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Junge Wilde als Gewinner – Offensive sucht die Struktur


3. Comeback macht Mut

Marcel Risse ist zurück. Diese Nachricht gehört definitiv zum Besten, was Kitzbühel für den Effzeh bereit hielt. Der 27-Jährige bestritt gegen Linz die ersten 45 Minuten seit 241 Tagen. Sein Knie hält, seine Muskeln haben sich an die hohe Belastung wieder gewöhnt, der Rechtsaußen ist wieder da. Voll da freilich noch nicht, dafür fehlt es noch am Rhythmus und den letzten Prozent, die sich erst im Mannschaftstraining und in den Spielen ergeben werden. Doch Risse dürfte schon bald wieder eine echte Option sein. Lange genug hat er gefehlt.

4. Zwei Ausfälle trüben das Bild

Fehlen werden dagegen zunächst Thomas Kessler und Yuya Osako. Der Torhüter musste sich einer Operation an der rechten Hand unterziehen und wird damit sicher zum Saisonstart ausfallen. Das gilt auch für Osako, der im Sturm ein Loch hinterlässt, das nicht einfach zu schließen sein wird (siehe Punkt fünf). Wie lange der Japaner ausfallen wird, ist noch offen. Doch Stöger stellt sich auf mehrere Wochen ein, wahrscheinlich ist, dass Osako erst nach der ersten Länderspielpause im September zurückkehren wird. Leonardo Bittencourt sollte dagegen in der kommenden Woche wieder mit dem Training beginnen. Der Linksaußen musste in den letzten Tagen wegen Rückenproblemen kürzer treten. Eine ernsthafte Verletzung liegt aber wohl nicht vor.

5. Sturm muss sich erst finden

Schwer wiegt der Ausfall von Yuya Osako. Der Japaner gehörte bekanntlich zu den absoluten Leistungsträgern der Vorsaison. Nun fällt er aus, wodurch Stöger seinen Sturm der Vorsaison komplett verändern muss. Die Kandidaten: Jhon Cordoba, Sehrou Guirassy und Artjoms Rudnevs. Simon Zoller spielte auch in Kitzbühel wieder auf den Außenbahnen und wird im Zentrum wohl eher nicht als erst Option angesehen. Dagegen spielte Milos Jojic als weiterer Kandidat in einem 4-2-3-1 gegen Linz hinter der Sturmspitze Cordoba.

Die Umstellungen haben zur Folge, dass die Laufwege noch nicht eingespielt sind, der FC vor allem gegen Linz offensiv harmlos blieb und sich kaum Torchancen herausspielte. In den beiden Tests erzielte Köln kein Tor aus dem Spiel heraus. Nimmt man die Duelle gegen Braunschweig und Uerdingen hinzu, kommt der Effzeh auf lediglich einen Treffer, der nicht nach einem ruhenden Ball erzielt wurde. Im Umkehrschluss bedeutet dies zwar, dass Köln immerhin drei Mal nach Freistößen traf, die noch fehlenden Struktur im Offensivspiel ohne Osako und den verkauften Anthony Modeste ist aber unverkennbar. Daran wird der FC bis zum ersten Liga-Spiel in Gladbach noch arbeiten müssen. Auch, wenn Marcel Risse bis dahin wieder fit sein könnte und nichts dagegen haben dürfte, die Standard-Stärke der Geissböcke unter Beweis zu stellen.


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