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Ab sofort T. Horn: Kölns Nummer eins "will Druck machen"


Timo Horn wird künftig mit einem anderen Torwarttrikot auflaufen. Weil mit Jannes Horn ein Namensvetter zum 1. FC Köln gewechselt ist, ändert sich Horns Trikot-Beflockung. Künftig steht dort: „T. Horn.“ An der Nummer wird sich dagegen nichts ändern. Der Keeper ist die unumstrittene Nummer eins – mit großen Zielen.

Köln – Als Jhon Cordoba am Mittwochmorgen zum Flugkopfball ansetzte und gegen Horns Laufrichtung das Leder versenken wollte, dachten viele Fans: Der ist drin. Doch Horn reagierte blitzschnell, riss den rechten Arm in die Höhe und lenkte das Leder um die Pfosten. Dafür gab es Sonderapplaus von den Fans. Horn ist wieder da – topfit und motiviert.

Vorteil Horn gegenüber der Konkurrenz

Mit etwas Glück hätte sich Horn nun Confed-Cup-Sieger nennen können. Doch Bundestrainer Joachim Löw hatte sich im Test-Turnier vor der WM 2018 für Marc-Andre ter Stegen, Bernd Leno und Kevin Trapp entschieden. Horn durfte sich nach seiner langen Verletzung im Sommerurlaub erholen. Derweil patzte Leno beim Turnier, ter Stegen nutzte die Chance sich hinter Manuel Neuer als Nummer zwei zu etablieren, Trapp kam nicht zum Einsatz. Für Horn war das Turnier auch aus der Ferne aufschlussreich: Der Kampf um die Nummer drei in der Nationalelf ist neu entfacht.

„Ich sehe mich nicht chancenlos“, sagte Horn nun der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin noch relativ jung und muss mich nicht verstecken.“ Der Kölner weiß: Trapp saß in der vergangenen Saison erneut bei Paris St. Germain wochenlang nur auf der Ersatzbank, ist nicht die unumstrittene Nummer eins. Andere Konkurrenten wie Loris Karius und Ron-Robert Zieler waren in der vergangenen Saison durchgängig nur die Nummer zwei. Ralf Fährmann könnte mit seinen 28 Jahren im Konkurrenzkampf schon fast etwas zu alt sein. Und Leno wird in der kommenden Saison mit Bayer Leverkusen nicht europäisch spielen – Vorteil Horn.

Es müsste viel zusammenkommen, damit ich Köln verlasse

Mit 24 Jahren befindet sich die Nummer eins des Effzeh noch immer im ersten Drittel der Profi-Karriere. Er weiß: „In keinem Land ist es so schwer, Nationaltorhüter zu werden wie in Deutschland.“ Doch Horn ist sich der großen Chance bewusst, die Kölns Qualifikation für die Europa League nun bietet. „Nun habe ich die Gelegenheit, international zu spielen. Die will ich nutzen, um mich zu empfehlen und Druck zu machen.“ Eine Chance, mit der er beim Effzeh so schnell nicht gerechnet hatte. Horn gesteht, dass die Nationalmannschaft „ein Kriterium“ ist, das ihn zu einem Vereinswechsel bewegen könnte. „Aber der FC ist mein Heimatverein, da müsste wirklich viel zusammenkommen, damit ich den Klub verlasse.“


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