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Trotz vier Toren: "Ohne Horn wäre es schwer geworden"

Der 1. FC Köln gewinnt mit 4:2 gegen Hertha BSC und kann sich am Ende der Partie doch bei Timo Horn bedanken, dass es nicht noch einmal knapp geworden ist. Der Torhüter zeigt bei seiner Rückkehr ins RheinEnergieStadion eine bärenstarke Partie. Daran ändert auch der verschuldete Elfmeter nichts.

Köln – Nach der Partie kommen sie alle zu ihm. Neven Subotic ist einer der ersten, Dominic Maroh und Matthias Lehmann folgen. Sie fallen Timo Horn um den Hals, klopfen ihm auf die Schultern, gratulieren ihrem zu einer herausragenden Leistung (GBK-Note 1,5 – hier geht’s zur Einzelkritik).

Überragender Horn gibt die richtige Antwort

Horn hält am Samstag gegen Berlin alles, was zu halten ist – und darüber hinaus noch einiges mehr. Gegen Vedad Ibisevic entschärft er zwei Kopfbälle, einen davon in der 82. Minute aus kürzester Distanz mit vollem Körpereinsatz. Auch Kopfball-Ungeheuer Brooks trifft an diesem Tag nur zum 2:4 nach einer Ecke. In der 89. Minute fischt Horn einen zweiten Kopfball des Innenverteidigers nach einer weiteren Ecke mit einem großartigen Reflex von der Linie.

Es ist die perfekte Rückkehr für Horn nach seiner langen Verletzung und dem missglückten Auswärts-Comeback in Ingolstadt. Horn hält vor heimischem Publikum wie zu besten Zeiten. Eine Leistung, die ihm Sicherheit und Selbstvertrauen geben wird. „Heute haben wir genau die richtige Antwort gegeben“, sagt Horn nach der Partie und meint damit wohl auch sich. „Ich bin lange genug dabei, um zu wissen, wie man mit eigenen Fehlern umgeht und im nächsten Spiel wieder richtig zuzupacken.“

Der Torwart war ein Faktor, der heute auf unserer Seite war

Das tut Horn allerdings auch in der einen Situation, die unglücklich für ihn verläuft. Kurz nach der Pause will er einen Freistoß der Herthaner aus dem Strafraum boxen, räumt dabei aber Niklas Stark um – ein vertretbarer Elfmeter-Pfiff. Auch, wenn es Horn nicht wahrhaben will. „Beim Elfmeter weiß ich nicht, was ich anders machen soll“, sagt der Keeper und verweist auf eine ähnliche Situation in Ingolstadt, als Artjoms Rudnevs ein Strafstoß in der Schlussphase verweigert worden war. Horn hatte in der Vorwoche den FCI-Keeper Hansen in Schutz genommen. „Wenn es jedes Mal Elfmeter gibt, wenn ich hingehe, muss ich gar nicht mehr aus meinem Tor kommen.“

Der Elfmeter führt zur der kuriosen Situation, dass Köln trotz einer 3:0-Halbzeit-Führung noch einmal ins Schwimmen gerät. Selbst das 4:1 durch Anthony Modeste bringt keine finale Ruhe, Horn muss in der Schlussphase noch zweimal zupacken. „Obwohl wir vier Tore geschossen haben, wäre es ohne Timo Horn heute schwer geworden das Spiel zu gewinnen“, lobt hinterher Sportchef und Ex-Torhüter Jörg Schmadtke. „Der Torwart war ein Faktor, der heute auf unserer Seite war“. Und in den nächsten Wochen den Ausschlag geben soll für einen erfolgreichen Saison-Endspurt der Geissböcke.


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