özcan krank abmeldete, war klar: Der 1. FC Köln hat ein Problem auf der zentralen, defensiven Position im Mittelfeld. Jonas Hector – gesperrt. Özcan – krank. Matthias Lehmann – noch nicht wieder spielfit. Und so griff Trainer Peter Stöger in die Trickkiste für Notfälle.

Am Tag vor dem Spiel sei der Effzeh-Coach zu Heintz gekommen und habe ihm gesagt, dass er neben Höger auf der Sechs spielen würde, verriet der 23-Jährige nach dem 0:3 gegen Bayern München. „Das habe ich noch nie gespielt, aber ich habe alles versucht und es, glaube ich, ganz gut gemacht.“ Tatsächlich stand Heintz von Beginn an Thomas Müller auf den Füßen und half aus, wenn sich Thiago vorwagte oder Robert Lewandowski zwischen den Ketten versuchte Räume zu nutzen. Heintz lief viel, wirkte bissig – aber alles konnte nicht gelingen auf der fremden Position.

Seine Leistung war ein Zeichen von ihm

Eine Personalie aus der Not geboren, und so überraschte es auch nicht, dass Heintz nicht in allen Situationen gegen die überlegenen Bayern auf der Höhe war. Doch Stöger war hinterher zufrieden mit seinem Experiment. „Wir haben Personalnot und mussten improvisieren“, sagte der FC-Coach, der schon früher in der Saison – nach Lehmanns Verletzung – mit Heintz erstmals über diese Option gesprochen hatte. „Wir haben überlebt, mit Höger und Jojic zu spielen, aber mit den schnellen Außen (Clemens und Zoller, Anm. d. Red.), die wir dabei haben wollten, wollten wir mehr Robustheit im Zentrum.“

So entschied sich Stöger für Heintz und gegen Jojic. Nicht gerade ein gutes Gefühl für den Serben, selbst beim Ausfall dreier von vier Sechsern nicht zum Zug zu kommen. Doch der FC-Coach hatte seine Gründe und war zufrieden mit der Ausführung seines Ersatz-Ersatz-Ersatz-Sechsers. „Heintzi hat das richtig gut gemacht, sollte die Räume vor der Kette schließen und auf die Jungs wie Müller aufpassen. Seine Leistung war ein Zeichen von ihm, dass er in seiner persönlichen Entwicklung auf einem guten Weg ist.“ Es scheint, als hätte Heintz nicht das letzte Mal vor der Abwehr gespielt.


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