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Kein Geldsegen für Modeste? Neue Regel gefährdet Deal

Droht der Transfer von Anthony Modeste vom 1. FC Köln zu Tianjin Quanjian an einer neuen Regel in China zu scheitern? Der Verband des Fußball-Entwicklungslandes will millionenschwere Transfers aus dem Ausland künftig einschränken.

Köln/Tianjin – Sollte diese Regel sofort umgesetzt werden, würde sie den Transfer-Wahnsinn aus China wohl abrupt beenden oder zumindest erheblich einschränken: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge will der Chinesische Fußball-Verband es den Klubs im eigenen Land erheblich erschweren, ausländische Top-Stars für viel Geld zu verpflichten.

Kostet Modeste jetzt 80 statt 40 Millionen Euro?

Tianjin Quanjian gehört zu den neueren Klubs in der chinesischen Super League. Um sich zu etablieren, will das Team von Trainer Fabia Cannavaro unter anderem Anthony Modeste und Pierre-Emerick Aubameyang ins Reich der Mitte locken. Am Montag öffnet in China das Sommer-Transferfenster, die Klubs haben ihre Geldkoffer prall gefüllt und sind bereit diese nach Europa zu schiffen.

Das Problem: Der Verband will künftig jene Klubs finanziell bestrafen, die kostspielige Transfers mit Europa eingehen. Jeder Deal über umgerechnet 5,9 Millionen Euro soll zur Folge haben, dass ein Klub eine zweite Zahlung in der gleichen Höhe der Transfersumme an eine Stiftung zur Entwicklung des chinesischen Fußballs tätigen soll. Die CFA verspricht sich dadurch eine stärkere Förderung der eigenen Talente und einen Stopp der wahnwitzigen Transfersummen, die inzwischen für Spieler aus Europa überwiesen werden.

Entscheidung über Regel am Wochenende

Anthony Modeste würde Tianjin Quanjian demnach nicht rund 40 Millionen Euro, sondern in Wahrheit das Doppelte, also rund 80 Millionen Euro kosten. Offen ist jedoch, ob diese Regelung tatsächlich bereits am Montag in Kraft treten wird. Am Wochenende sollen die Klubs der Ersten und Zweiten Liga die Möglichkeit haben, sich zu dem Regelentwurf zu äußern. Erst dann soll entschieden werden, ob er bereits ab sofort gilt. Der Modeste-Transfer nach China könnte demnach noch komplizierter werden.


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