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"Nicht die geballte Routine!" Suche nach dem Mittelweg


Der 1. FC Köln hat in diesem Sommer auf dem Transfermarkt bislang vor allem in die Kiste mit der Aufschrift „Talente“ gegriffen. In Kitzbühel gilt es nun, aus den erfahreneren Spielern und den Neuzugängen eine funktionierende Einheit zu machen.

Kitzbühel – Zehn der 27 Spieler, die beim 1. FC Köln aktuell im Trainingslager weilen, sind 21 Jahre jung oder jünger. Namentlich: Nikolas Nartey (17), Brady Scott (18), Tim Handwerker, Salih Özcan, Joao Queirós (alle 19), Jannes Horn, Jorge Meré (beide 20), Lukas Klünter, Sehrou Guirassy und Sven Müller (alle 21).

Nartey im Eiltempo eine ernsthafte Option

Während für Scott der Ausflug zu den Profis zunächst nur vorübergehend sein wird, müssen sich Handwerker und Queirós ohne jegliche Erfahrung auf Erstliga-Niveau erst an die neue Umgebung und höheren Anforderungen gewöhnen. Nartey dagegen hat dies im Eiltempo geschafft und ist schon jetzt eine ernsthafte Option für den 18er-Kader zum Start in die neue Saison. Das gilt ebenso für Özcan, Horn, Meré, Klünter, Guirassy und Müller.

Von den genannten zehn Talenten könnten also gleich sieben den Sprung unter die ersten 18 schaffen, wenn es im DFB-Pokal nach Bremerhaven und eine Woche später nach Mönchengladbach geht. Doch noch steckt der Effzeh mitten in der Vorbereitung, der ausschlaggebende Teil folgt erst jetzt: das taktische Arbeiten, der Feinschliff, das mannschaftliche Verschieben gegen den Ball, das kollektive Angreifen im System.

Die, die länger dabei sind, haben das nötige Vorwissen

Das braucht Zeit und Erfahrung, um sich einzuspielen. „Die, die länger dabei sind, haben jetzt zwei oder drei Jahre Bundesliga auf dem Buckel und das nötige Vorwissen, was es ausmacht, hier zu spielen“, sagt Trainer Peter Stöger mit Blick auf die bevorstehenden Trainingseinheiten mit taktischen Details in Kitzbühel. Der Coach ahnt: Gerade die Neuzugänge werden noch Zeit brauchen.

„Wir haben nicht die geballte Routine eingekauft. Alle haben ihre Qualität, aber man muss Geduld mit ihnen haben“, sagt der Österreicher. Dass ein Spieler wie Nikolas Nartey bislang in der Vorbereitung auftrumpft, bedeutet im Umkehrschluss eben noch nicht, dass er mit seinen 17 Jahren schon jetzt die taktische Disziplin und körperliche Härte mitbringt, um sofort in der Bundesliga zu bestehen. Die Tests gegen Bologna und Linz am Montag und Dienstag werden einen ersten Hinweis liefern, wie weit die Talente schon sind und wer sich von vorne herein im taktischen Korsett zurechtfindet.


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