"Bei uns gibt es sowieso keine A- oder B-Elf"

Zehn Tage vor dem ersten Pflichtspiel der Saison für den 1. FC Köln wirft die Bundesliga schon ihre Schatten voraus. Der Colonia Cup am Wochenende bringt internationales Flair ins RheinEnergieStadion. Mit dem FC Valencia und Stoke City trifft der Effzeh auf zwei Gegner, die das neue taktische Konzept von Trainer Peter Stöger auf den Prüfstand stellen werden. Entsprechend ernst nehmen die Geissböcke den letzten Härtetest vor dem Saisonstart.

Köln – „Je näher es an Pokal und Meisterschaft geht, desto interessanter ist es, die Form jedes einzelnen zu überprüfen, damit wir erkennen, was passen könnte“, sagte Stöger am Mittwoch nach dem ersten Training der Woche am Geißbockheim. Die Kölner waren am Sonntag aus dem Trainingslager in Kitzbühel wiedergekommen und hatten Montag und Dienstag die Möglichkeit, sich an freien Tagen zu erholen.

Es geht um jeden Einzelnen

Während neun Spieler, darunter die Neuzugänge Milos Jojic und Frederik Sörensen, nun beim ASV den Laktattest nachholten, rief Stöger am Geißbockheim zum einstündigen Aufgalopp. Die Marschroute für den FC-Coach ist klar: Es muss endlich Spritzigkeit in die Spieler. Die Müdigkeit der kräftezehrenden Einheiten der letzten Wochen muss weg. Her mit der Spielpower, heißt das Motto für die nächsten Tage.

Spielpower, die Stöger schon am Wochenende von seinen Profis sehen will. Denn gegen die Potters (Samstag, 15 Uhr) und die Truppe von Weltmeister Shkodran Mustafi wird der Österreicher noch einmal alle Kandidaten auf den Prüfstand stellen, die am 8. August beim SV Meppen für den Erfolg im DFB-Pokal sorgen sollen. „Es geht zum Teil um die Gruppe, aber natürlich auch um jeden Einzelnen. Wie weit wer ist, was wer schon angenommen hat. Das werden wir in den zwei Spielen schauen. Es soll jeder noch einmal die Chance bekommen sich zu zeigen.“

Bei uns gibt es keine A- oder B-Elf

Ob Stöger zwei Mannschaften bildet und sie den größten Teil des jeweiligen Spiels am Samstag und Sonntag auflaufen lässt oder jeweils nach 45 Minuten wechselt, hat er noch nicht endgültig entschieden. Klar ist aber auch, dass sich Stöger noch nicht allzu sehr in die Karten schauen lassen will. Auch deswegen betonte er auch am Mittwoch wieder: „Bei uns gibt es sowieso keine A- oder B-Elf.“

Dass er damit zumindest auf den Positionen im Mittelfeld Recht behalten dürfte, zeigt ein Blick in den Konkurrenzkampf gerade auf den beiden offensiven Halbpositionen im 4-1-4-1. Während Matthias Lehmann aktuell auf der „Sechs“ die Nase vorn haben dürfte, stehen Stöger offensiv diverse Optionen offen. Optionen, die er am Wochenende noch einmal auf Herz und Nieren testen wird.

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