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Investoren: Fan-Initiative fordert mehr Mitspracherecht

Wenn im September die jährliche Mitgliederversammlung des 1. FC Köln stattfindet, wird wohl über einen Antrag entschieden, der weitreichende Folgen für den Verein haben könnte. Drei Vereinsmitglieder und gleichzeitig Anhänger der Fan-Initiative „100% FC – dein Verein“ fordern mehr Mitspracherecht für Mitglieder.

Köln – Dass Investoren im Fußball zunehmend wichtiger werden, ist kein Geheimnis. Auch der Verkauf von Klub-Anteilen gehört beim Gros der Bundesliga-Klubs mittlerweile zum Geschäft. Beim Effzeh allerdings noch nicht. Dass künftig darüber nur in den Vereinsgremien abgestimmt werden kann, soll sich mit dem Antrag auf Satzungsänderung ändern.

Mitglieder sollen über alle Anteilsverkäufe mitbestimmen

Die Absicht der drei Antragsteller Frank Hauser, Philipp Herpel und Frank Schneeweiß: Der Verkauf von Anteilen der ausgegliederten Kapitalgesellschaft des 1. FC Köln soll künftig nur nach Zustimmung der Mitglieder möglich sein. Bislang kann der Effzeh bis zu 24,9 Prozent der Anteile ohne Zustimmung der Mitgliederversammlung verkaufen.

Die Initiatoren der Kampagne. (Foto: zvg)

Noch gehört der 1. FC Köln neben Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach, Mainz 05, Schalke 04 und dem SC Freiburg zu den Vereinen ohne Anteilsverkauf. Für den Fall, dass der Klub Anteile verkaufen möchte, sollen die Mitglieder künftig durch die mögliche Satzungsänderung bei Anteilsverkäufen jedweder Höhe einbezogen werden.

Keine Kritik am Vorstand – Klausel aus anderen Zeiten

„Wir alle wollen am Ende einfach nur informiert und gefragt werden, ob, an wen und zu welchen Konditionen unser Verein Anteile an unserem FC verkaufen würde“, so Antragsteller Herpel. In der Pressemitteilung der Initiative wurde zudem betont, dass es sich bei dem Antrag keineswegs um eine Kritik am Vorstand handle. Die Klausel sei im Jahr 2012 aufgrund der prekären finanziellen Situation des FC in die Satzung aufgenommen worden und heute schlicht nicht mehr nötig. Der 1. FC Köln ließ bislang lediglich wissen, dass der Antrag eingegangen sei und nun geprüft werde.


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8 Kommentare
  1. Marcello_Effzeh
    Marcello_Effzeh says:

    Gute Sache! Beim aktuellen Vorstand (hoffentlich) nicht nötig. Aber wer weiß was in der Zukunft alles passiert. Ich finds gut, wenn man wenigstens vorab informiert wird bzw. seine Meinung dazu äußern darf. Die Zeiten der großen Herrscher – bei deren Geschäften kein Mensch mehr durchblickt – ist vorbei!

  2. Nick
    Nick says:

    Man sollte evt. aber festschreiben, dass sich eine gewisse Anzahl an Mitgliedern an der Abstimmung über den Investoreneinstieg beteiligen muss. Will ein Investor den Effzeh übenehmen und meldet eben mal 1000 Mitglieder für läppiche 92.000€ im Verein an, kann er sich der Mehrheit schon sicher sein…zumindest bei der Mitgleiderbeteiligung an den letzten JHVs…das Risiko sollte auch bedacht werden…

  3. Chris
    Chris says:

    tatsächlich eine gute Idee, löblicher Antrag!

    Vielleicht ist der nachfolgende Punkt in den Presseberichten nicht gut kommuniziert aber tatsächlich so angedacht – falls dem so ist, bitte ich um einfaches Ignorieren dieses Vorschlages.

    Im Antrag wird eine generelle Information und Genehmigung durch die Mitgliederversammlung gefordert. Nehmen wir an, ich wäre Millionär und hätte Lust auf 1% der ausgegliederten Kapitalgesellschaft des 1. FC Köln, so wäre es mMn nicht nötig , die Mitgliederversammlung um Erlaubnis zu bitten. Vielleicht macht es Sinn, dass man ab einem definierten Anteil oberhalb, beispielsweise 10%, die Mitglieder befragt, bei kleineren Anteilsmengen aber „lediglich“ die Mitglieder informieren muss?

  4. Volker
    Volker says:

    Wenn man Hinz und Kunz mit abstimmen lässt, kann das schon mal tierisch in die Hose gehen; zuletzt haben das die Briten festgestellt.

    Als Verantwortlicher des FC würde ich mir sehr gut überlegen ob ich z.B. die Windelhorde darüber abstimmen lassen würde.

    • Nick
      Nick says:

      Wenn Hinz und Kunz denn wählen gehen würden…Wahlen mit so niedriger Beteiligung wie in Deutschland zuletzt sollten ungültig sein…die Wahlbeteiligung an unseren JHVs ist ja eigentlich auch ein Witz…die Kölnarena dafür total überdimensioniert…schade eigentlich. Für mich gehört die Teilnahme an der JHV einfach zum „Mitglied sein“ dazu, auch das man bis zum Schluss bleibt…Effzeh – Ehrensache. Leider für die meisten wohl nicht…

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