Nach Berater-Besuch: Sonderlob für diesen FC-Stürmer

Ragnar Ache (li.) im Trainingslager in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)
Ragnar Ache (li.) im Trainingslager in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)

Ragnar Ache kann sich beim 1. FC Köln bislang noch nicht durchsetzen. Nun erhält der Mittelstürmer ein Lob von Sportdirektor Thomas Kessler, nachdem dieser im Trainingslager mit Aches Berater die Situation des Neuzugangs diskutiert hatte.

Aus dem Trainingslager berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Fünf Torbeteiligungen hat Ragnar Ache beim 1. FC Köln in dieser Bundesliga-Saison schon verzeichnet, davon aber nur ein Tor. Im Trainingslager in Spanien wollte sich der 27-Jährige nun endlich den Stammplatz erkämpfen, den er sich beim FC bereits 2025 erhofft hatte. Doch Ache konnte auch in La Nucia nur bedingt überzeugen.

Im Testspiel gegen den FC Lugano verlängerte er zwar per Kopf auf Linton Maina, der das 2:1 erzielen konnte. Darüber hinaus aber blieb der Stürmer in der Woche in Spanien eher unauffällig. Statt Ache bekam Youngster Fynn Schenten von Trainer Lukas Kwasniok ein Sonderlob – und das ausgerechnet an jenem Tag, an dem Aches Berater angereist war, um mit dem FC über die Situation seines Schützlings zu sprechen.

Kessler erklärt Ache-Entwicklung

Uwe Fuchs spielte zwischen 1990 und 1993 selbst einst für die Geißböcke. Inzwischen ist der ehemalige Stürmer bei der Berateragentur Sports360 von Volker Struth aktiv. In Spanien traf sich Fuchs mit Ache und seinem zweiten Schützling, Dominique Heintz, zu persönlichen Gesprächen. Darüber hinaus setzte sich Fuchs mit Thomas Kessler zusammen, um beim Sportdirektor des FC abzuklopfen, wie es insbesondere um Aches Einsatzzeiten und Leistungen bestellt ist.

Das bestätigte Kessler am Rande des Trainingslagers und erklärte darüber hinaus, wie er Aches Situation inzwischen einschätzt. „Ich habe ein persönliches Gespräch mit Ragnar geführt und mich bei ihm bedankt, dass er auch in einer Phase sehr emsig geblieben ist, als er körperlich Nachholbedarf hatte“, sagte der Sportchef. Ache war mit großem körperlichem Rückstand vom 1. FC Kaiserslautern nach Köln gewechselt und hatte monatelang Extraschichten schieben müssen. „Es war andere als selbstverständlich, dass er ohne Murren jede Extraeinheit mitgemacht hat“, lobte Kessler. „Das Feedback aus der medizinischen Abteilung war sehr positiv.“

Mit Ache oder Bülter in Heidenheim?

Und dann machte Kessler auch klar, dass der FC auf Ache setzt und keine Gedanken daran verschwendet, den 27-Jährigen wieder abzugeben. „Ich habe Ragnar gesagt, dass ich die Entscheidung heute genauso wieder treffen würde. Ich halte ihn für einen sehr wichtigen Spieler bei uns und für einen guten Bundesliga-Stürmer, der uns in der Rückrunde mit seinen Qualitäten helfen wird. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er bei uns bleiben wird.“

Offen ist jedoch, ob Ache am Samstag beim 1. FC Heidenheim in der Startelf stehen wird. Kwasniok dürfte sich zwischen dem wuchtigen Mittelstürmer und Marius Bülter entscheiden. Fynn Schenten ist die dritte Option, wobei der Youngster wohl kaum in dem so wichtigen Spiel beim Konkurrenten um den Klassenerhalt direkt von Beginn an auflaufen wird.

Keine Verpflichtung eines Mittelstürmers geplant

Allerdings: Kessler lobte auch Schenten noch einmal deutlich. „Ich finde es sehr positiv, dass er so einen guten Eindruck hinterlassen hat“, sagte der Sportdirektor. „Er zeigt, dass er mit seinem Torabschluss, seiner Wucht und seinen Tiefgang uns eine Hilfe sein kann. Inwiefern der Trainer sich traut, diese Qualitäten einzusetzen und wie er sich auf dem Niveau der Bundesliga macht, können wir heute noch nicht beantworten. Ich finde es aber sehr positiv, dass Lukas einen Blick in die Akademie hat.“

Was aber macht Schenten aus und womöglich verschieden im Vergleich zu Ache und Bülter? „Wir haben unterschiedliche Profile bei uns im Kader. Es gibt Spieler, die haben mehr Tiefgang und einen guten Torabschluss. Fynn bringt mit 36 km/h im Zentrum Tempo mit, das sonst niemand bei uns im Sturmzentrum hat. Das Tempo, das wir haben, kommt eher über die Außen.“ Mit Schenten habe der FC somit ein weiteres Puzzlestück gefunden – und daher laut Kessler „keinen Handlungsbedarf, dem Kader noch etwas auf dieser Position hinzuzufügen“.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
9 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen