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Hector nicht wegzudenken – die Linksverteidiger im Check

Peter Stöger spricht von einer „interessanten Vorbereitung“ und von einer „hohen Leistungsdichte“ beim 1. FC Köln. Kurz: von einem harten Konkurrenzkampf um die Stammplätze. Der GEISSBLOG.KOELN betrachtet in den kommenden Tagen jede Position und sagt, welcher Spieler sich Chancen auf einen Stammplatz ausrechnen kann. Heute im Kader-Check: die Linksverteidiger.

Kitzbühel – Es gibt neben der Position im Tor, wo Timo Horn die unumstrittene Nummer eins ist, nur eine weitere Position, auf der die Kräfteverhältnisse derart offensichtlich sind: Jonas Hector ist und bleibt Stammkraft links hinten. Der deutsche Nationalspieler absolviert auch in dieser Vorbereitung sein Pensum unaufgeregt und ruhig. Der Stolz der Geissböcke als erster A-Nationalspieler seit Lukas Podolski ist aus der Stammelf nicht wegzudenken.

Hector spielt zwar keine fehlerfreie Vorbereitung. Besonders im Test in Tychy ließ er sich gleich mehrfach an der Seitenauslinie zu einfach ausspielen. Fehler, die in der Bundesliga teuer bestraft werden. Doch grobe Schnitzer, gerade im Aufbauspiel und in entscheidenden Situationen im Zusammenspiel mit der Viererkette, sind selten bei Kölns Mister Zuverlässig.

Svento kann das auf hohem Niveau spielen

Daher wird es auch Dusan Svento weiterhin schwer haben, beim 1. FC Köln auf Spielzeit in der Bundesliga zu kommen. Der Slowake ist der eingeplante Back-up für Hector, mehr aber auch nicht. Jörg Schmadtke hat zwar im ersten Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf erklärt, Svento habe „im letzten Liga-Spiel gegen Wolfsburg gezeigt, dass er die Position auf hohem Niveau spielen kann“. Das aber war für die Kölner lediglich die Bestätigung, dass man sich nicht nach einem anderen Back-up auf dem Transfermarkt umsehen muss.

Alternativen gibt es im Kader der Kölner ansonsten nicht. Gedankenspiele wie einen Seitenwechsel von Pawel Olkowski von rechts nach links gibt es zwar. Wie aber auch auf anderen Positionen handelt es sich hierbei lediglich um absolute Notlösungen. Hector und Svento sind die einzigen beiden realistischen Anwärter auf die Position hinten links. Die Hierarchie ergibt sich zwischen beiden Linksfüßen aber beinahe automatisch.

Damit komplettiert Hector aktuell die Viererkette, die Stand heute wie folgt aussehen wird: Olkowski, Sörensen, Heintz, Hector. Jede andere Aufstellung zum Saisonauftakt in Meppen wäre eine Überraschung.

Der Kader-Check im Überblick

3 Kommentare
  1. Mrkekskopf
    Mrkekskopf says:

    Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass Horn und Hector die einzigen beiden Positionen sind, wo keine allzu starke Konkurrenz benötigt wird. Zum einen sind beide Jung und haben Ehrgeiz, und zum anderen haben sie Konkurrenz außerhalb. Hector spielt ja schon in der Nationalmannschaft, hat seinen Platz da aber noch lange nicht sicher. Und Horn hat die A-Nationalmannschaft garantiert auch zumindest langfristig in Sicht. Von daher können die beiden es sich auch nicht leisten, mangelnden Einsatz und geringe Qualität zu zeigen. Zudem befinden sich beide schon auf einem sehr hohen Niveau.

  2. Wonko The Sane
    Wonko The Sane says:

    Hmmm, äußerst merkwürdig, dass das beinahe immer und überall so wiedergegeben wird, aber der erste DFB A-Nationalspieler nach Podolski war nicht Hector, sondern Lukas Sinkiewicz 2005. Zwei Jahre danach folgte übrigens noch Patrick Helmes! Eigenartiger Mythos, der sich da in den Köpfen fest gesetzt hat;-)

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