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Kaderplanung: Stögers Zeichen an den aktuellen Kader

Peter Stöger ist dafür bekannt, kein öffentlich fordernder Trainer zu sein. Auftritte der Marke „Der Kader reicht noch nicht aus“ sind ihm fremd. Mediale Ansagen in Richtung Sportchef Jörg Schmadtke gibt es bei dem 51-Jährigen nicht – vor allem aus Respekt vor seinen Spielern.

Köln – Zwei Spieler hat der 1. FC Köln abgegeben, zwei verpflichtet. Neven Subotic und Marcel Hartel gingen, Jhon Cordoba und Jannes Horn kamen. Hartel spielte in der vergangenen Saison keine Rolle, Subotic lässt zumindest die Planstelle des vierten Innenverteidigers offen. Mehr aber auch nicht.

Dann würde mir der jetzige Kader reichen

Rein personell hat sich also bislang kaum etwas getan beim 1. FC Köln. Der Kader, der trotz großer Verletzungssorgen in der Saison 2016/17 auf den fünften Tabellenrang in der Bundesliga stürmte, ist fast vollständig zusammengeblieben. Die Personalie Anthony Modeste ist zwar noch nicht final geklärt. Doch davon abgesehen ist die Mannschaft zusammengeblieben, eingespielt und in einer Position, mit Selbstvertrauen in die neue Saison starten zu können.

Dessen ist sich Peter Stöger bewusst. Ein Luxus, den einige andere Bundesligisten nicht haben. Deswegen gibt sich der Österreicher betont entspannt, will von potentiellen Lücken im Kader nichts wissen. „Wenn wir weniger Verletzte haben, würde mir der jetzige Kader reichen“, sagte der FC-Coach nun. Wissend, dass sein Manager Jörg Schmadtke dennoch auf der Suche nach mindestens einem weiteren Spielern (Priorität: Innenverteidigung) ist, sendet Stöger ein klares Signal an seine Spieler aus: Ihr seid gut genug für die Herausforderungen der neuen Saison.

Kader soll nicht unnötig aufgebläht werden

Ob dies wirklich so ist, wird erst klar sein, wenn der Kader vollständig im Training ist: mit den Nationalspielern Jonas Hector, Lukas Klünter, Frederik Sörensen und Yuya Osako, die allesamt noch fehlen. Mit dem aktuell noch kranken Salih Özcan, der in der kommenden Woche zurückerwartet wird. Mit den Langzeitverletzten Marcel Risse und Sehrou Guirassy, die erst langsam in der Vorbereitung wieder herangeführt werden. Und mit Anthony Modeste, der den Verein zwar noch verlassen könnte, aber Stand jetzt in den Planungen ganz normal Berücksichtigung findet.

Das Vertrauen, das Stöger seinem Team gibt, war bereits in den letzten Jahren ein Schlüssel zum Erfolg. Dass der Kader eine überschaubare Größe behalten und nicht aufgebläht werden wird, gehört ebenfalls dazu. So bleibt der Konkurrenzkampf hoch, niemand fühlt sich vernachlässigt, jeder Spieler kann auf seine Chance hoffen – in der Liga, im Pokal und auf europäischer Bühne. Dass gerade die Teilnahme an der Europa League dennoch eine neue Herausforderung darstellt, wissen auch Stöger und Schmadtke. Deswegen wird noch mindestens ein Spieler verpflichtet. Nicht, weil Stöger es fordern oder seinen Spielern nicht vertrauen würde, sondern weil es in der Verantwortung der handelnden Personen liegt, für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.


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