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Anthony Modeste ruiniert nicht nur den China-Deal

Nun klagt er also. Anthony Modeste sagte vor zehn Tagen: „Ich liebe diesen Verein.“ Jetzt tut der Franzose alles, um dem 1. FC Köln zu schaden. Der 29-Jährige zieht lieber vor Gericht, anstatt eine einvernehmliche Lösung anzustreben. Die Tür zurück zum Effzeh dürfte damit zu sein. Ein Kommentar.

Bad Radkersburg/Köln – Ein Spiel, das an Verlogenheit kaum mehr zu überbieten ist. Ein Spieler, der sich alles kaputt gemacht hat. Ein Verein, der keine schnelle Lösung fand und dem nun wohl viele Millionen Euro verloren gehen könnten. Eine Farce, die am Donnerstag das nächste Kapitel vor Gericht erleben wird.

Freistellung nur bis Freitag

Zunächst sei festzuhalten: Modeste hat das Recht zu klagen. Das ist ihm unbenommen. Man mag sich allerdings schon fragen, wogegen der Stürmer überhaupt vorgeht. Der Klub hatte ihn einseitig freigestellt, damit der Franzose den Transfer in die Wege leiten oder andere Optionen abwägen konnte. Die Freistellung, so erklärte der Klub, gelte bis einschließlich Freitag, den 14. Juli. An diesem Tag schließt das Transferfenster in China, an diesem Tag geht auch das Trainingslager in Bad Radkersburg zu Ende. Ab kommendem Montag hätte Modeste im Falle eines gescheiterten Transfers wieder mit den FC-Profis trainieren können. Alles logisch also – eigentlich.

Ist der China-Deal vom Tisch?

Logisch ist nun aber nur: Der Transfer von Anthony Modeste nach China zu Tianjin Quanjian muss eigentlich vom Tisch sein. Deutlicher als mit einer Klage auf Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs beim Effzeh hätte Modeste nicht signalisieren können, dass er kein Interesse hat nach China zu wechseln. Oder ist doch alles wieder nur eine Inszenierung und Drohgebärde? Das erscheint aktuell völlig offen. Ebenso möglich wäre es, dass Modeste durch die Klage den Kaufpreis für einen anderen Interessenten senken will, mit dem er sich längst einig ist.

Einziges Ziel: Unruhe stiften

Das Absurde an Modestes Klage liegt derweil auf der Hand: Die Verhandlung am Arbeitsgericht, die am Donnerstag stattfinden wird, soll klären, ob der Franzose nicht nur wieder am Training teilnehmen, sondern auch ins Trainingslager nachreisen darf. Sollte Modeste Recht bekommen, müsste er sich noch am Nachmittag in einen Flieger setzen, könnte im Hotel im Park ein Zimmer beziehen, das der FC ihm bereitstellen müsste. Am Freitagmorgen würde Modeste die letzte Einheit in Bad Radkersburg mit der Mannschaft absolvieren und anschließend mit dem FC -Tross zurück nach Köln fliegen. Ein Ausflug, der nur eines zum Ziel hätte: eine Machtdemonstration eines inzwischen machtlosen Spielers und eine gezielte Provokation in Richtung Geschäftsführung und Trainerteam.

Modeste hätte es beenden können: „Ich bleibe!“

Dabei hätte Modeste höchstselbst das ganze Theater seit Wochen beenden können. Er hätte einfach erklären müssen: „Ich bleibe.“ Egal, welches Angebot aus China käme. Egal, was der Effzeh für Millionen einstreichen könnte. Egal, was Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle gesagt oder nicht gesagt hätten. Modeste selbst hatte es bis zuletzt selbst in der Hand zu sagen: „Ich bleibe beim 1. FC Köln.“ Das hat Modeste nicht getan. Bei allen seinen PR-Beteuerungen, den Klub zu lieben, bei allen Tränen und gefeierten Auftritten: Diese einfache Aussage, gestützt durch seinen ohne Ausstiegsklausel bis 2021 gültigen Vertrag, kam ihm nie über die Lippen. Warum nicht? Wohl, weil er es nie vor hatte. Das dürfte der Wahrheit am nächsten kommen, auch, wenn es Modeste nie zugeben würde. Doch auch diese Option ist nun wohl vom Tisch. Denn für Modeste gibt es nach der Klage wohl kein Zurück mehr. Im Fußball ist zwar fast alles möglich. Der Gesichtsverlust wäre dann aber auf allen Seiten maximal groß.

Wie denkt Ihr über die neueste Entwicklung der Modeste-Posse? Diskutiert mit!


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32 Kommentare
  1. Del. Piero
    Del. Piero says:

    Der FC tut gut daran diesen verlogenen Held vom Hof zu jagen.
    Ein Spieler der sich ein Denkmal hätte setzen können, zerstört sein Heldentum aus unersättlicher Geldgier.
    Ich hoffe er wird dafür zahlen. Und das nicht mit Geld.
    Wegen mir soll der FC ihn für ein Jahr auf die Tribüne setzen.
    Am Ende wird die genannte Summe von 35Mio eh nie mehr erreicht.
    Soll er sehen wo er bleibt.
    Traurig wenn Menschen die von unten kommen es nicht zu schätzen wissen, was sie für ein Glück haben.
    Raffgier leitet diese Menschen.
    Mach it jood aber nicht beim FC

    • Amin Negm-Awad
      Amin Negm-Awad says:

      Wenn er nicht nach China geht, verliert er doch sehr viel Geld. Raffgier kann da nicht die Motivation sein.
      Übrigens: Zwischen „Ich gehe nicht nach China“ und „Ich bleibe“ gibt es schon einen Unterschied.

  2. Amin Negm-Awad
    Amin Negm-Awad says:

    Zuerst will angeblich AM mit einem vorgespielten Interesse an China den Preis hochtreiben und damit seine Transferchancen verbessern – ich verstehe immer noch nicht, wie das gehen soll – und jetzt will er mit der Klage den Preis senken und damit seine Transferchancen verbessern.

    Vielleicht kann man das auch einfach so sehen, wie es ist: Er hat sich überlegt nicht nach China zu gehen, meinetwegen wegen seiner Frau. Das ist mehr als verständlich. Nun will er am Trainingsbetrieb weiter teilnehmen, was auch sehr verständlich ist.

    Muss man immer den bösen Dämon sehen, zumal sich das kaum widerspruchsfrei aufrecht erhalten lässt.

    • Hacke Pitter
      Hacke Pitter says:

      Auch wenn die Beweggründe für sein Umdenken verständlich sind, sein Verhalten ist es nicht. Ich habe das Gefühl er weiß selber nicht, was er will. Und wenn man sich die gesamte Berichterstattung anschaut, fällt auf, dass es sehr viele Momente gab, wo er mit einer klaren Aussage jegliche Spekulationen hätte beenden können. In die eine oder andere Richtung. Dann wäre es auch nie dazu gekommen, dass man jetzt über Anwälte kommuniziert. Ob die Schuld für diesen Konflikt alleine bei ihm liegt sei mal dahingestellt. Wenn man der Presse glaubt, dann ja. Sicher bin ich mir da nicht, aber das letzte Kapitel scheint er definitiv alleine verantworten zu müssen.

      • Amin Negm-Awad
        Amin Negm-Awad says:

        Ich sehe das auch so, dass er mutmaßlich lange selbst nicht wusste, was er wollte. Oder was er wollte, seine Frau wollte usw. Und ja, frühe Klarheit hätte allen Beteiligten geholfen.
        Aber schau dir mal die oben Beiträge an …

    • Nick
      Nick says:

      „Zuerst will angeblich AM mit einem vorgespielten Interesse an China den Preis hochtreiben und damit seine Transferchancen verbessern – ich verstehe immer noch nicht, wie das gehen soll – und jetzt will er mit der Klage den Preis senken und damit seine Transferchancen verbessern.“

      Ich denke es ist so gemeint. Modeste treibt sein Gehalt mit dem aus China gebotenen 11 Millionen nach oben und mit seinem Verhalten die Ablöse nach unten.

  3. Freddy
    Freddy says:

    Etwas einseitig der Artikel, lieber Facepalm.

    Der FC hätte die ganze Sache auch beenden können, nicht nur Modeste. Es hätte ein einfaches: „Modeste bleibt beim FC“ gereicht.

    Ich kann nur hoffen, dass es nicht nur Verlierer gibt am nächsten Montag. Der FC war gerade auf einem richtig guten Weg und man ist dabei mal wieder alles mit dem Ar… einzureißen…einige Fans erfreut das sehr, dass es den alten FC wieder zu geben scheint, denn denen war es zu positiv, bzw. ruhig geworden am GBH.

    • Ulrike
      Ulrike says:

      „Modeste bleibt beim FC“ als klare Aussage haben wir doch schon im letzten Sommer und neulich im Winter!
      „Modeste hat Vertrag bis 2021, meinerseits gibt es nichts Neues zu besprechen“ hat Schmadtke noch im Mai, direkt nach Saisonende gesagt, als das Gesülze „ich will aber ich weiß nicht“ von A.M. immer wieder kam. Sollte Modeste was anderes wollen, sollte er sich bei Schmaddi melden.
      Sind das nicht Aussagen genug?
      Was und wem hat es geholfen?

      Btw. Wer nach Modeste und Lokomotive Moskau googelt, findet fast identische „ich wollte niemals weg“ Aussagen von A.M. in Richtung Hoffenheim. Und die damals für die Presse gestreuten Gerüchte sind identisch gewesen. Masche Nr. 17 mehr nicht.

    • Ulrike
      Ulrike says:

      Und noch eins: Weder um Hector noch um Timo Horn gibt es einen Hauch von Zirkus!
      Der gleiche Effzeh, die gleichen Wehrle und Schmaddi, das gleiche Trainerteam und Präsidium. Und die Spieler mit fast identischer Bedeutung für die Mannschaft. Der eine mit Angeboten aus England, Spanien und neulich Frankreich, der andere seit Jahren mit Ausstiegsklausel in der Tasche.

      Gibt es extra für die Presse gestreute Gerüchte? Ist einer über die Nacht irgendwohin geflogen um sich umzuschauen? Ist einer mit Frau und zwei Anwälten vor GBH aufgetaucht?
      Da darf sogar der Timo ein ehrliches „ich weiß es nicht“ über seine Zukunft sagen und was passiert? Nix passiert!

  4. Ulrike
    Ulrike says:

    @Marc Merten: Ein gut geschriebener Kommentar, nur der letzte Satz stimmt mMn nicht. Einen Gesichtsverlust braucht Effzeh, so moderat wie sich bisher die Pressestelle und die Herren in Interviews offiziell geäussert haben, nicht zu befürchten. Es droht Schlimmeres: Bei dem nächsten öffentlichen Training bei GBH ist die Konzentration in und um die Mannschaft herum sehr gefährdet.

  5. Pitter
    Pitter says:

    Wenn Modeste nicht nach China wechselt, wird man diesen Sommer wahrscheinlich ohnehin keine 35 Mio. mehr für ihn bekommen. Stand jetzt denke ich daher, das Beste wäre dann eine klare Ansage von Schmadtke, dass Modeste diesen Sommer NICHT wechselt. Dann gibt es genau 2 Möglichkeiten:

    – Modeste arbeitet professionell und spielt kommende Saison die erste Saisonhälfte in Köln. Dann würde sich vieles sehr schnell wieder normalisieren (nur dass das Verhältnis zwischen Schmadtke und Modeste zerstört wäre – aber das muss nicht zwingend bedeuten, dass Modeste schlechter spielt)

    – Modeste stellt auf bockig. Dann wäre zumindest für alle offensichtlich, dass die Vereinsführung nichts falsch gemacht hat und der FC würde sein Image nachhaltig verbessern. Man hätte trotzdem ein deutliches Zeichen gesetzt, dass man sich nicht von Spielern erpressen lässt

    In beiden Fällen könnte man Modeste im Winter immer noch ziehen lassen. Oder wenn es unerwartet gut laufen sollte, auch behalten.

    • Ulrike
      Ulrike says:

      Kurz zu deinem ersten Fall: Wir sollten es auf gar keinen Fall als eine „Angelegenheit“ zwischen Schmadtke und Modeste betrachten. Hinter dem, was Schmaddi sagt/tut steht die komplette Führung von Effzeh, das ist sicher. Schon 35 Mio. Transfers entscheidet keiner im Alleingang, von der Position in dem aktuellen Zirkus ganz zu schweigen. Dass sich außer Wehrle und Stöger niemand zu Wort meldet oder (außer Modeste selbst) zu der Bild-Zeitung rennt zeigt nur, dass die Overath-Ära wirklich längst vorbei ist.

      Ob es eine klare Ansage von Schmadtke oder eine Pressemitteilung von FC sein wird, ist egal.
      Am Freitag, oder spätestens am Montag kommt sicherlich etwas verbindliches.

      • Pitter
        Pitter says:

        Gut, ich korrigiere: Das Verhältnis zwischen Vereinsführung und Modeste wäre zerstört. Der Rest meiner Aussage bleibt. Ich traue Stöger zu, dass er trotzdem noch mit Modeste arbeiten kann. Wäre nur die Frage, wie Modeste damit umgeht – insbesondere auch, wenn er sieht wie der Rückhalt der Fans gelitten haben dürfte…

        Ich hoffe nur, dass man Modestes diesen Sommer nicht unter 30 Mio. nach Frankreich (oder woandershin) abgeben wird. Mit allem anderen könnte ich mich wohl arrangieren.

  6. OlliW
    OlliW says:

    Ja. Mo hat(te) alles selbst in der Hand und hätte alles souverän angehen und kommentieren können. Stattdessen kryptische Äußerungen, Herumlavieren und so tun, als sei er Spielball der Kräfte jenseits seiner Kontrolle. Unsinn!
    Dass er den Verein liebt kann ja sein. Das kann man auch tun, wenn man weg will, um woanders sein weiteres Glück zu versuchen. Und das hätte ihm keiner verübelt. Die Dankbarkeit wäre geblieben, die Gesänge auch. Und jedesmal hätte man ihn gerne als Gast in Müngersdorf wiedergesehen. Aber so?!

    Noch am Sonntag hätte er sagen können: „Leute, sorry, ich hab Mist gebaut, ich will nicht nach China, ich will beim FC bleiben und ins Trainingslager fahren! Ende aus! Helft ihr mir, das wieder gerade zu bügeln?“ Stattdessen klagt er und macht alles nur schlimmer. Ob da Dummheit, Naivität, Unwissenheit, schlechte Berater, Unbehlolfenheit, Pokern, Geldgier, mangelnder Charakter oder fehlende Eier die Ursache sind – ich weiß es nicht…
    Die Frage ist, ob Westham und Co. so jemanden haben wollen. Ob da jetzt überhaupt noch ein brauchbares Angebot kommt oder ob Mo sich nicht am Ende auf einen „Abwarackwert“ weit weniger Mio. herunter gewirtschaftet hat.
    So traurig und unnötig alles! Und das hat mAn nichts mit „Rückfall in alte FC Zeiten“ zu tun. Sonst wären schon vorher andere Dinge aus dem Ruder gelaufen.

  7. ulli
    ulli says:

    Ich sehne den 14. Juli herbei, dann haben wir Klarheit. Wenn Modeste dann am 15. in Köln auf dem Trainingsgelände ist, hat er alle Chancen auf einen Wechsel in dieser Transferperiode verspielt. Kein Interessent aus Europa ist bereit 30 Mio. und mehr für diesen „Charakterkopf“ zu bezahlen.

  8. AMX
    AMX says:

    Der „Kollege“ Modeste legt es nur noch darauf an, dass das Arbeitsverhältnis in nicht ferner Zukunft als völlig zerrüttet anzusehen ist und der FC keine Lust hat, in den nächsten vier Jahren mehr als zehn Millionen Euro an einen Störenfried und Tribünenhocker zu überweisen. Also: Auflösung des Vertrags, und das, war er bei einem französischen Verein weniger verdient als in China, holt er sich durch ein üppiges Handgeld herein.

  9. Michael
    Michael says:

    Vielleicht haben wir ja Glück und ein Ismail oder sonstiger Mensch mit zuviel Geld blättert noch 15 Millionen für ihn hin. Dann wäre es zumindest kein Verlustgeschäft im Sturm.

    Ihn für weniger ziehen zu lassen macht wohl keinen Sinn. Dann setzt man ihn lieber ein halbes Jahr auf die Tribüne und schaut, was im Winter passieren wird.

  10. Peter O.
    Peter O. says:

    Ich denke alle hier haben nun zu diesem leidigen Thema ihre Meinung kundgetan.
    Ich schlage vor erst einmal die Tastatur ruhen zu lassen und den Termin bei Gericht abzuwarten.
    Dann wird es wohl auch noch ein bis zwei Tage dauern, bis die Geschäftsführung eine Entscheidung getroffen hat. Modeste wird da wohl nicht mehr bei der Entscheidungsfindung benötigt.
    Ich rechne damit, daß spätestens Montag Klarheit herrscht, für die Fans, Modeste und den Vorstand des FC.
    NS.:
    Ich habe mal überschlagsmäßig durchgerechnet. Durch die Zusatzeinnahmen (TV, DFB, Werbung und Euroliga_Spiele) sind die Neuzugänge finanziert. Also keine neuen Schulden.
    Alles was evtl. an Erlösen für Modeste hereinkommt ist für den Verein ein außerordentlicher Ertrag.
    Schlecht (finanziell) nur, wenn Gehalt gezahlt wird und Modeste (was ich verstehen kann) in der zweiten Mannschaft oder auf der Tribüne sein Dasein fristet.

      • Nick
        Nick says:

        Bevor der FC den Transfer nicht selbst verkündet, glaube ich an gar nix. Wo soll das stehen???

        Und hoffentlich kommt nicht die „Bild“-Lösung mit Verleihen für 6mio. + 29 mio. Kaufoption nach 2 Jahren zum tragen. In zwei Jahren ist der nämlich keine 29mio. mehr wert und einen Modeste der 2 Jahre in einer 3.klassigen Liga gespielt hat, den will ich auch nicht wieder haben…Ich hoffe, dass Wehlre und Schmadtke sowas kategorisch wie eine Ratenzahlung ablehnen werden.

      • Peter O.
        Peter O. says:

        @WIENER OHNE RENTE,
        Die erste Pressemeldung kam gestern erst um 19:27Uhr (Kicker)
        Schmaddi vermeldete erst um 20 UHR offiziell.
        Wer von uns beiden kann hier nicht lesen.
        Mein Beitrag wurde am Vormittag 11:24 geschrieben, da war noch nichts offiziell, gelle.

  11. Rolf G.
    Rolf G. says:

    Die zeitliche Absurdität (Gericht tagt am Donnerstag um 11 Uhr – das Trainingslager ist am Freitag um 14 Uhr beendet) des Antrags von Modeste auf eine Einstweilige Verfügung gegen die Freistellung vom Trainingsbetrieb mal aussen vorgelassen, muss man sich fragen, was das Gericht denn da entscheiden soll.
    Meines Erachtens, und das leite ich mal von ähnlichen Entscheidungen in der Vergangenheit ab, kann der Spieler die Teilnahme an einem Trainingslager nicht einklagen. Es liegt einzig und allein im Ermessen des Vereins, welche Spieler berufen werden.
    Wohl kann die Bereitstellung eines lizensierten Trainers und eines entsprechnden Traingsgeländes eingeklagt werden, was aber wohl ohnehin Vertraggegenstand ist. Dazu gehört eventuell natürlich auch das Training bei der U21 unter Patrick Helmes oder schlimmstenfalls das alleinige Training (mit Trainer).

    Am Freitag schliesst also das Transferfenster in China. Nichts deutet darauf hin, dass Modeste ab Montag dort unter Vertrag stehen wird, und also wird er ab kommenden Samstag wieder im normalen Trainingsbetrieb des FC auftauchen.
    Dass Modeste angesichts der eskalierenden Situation um seine Person nochmal bei FC spielen wird, halte ich für so gut wie ausgeschlossen. Dieser Weg scheint spätestens nach der eingereichten Klage gegen die Freistellung nicht mehr gangbar.
    Ebenso nicht gangbar erscheint aber die Überstellung an die U21 oder die Tribüne, da der FC dieses „Kapital“ sicher nicht irgendwo versauern lassen will. Also bliebe noch der Verkauf an einen anderen Klub, aber auch hier scheint es keine adäquaten Angebote zu geben.

    Für den FC sicher keine glückliche Lage, allerdings für den Spieler wohl noch weniger. Drastische Lösungen wie z.B. Vertragauflösung o.ä. verbieten sich mit Hinweis auf das „tote Kapital“ von selbst.
    Wie kommt man also aus dieser verfahrenen Situation wieder heraus? Am Günstigsten (u.U. für alle Beteiligten, ausser den Chinesen) wäre wohl, wenn man sich zusammenrauft und die festgefahrene Problemlage vorerst ruhen lässt. Aber ob das nochmal möglich ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.

  12. Pit
    Pit says:

    Mit der Klage hat AM der ganzen Farce auf jeden Fall die (vorläufige Krone) aufgesetzt.
    Sowas unglaublich sinnloses…

    Ich habe bis zuletzt auf eine gute Lösung gehofft, aber das ist nun dahin.
    Mein Fazit:
    Wer dummen Beratern glaubt, ist selber noch dümmer…

    • Klio
      Klio says:

      Zu der Transfersumme (29 oder 30 Mio. Euro), die wohl erst in zwei Jahren fällig wird, sollen aber noch 6 Mio. Euro Leihgebühr für 2 Jahre kommen. Dann wären wir wieder round about bei der angepeilten Summe von über 35 Mio. Euro.

      Drei Kreuze, dass das über der Bühne ist. Modeste alles Gute in China und ab jetzt volle Konzentration auf unsere Mannschaft.

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