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Kämpferischer Effzeh trotzt Dortmund einen Punkt ab

Der 1. FC Köln hat sich mit einem torlosen Unentschieden bei Borussia Dortmund die Chance auf die Europa League bewahrt. Die Geissböcke trotzten dem BVB mit einer kämpferisch starken Leistung ein 0:0 (0:0) ab und liegen mit nun 42 Punkten auf Rang acht.

Dortmund – Mit Neven Subotic in der Startelf, dazu Artjoms Rudnevs für Yuya Osako hatte sich der 1. FC Köln bei Borussia Dortmund viel vorgenommen. Nach dem guten Auftritt gegen Hoffenheim hieß es, den nächsten Champions-League-Anwärter zu ärgern. Es gelang.

Moment des Spiels

Es lief die Nachspielzeit, als eine letzte Flanke in den Kölner Strafraum flog. Raphael Guerreiro lauerte am langen Pfosten, köpfte gegen Timo Horns Laufrichtung. Doch der Kölner Keeper tauchte sensationell ab, hielt in Weltklasse-Manier und sicherte seiner Mannschaft so einen verdienten Punkt.

Das Spiel in zwei Akten

Eine erste Halbzeit wie in Feuerwerk! Das lieferten beide Mannschaften von der ersten Minute im Signal Iduna Park ab. Zunächst vor allem der BVB, druckvoll, passsicher, schnell – zwei Abseitstore von Pierre-Emerick Aubameyang (15.) und Marco Reus (34.) zählten nicht, dazu vergaben Reus und Aubameyang (16.), Julian Weigl (16.) und wieder Reus (27.) beste Torgelegenheiten. Und der Effzeh? Der meldete sich nach etwas mehr als 20 Minuten im Spiel. Und wie! Erst kam Rudnevs nicht an einen Hector-Pass (23.). Dann vergab Milos Jojic die erste Großchance, als er Bittencourt und Anthony Modeste hätte bedienen können, aber selbst abschloss und verzog (29.). Nur drei Minuten später traf Bittencourt nach tollem Dribbling den Ball nicht richtig, und das frei vor Roman Bürki (32.). So ging es trotz Riesenchancen auf beiden Seiten torlos in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste endete. Reus zog im Strafraum ab, Horn ließ prallen, Heintz klärte (46.). Vier Minuten später prüfte Marcel Schmelzer den Kölner Keeper aus über 20 Metern, doch Horn hielt auch diesen Schuss. In der Folge kam keines der beiden Teams mehr zu so vielen klaren Chancen wir in Hälfte eins. Es dauerte bis zur 70. Minute, als Gonzalo Castro und Aubameyang plötzlich frei vor Horn auftauchten, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnten. So blieb es bis in die Schlussphase beim torlosen Unentschieden, doch es bedurfte einer letzten Klasse-Tat von Timo Horn, um dem Effzeh diesen Punkt zu sichern.

Fazit

Die Geissböcke haben dem zweiten Champions-League-Aspiranten in Folge ein Unentschieden abgetrotzt. Mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung sicherte sich die Elf von Peter Stöger verdient einen Punkt. Zwar hatten die Kölner viel Glück, dass Dortmund glasklare Chancen nicht nutzen konnte. Doch auch der Effzeh ließ beste Möglichkeiten liegen. Und so ging es verdientermaßen torlos auseinander.

So spielte der Effzeh

Horn – Klünter, Sörensen, Subotic, Heintz – Jojic (79 Özcan), Lehmann, Hector, Bittencourt (71. Höger) – Rudnevs (55. Zoller), Modeste

Tore

Fehlanzeige


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16 Kommentare
  1. rain man
    rain man says:

    Ja, freuen wir uns über den Punkt, so können wir Bremen am Freitag hinter uns lassen. Aber mit Fußball hatte das heute nichts zu tun. 28 Prozent Ballbesitz, 5:23 Torschüsse, 0:10 Ecken, einfach nur schlecht. Hätte Dortmund in der 1. HZ ein Tor gemacht, hätten wir wohl ne Klatsche kassiert. Dieser destruktive Anti-Fußball macht keinen Spaß. In der Aufstiegssaison war das noch okay, aber jetzt? Wo ist die Entwicklung, von der die Verantwortlichen immer reden? Ich sehe sie nicht. Vielleicht wäre es ganz schlau, Tony am Saisonende gehen zu lassen und die Ablöse in die Breite des Kaders zu investieren, gute Fußballer holen, die nicht nur den Ball nach vorne bolzen.

    • Andreas
      Andreas says:

      Nun, wir haben einen Punkt erkämpft.
      Destruktive Spielweise? Portugal ist so Europameister geworden.
      Natürlich hätten wir den Dortmundern einen offenen Dchlagsbtausch liefern können. Und dann nach heroischem Kampf verloren. Nein, Danke, wir haben noch was vor. Und das ist die Entwicklung, wir spielen mit um Europa. Und da gibt es hoffnungsvolle junge Leute, wie Klünter oder auch Hector und Heintz.
      Natürlich benötigen wir Qualität, durch organische Entwicklung und Zukäufen.
      Aber wir sind DER FC!
      Und das sollte uns im Jahr 2 nach Wiedergeburt erstmals genügen. Und nicht schon wieder nörgeln.
      Come on FC!

      • josef
        josef says:

        bei manch leuten weiß ich nicht ob sie je fussball gespielt haben. oder ob sie meinen es handelt sich um ein schach oder risiko spiel. oder malefiz. ich wollte immer gewinnen und tore machen. aber vilt ist der heutige fussball auch nicht mehr meiner. so würde ich nicht spielen…selbst wenn der trainer das wollte. der nächste verein ist an der nächsten ecke

  2. Ziesi
    Ziesi says:

    Wo die Entwicklung ist? Ganz einfach: In der Aufstiegssaison haben wir selbst zu Hause gegen wesentlich schwächere Teams als Dortmund 0:0 gespielt. Heute war das unser zweites oder drittes 0:0 in der Saison. Und das bei einer so großartigen Mannschaft wie Dortmund. DA ist die Entwicklung. Entwicklung passiert nicht von 0 auf 100 in 2 Monaten. Wie User ANDREAS schon schreibt: organische Entwicklung! Und wenn wir nächstes Jahr wieder 0:0 in Dortmund spielen und dann danach das Jahr wieder, dann ist das kein Stillstand sondern alles ok. Behaltet mal die Nerven bevor ihr motzt. Man muss sich Stück für Stück entwickeln. Vor 2 Jahren lagen wir am Ende offensiv gerade mal bei 34 Toren. Letztes Jahr waren es 38. Dieses Jahr sind wir schon bei 43. Wir gehen doch schon Jahr für Jahr weg vom Mauerfußball und werden attraktiver. Wer über diese Saison was anderes sagt, der hat keine Ahnung von Fußball.

  3. rain man
    rain man says:

    Komisch, wenn man in diesem Forum eine Meinung hat, die andere nicht teilen, heißt es gleich: „Nörgler“ oder „Hat vom Fußball keine Ahnung“. Hier mal ein paar Fakten: Letzte Saison nach 31 Spielen: Platz 8, 40 Punkte; jetzt: Platz 8, 42 Punkte. Wir holen jetzt zuhause mehr Punkte, dafür auswärts weniger. Vor uns waren in der letzten Saison platziert: Schalke, Gladbach, Mainz, Leverkusen, die sind jetzt alle hinter uns; dafür sind jetzt vor uns: Freiburg, Bremen, Hoffenheim, Leipzig. Mit anderen Worten: Es hat sich so gut wie nichts verändert, nur die Namen der Klubs. Wie nennt man das? Richtig: Stillstand.

    • Ziesi
      Ziesi says:

      Wenn du einen Apfelbaum einpflanzt dann kannst du auch nicht nach 1 Sommer schon Früchte erwarten. Aber ist das dann Stillstand? Nein.
      Ein Fußballverein ist mehr als das, was auf dem Platz passiert. Ein Fußballverein ist/sind Infrastruktur, Werteschaffung, Mitglieder, sportliche Entwicklung, Kaderbreite, Perspektive, usw. Und in allem entwickelt sich was. Insofern ist der Tabellenstand vielleicht 1 Aspekt, wo man „Stillstand“ sehen kann. Bei allem anderen bei Weitem nicht, da herrscht Fortschritt. Und das sollte man (an-)erkennen statt sich zu beschweren, dass man mit angeblichem Antifußball in Dortmund antritt statt diese mit hochattraktivem europäischen Spitzenfußball 4:1 weghaut.

      • Klappskalli
        Klappskalli says:

        Sehr guter Kommentar. Die Früchte werden schon geerntet. Viele Spieler haben langfristige Verträge und werden uns noch Spaß machen.
        Und ja Rain Man nach den Kommentaren sollte man es echt von dir denken.
        Laut deinen Fakten haben wir uns doch um 2 Punkte weiterentwickelt.
        Entwicklungen kann man nicht immer an Zahlen festmachen. Die meisten Fans werden auch nicht erwartet haben,das wir den BVB aus ihrem Stadion schießen.
        Der Trainer sollte die richtige Mischung aus guter Defensive und dem Tore schießen finden. Nach den letzten beiden Spielen sollte der Kopf auch wieder richtig eingestellt sein um die nächsten Spiele erfolgreich zu bestreiten.

      • josef
        josef says:

        so viel quatsch auf einen haufen hab ich selten gesehen. zuviel fussball manager gespielt? sagt ihr das euren 2 kindern und frau auch, wenn ihr im stadion sitzt und euch über den angsthasen fussball ärgert. und …wartet mal…locker 250€ ausgegeben habt für karten und tralllala? am ende der saison kann man sagen platz 9 ist okay aber es war mehr drin. am ende kann man analysieren und die kontostände durchrechnen. aber im moment gehts um fussball…tore machen…gewinnen…spaß haben. und nicht – gähhhhn- hier ein pünktchen und da ein pünktchen. hauptsache 0:0. und allen romantikern zur erinnerung. in der 2. liga haben wir unter hr. stöger überlegend den gleichen müll gespielt.

        • klappskalli
          klappskalli says:

          Fussball Fans gehen ins Stadion um Tore zu sehen, wahre Fans interessieren sich auch für das andere. Die Zeit wird noch kommen.
          Zur Erinnerung welcher FC Trainer war in der Vergangenheit so Erfolreich ? Welcher Manager war so Erfolgreich ?
          Das ganze Europapokal gesabbel ist so nervig.
          Und ja ich freue mich für meine 2 Kinder,meiner Frau und für mich, auch über ein 0:0 gegen den BVB. Wir haben gegen den BVB einen Punkt gewonnen nicht 2 verloren. Also feier ich !!!!!

        • LOCUTUS
          LOCUTUS says:

          Nochmals liebster Josef, überlasse Deine (heissbegehrten) Karten bitte den Fans, die das Ganze realistisch einschätzen u sich über die ENTWICKLUNG bei unserem EffZeh freuen können. Du sparst Dir Deinen Ärger u die anderen freuen sich über das Stadionerlebnis. Danke

  4. Klaus
    Klaus says:

    Habe schon lange nicht mehr so einen beherzten Auftritt des FC gesehen. An alle Nörgler unter Euch: habt Ihr vergessen, dass neben dem FC und den drei Tauben auch Dortmunder Spieler auf dem Platz waren, die mal richtig gut kicken können und den Sieg sowas von wollten? Gegen entfesselte Dortmunder ein 0:0 ist doch eine größere Leistung als das tolle 2:1 aus dem Vorjahr, als es für Dortmund um nix mehr ging.
    @ Rain Man: Du bemängelst Stillstand. Ich meine, „Stillstand“ ist für den FC ein Riesen-Erfolg, angesichts der Achterbahnfahrten mit Liga halten und Abstürzen der letzten 15 Jahre und auch angesichts der neuen Konkurrenz: Ist Gladbach, Schalke etwa schlechter geworden? Und wer hätte gedacht, dass Hoffe, Leipzig, Herta, Frankfurt, Freiburg und Bremen so aufdrehen?
    @ Josef: Mir scheint, dass Du Fußball konsumierst und nicht lebst. Da bist Du bei PlayStation und Co. besser aufgehoben. Da bekommst du für deine 250€ ein Super-Produkt, aber Vergleich das nicht mit echtem Sport, den echte Menschen veranstalten.

  5. OlliW
    OlliW says:

    Mir ist auch schleierhaft, wie der FC gestern hätte groß anders spielen sollen, mit den Möglichkeiten, die da sind. Sollte es für Platz 6/7 am Ende nicht gereicht haben, dann ist allerdings klar, dass die fehlenden Punkte in Augsburg und letzte Woche gegen Hoffenheim liegen gelbieben sind. Aber das ist doch am Ende alles müßig…

    Was mich in der Rückrunde immer wiede rkirre macht, sind die vielen unnötigen Ballverluste kurz hinterm eigenen Strafraum und die schlecht ausgespielten, oft nicht schlüssigen Konter. und dass weitere Pässe sehr oft beim Gegner landen. Da spielt man sich gestern z.B. links mehrlals fest, obwohl rechts alles frei ist und spielt am Ende von der Mittelinie aus zurück zu Timo. Das wirkt dann schon etwas „eierlos“. Auch werden die Spieler oft überlaufen oder abgehängt. Was allerdings bei Auba, Dembele und Reus niemanden wundern sollte.

    Ich sehe seit dem Wiederaufstieg eine ziemliche Konstanz und auch eine Weiterentwicklung in der Mannschaft. Ja, es wurden Spiele und Punkte hergeschenkt. Doch welcher „normalen“ Mannschaft passiert das in der Saison nicht?! Es wird ganz spannend zu sehen, was in der neuen Saison passiert. Ob man sich wirklich substanziell – und das heißt vor allem spielerisch – sinnvoll verstärken kann.
    Ich warne davor, die vermeitlichen 50 Mios für Modeste schon zu verplanen (wie es viele bereits tun). Wie es aussieht, wenn Big Mo abgemeldet ist, konnten wir in den letzten Spielen zur Genüge sehen.

  6. Robert H.
    Robert H. says:

    Ganz klar vom Spielverlauf her ein Punktgewinn – und da interessiert die Spielweise nur peripher. Dass das Mittelfeld des FC beim eigenen Spielaufbau wenig vertrauenerweckend ist, ist inzwischen eine altbekannte Tatsache.
    Dennoch frage ich mich, ob eine Taktik wie gegen Hoffenheim (in meinen Augen bisher die beste Saisonleistung der Mannschaft!) gegen einen vergleichbar starken Gegner wie Dortmund nicht die bessere Wahl gewesen wäre. Könnte aber auch mit der Kräfteeinteilung zu tun haben.
    Oder mit dem zu hohen Risiko gegen die schnellen Dortmunder Spitzen.

    Oder mit der Erkenntnis: man ist in jedem Spiel nur so gut wie der Gegner es zulässt.

    Gegen Bremen wird man auf die extrem gefährlichen Konter dieser Mannschaft (Kruse, Bartels) aufpassen müssen. Also auch nicht zum bedenkenlosen Halali blasen.

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