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Ausgerechnet Leverkusen: Dankesbrief für Europa

Wer gegen uns einen Punkt holt, der kann in Berlin auch mal gewinnen

Timo Horn zeigte sich ebenfalls erfreut über Leverkusens Kantersieg in Berlin: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass sie uns Schützenhilfe geben werden. Aber sie waren letzte Woche schon sehr stark gegen uns und haben das wieder in Berlin gezeigt. Gegen Hertha 6:2 zu gewinnen, ist nicht selbstverständlich. Damit habe ich bei aller Liebe nicht gerechnet“, so der Torhüter. Süffisanter drückte es dagegen Leonardo Bittencourts mit Blick auf den Erzrivalen aus: „Ein super Tag, Platz fünf. Ich sag mal Danke an Leverkusen. Aber mal unter uns: Wer gegen uns einen Punkt holt, der kann in Berlin auch mal gewinnen“, feixte der 23-Jährige.

Bei all der Ironie um die Hilfe aus Leverkusen: Dass ausgerechnet der große Rivale dem 1. FC Köln im Kampf um Europa einen so großen Gefallen getan hat, spricht für den Charakter der Werkself. Denn noch am 33. Spieltag schenkten sich beide Teams im Derby nichts. Leverkusen hätte dem Effzeh im direkten Duell wohl nur zu gerne die Tour vermasselt. Doch eine Woche später spielte Bayer für die Geissböcke.

Während bei der Hertha nichts zusammenging und die Berliner ihre gute Ausgangsposition vor heimischem Publikum kläglich verspielten, wollte sich Bayer nach einer verkorksten Saison anständig in den Urlaub verabschieden. Dies gelang – ganz zur Freude des Effzeh. Dass Bayer Leverkusen am letzten Spieltag den Kölnern das größtmögliche Geschenk überhaupt gemacht hat, dürfte die Bayer-Anhänger noch lange ärgern – und den FC-Fans versüßt es die Qualifikation für die Europa League damit umso mehr.


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