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Bader: „Müssen uns unterhalten, wie wir mit ihm planen“


Matthias Bader hat aktuell keinen leichten Stand beim 1. FC Köln. In den letzten fünf Pflichtspielen stand der Rechtsverteidiger nicht im Kader der Geißböcke. Sein letzter Einsatz liegt fast ein halbes Jahr zurück. Ob es im Sommer mit dem talentierten 21-jährigen in Köln weitergeht, bleibt daher abzuwarten.

Köln – „Ich bin der Herausforderer“, hatte Matthias Bader bei seinem ersten Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN im Sommer nach seinem Wechsel vom Karlsruher SC seine Rolle beim 1. FC Köln beschrieben. Neben Benno Schmitz war Bader der zweite Rechtsverteidiger, den die Kölner nach dem Abstieg verpflichtet hatten. Die Rolle des Herausforderers schien der 21-jährige auch zunächst gut anzunehmen. Bader zeigte in den Trainingslagern ansprechende Leistungen und schien die Nase zu Saisonbeginn sogar leicht vor Schmitz zu haben.

Verletzungen und Systemumstellung spülen Bader raus

Im Testspiel gegen Werder Bremen zog sich der ehemalige Karlsruher dann jedoch kurz vor Saisonbeginn eine muskuläre Verletzung am Hüftbeuger zu. Da sich auch Schmitz nur wenig später verletzte, stand der FC beim Start in die Zweitligasaison erneut ohne gelernten Rechtsverteidiger da. Bader musste bis Mitte September pausieren und kam schließlich bei der 3:5-Heimpleite gegen den SC Paderborn erstmals zum Einsatz. Es folgten weitere Einsätze gegen Bielefeld und Duisburg. In seinen Spielen fand der gebürtige Pforzheimer aber nie die nötige Sicherheit und schaffte es nicht, seine Nervosität abzulegen. Bitter war auch sein Eigentor gegen den MSV Duisburg, das am Ende die 1:2-Niederlage festmachte. Nur wenige Minuten nach seinem unglücklichen Treffer ins eigene Tore wurde Bader ausgewechselt und absolvierte seither keine Pflichtspielminute mehr für die Kölner.

Spätestens seit der Umstellung auf die Dreierkette hatte Bader keine Chance mehr auf einen Startelfplatz. Zehn Mal schaffte es das Talent seit dem Duisburg-Spiel überhaupt nicht mehr in den Kader. „Er macht das im Training ordentlich. Wir haben aber umgestellt und seine eigentliche Position ist nicht da. Auf den anderen Positionen musst du noch ein paar andere Qualitäten mitbringen“, erklärt Markus Anfang die Situation des Sommer-Neuzuganges.

Testspiel zeigt, wie sehr Bader außen vor ist

In der Länderspielpause bekamen diejenigen Spieler die Chance sich zu zeigen, die während der laufenden Saison bislang auf weniger Einsatzminuten gekommen waren. Im Testspiel gegen Paderborn durften diese dann von Beginn an ran – bis auf Bader. Auf seiner Position kam Benno Schmitz zum Einsatz, der ebenfalls seit drei Spielen auf einen Einsatz wartet. Auch zur zweiten Halbzeit oder nach einer Stunde wurde Bader nicht eingesetzt. Erst in der 78. Minute und beim Stand von 3:5 durfte sich Bader zeigen. Der Rechtsverteidiger wurde für Marcel Risse zwölf Minuten vor dem Ende auf dem rechten Flügel eingewechselt.  Deutlicher hätte das Zeichen, wie wenig man im Endspurt der Saison mit Bader plant, nicht sein können.

Erklären, warum die Situation ist, wie sie ist

Markus Anfang will dabei niemanden über seine eigene Situation im Unklaren lassen. „Wichtig ist, dass man mit den Jungs spricht und ihnen erklärt, warum die Situation ist, wie sie ist“, sagt der Trainer auch hinsichtlich der Talente, die bislang weniger bis gar nicht zum Zug gekommen sind. „Bei Matthias Bader ist das Problem, dass er im Sommer vor Saisonbeginn verletzt war und er auch später immer wieder Verletzungen hatte. Es ist wichtig, dass er diese Erfahrung bei uns mitnimmt“, wird Anfang noch spezifischer, was die Situation des Rechtsverteidigers betrifft.

Beim 1. FC Köln hat Bader noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021. Ob er diesen mit Hinblick auf seine geringen Einsatzzeiten gerade bei einem möglichen Aufstieg in die Bundesliga erfüllen wird, bleibt abzuwarten. Möglich auch, dass man den Spieler mit einer Leihe zu einem anderen Klub zunächst mehr Spielpraxis sammeln lassen will und somit auf den nächsten Schritt in der Entwicklung hofft. „Er ist noch ein junger Spieler, der noch nicht viel Erfahrung hat“, erklärt Anfang. Diese Erfahrung kann der ehemalige U20-Nationalspieler jedoch nur sammeln, wenn er auch auf dem Platz Spielzeit erhält. Diese Möglichkeit scheint beim FC in der aktuellen Situation nicht gegeben. Auch deshalb sagt Anfang: „Natürlich müssen wir uns darüber unterhalten, wie wir mit ihm weiter planen.“

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